Cannabis abnehmenEigentlich ist der berühmte Fress-Flash beim Kiffen ein fast unvermeidliches Phänomen und wir haben beim THC.Guide über die Heißhungerattacken rund um Cannabis erst vor Kurzem berichtet. Erstaunlicherweise sind Kiffer jedoch eben nicht fett und rund wie viele Säufer und Fresssüchtige, das zeigt eine neue Studie von der Universität Indiana in den USA. Bei all den Chips, der Schokolade und den süßen Getränken, die wir uns beim Hanfkonsum öfters mal gönnen ist es erstaunlich, dass laut Forschung das eben keinen wirklich problematischen Effekt hat auf den Body-Mass-Index!

Kiffer und der Body-Mass-Index

Die Wissenschaftler in Indiana haben sich hingesetzt und mal eine Studie unternommen zum Thema Cannabis und zu viele Pfunde und siehe da – Wer regelmäßig kifft, der (oder die) leidet weniger an Verfettung, Fressattacken und Übergewicht! Im Vergleich zu Abstinenzlern ist das mitunter eine erhebliche Differenz und schon bei früheren Untersuchungen konnte diese zweifellos erstaunliche Verschiebung der Werte bei Hanfkonsumenten beobachtet werden. So forschte in 2017 eine Universität in Oregon zum gleichen Thema und stellte ebenso einen besseren Body-Mass-Index bei Kiffern fest.

Zugleich bewegen sich Cannabis User offenbar mehr, treiben häufiger Sport und leben bewusster als das die ewigen Stereotypen beschreiben, zu deren Verwendung sich die Kalkriesen der Anti-Hanf Lobby immer noch nicht zu schade sind. Der Kiffer, faul und fett auf dem Sofa mit Joint und Chipstüte, das ist ein Zerrbild, an dem wir freilich als Konsumenten auch unsere Aktie haben. Denn es ist natürlich lustig, wenn wir Hunger haben, Heißhunger auf Süßes und Salziges und dieser Fressflash hat ganz natürliche biochemische Ursachen. Wer Cannabis konsumiert hat auch ein geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken und diese Studien sind dann besonders wichtig, wenn es um eine Argumentation pro Haschisch und Marihuana auch bezüglich einer möglichen Legalisierung geht. Die Geschlechter sind gleichermaßen in dieser Hinsicht aufgestellt – wer kifft ist weniger rund und träge als Menschen, die den Joint nur vom Hörensagen kennen!

Wie wirkt der Hanf als Diät?

Das ist sicher bis dato noch nicht abschließend zu klären, aber laut der aktuellen Studie aus Indiana ist die Struktur der meisten Diäten erst einmal grundsätzlich ein Problem: Methoden zum Abnehmen setzten auf eine Balance im Verhältnis der Omega-Fettsäuren 3 und 6 und das führt zum berühmten Jojo-Effekt, weil der Cannabinoid-Rezeptor CB1 übertrieben stimuliert wird. Die Folge ist ein verstärktes Aufnehmen von Kalorien nach dem Ende einer solchen Scheindiät, zu einem langsameren Abbau von Nährstoffen und zur Gewichtszunahme. Kennen die meisten von Euch vielleicht auch und selbst wenn wir hier keine Tipps zum Abnehmen im Detail geben können – Cannabis scheint offenbar eine Möglichkeit um diesen Jojo-Effekt auszuschalten!

Bekanntlich sorgt der Konsum von Hanf nämlich für eine ebenfalls spürbare Stimulierung von CB1, doch ist diese beim Kiffen viel intensiver und das bringt tatsächlich eine Reduktion des Energieverbrauchs im Organismus. Der Metabolismus arbeitet dann effizienter und es gibt schon eine Weile Medikamente auf dem Markt, die verhindern sogar eine komplette Aktivierung des genannten Cannabinoid-Rezeptors und sorgen so für den gewünschten Gewichtsverlust. Cannabis überreizt hier zwar und schaltet eben nicht aus, aber das hat offensichtlich die gleichen, willkommenen Effekte. Freilich haben die Medikamente Nebenwirkungen – Hanf hingegen wirkt quasi natürlich und bindet direkt! Das sind auf jeden Fall interessante Ansätze für die Erforschung von Cannabis und Abnehmen, was auch an dieser Stelle endlich Alternativen zu sinnloser Quälerei im Fitnessstudio, ekelhaften Verzichtsorgien und natürlich zur chemischen Keule bereitstellen könnte.