Krombacher Brauerei Cannabis

Die Krombacher Brauerei investiert in Cannabis und folgt damit dem Trend in den USA, wo Alkoholriesen schon länger Beteiligungen bei Hanf eingehen (Bild von Mabel Amber auf Pixabay).

Deutschlands Markt für Cannabis als Medizin und Genussmittel kommt ins Rollen, nur die politischen Blockaden müssen noch weg. Die Wirtschaft steht bereit und wie in den USA beteiligen sich nun auch bei uns immer mehr Firmen an der vielversprechenden Hanf Branche. So konnte das Startup Demecan nun eine Beteiligung einwerben, da kommen Millionen Euro ausgerechnet vom Eigner der Krombacher Brauerei – fürchten sich Bier und Schnaps etwa vor Haschisch und Marihuana und geht die durch politische Kungelei jahrzehntelang subventionierte Alkoholreligion hierzulande ihrem Ende entgegen?

Der Bau einer Zuchtanlage für Hanfpflanzen…

…ist in Deutschland besonders teuer, weil ideologisch nicht gewollt und es gibt wie zu erwarten für Cannabis selbst als Medizin keine Subvention, während Politiker wie Markus Söder wahrscheinlich gerne Steuergelder für Bierbrauer zur Verfügung stellen. Also mussten die Leute beim Startup nach Kapital aus der Privatwirtschaft schauen und bekam die Kohle zum Bau der Halle zum Cannabis Indoor anbauen im sächsischen Ebersbach blitzschnell zusammen. Schon im vergangenen Jahr war der Unternehmer Bernhard Schadeberg mit einem nicht genannten Betrag eingestiegen und diesen Anteil hat der Krombacher Boss nun noch mal aufgestockt.

Auch andere Brauer gehen in Position: Wie in der Bilanz ausgewiesen von der Firma Demecan gibt’s noch eine Menge andere Geldgeber für Cannabis, die werden dann schon auch auf dem Oktoberfest gesehen beim großen bayrischen Besäufnis – und wünschen sich entsprechend eine stille, nicht sonderlich publizierte Beteiligung am Startup. Besagter Schadeberg etwa hängt oft rum mit den Chefs von Erdinger und von Paulaner, dazu sind Hanf Investments beim Bierbrauer Oettinger bekannt. Vielleicht sehen wir ja bald Weißbier mit Hanfgeschmack in den Regalen und lachen uns kaputt über den dann mit Sicherheit rotglühenden, schäumenden Markus Söder. 

Alkoholbranche unter Druck – bringt Cannabis die Rettung?

Saufen ist für immer mehr junge Leute keine wirkliche Option mehr und das beunruhigt deutsche Politiker. Diese fühlen sich mit besoffenem Stimmvieh immer noch am besten und auch deshalb sind die Hetztiraden und die Lügen über Cannabis derzeit so intensiv – die CDU/CSU etwa kassiert immer schon Parteispenden von den Bierbrauern, fürchtet sich nun vor weniger Geld in der Bonzenkasse. Die Brauereien freilich sind schlauer und denken voraus und investieren genau dort Kapital, wo neue und populäre Trends entstehen. Kiffen ist nachweislich für erwachsene Menschen weniger schädlich als Komasaufen und Co und weil heute der Konsum von Hanf als Essen und Trinken, per Vaporizer und selbst als Öl und Beautyprodukt möglich ist, greifen gerade die jüngeren Leute zu.

In 2019 ging der Bierkonsum in Deutschland schon wieder zurück und in diesem Jahr gibt’s dank Coronavirus keine Starkbierfeste und Massenbesäufnisse, zum Leidwesen der genannten Politiker. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sollte deshalb die nächsten Lizenzen für den Hanf Anbau nicht mehr nur an ausländische Cannabis Aktien vergeben, sondern gerade aussichtsreiche deutsche Startups wie Demecan unterstützen – Alkoholgeld für Investitionen ist in Ordnung, es handelt sich ja nicht um Blutdiamanten und den Leuten durch neue, trinkbare Produkte auch mit Hanf mehr Auswahl zu geben, das ist immer wünschenswert.