Neue Bundesdrogenbeauftragte

Noch ist sie gar nicht ernannt, da geben die Parteien jenseits der Bergpartei CSU schon ihre Kommentare zur Ernennung der Daniela Ludwig als neue Bundesdrogenbeauftragte. (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)

Eigentlich zu Recht, möchten wir gleich zum Einstieg sagen: Obwohl die hier bei uns vor wenigen Tagen schon mal diskutierte Personalie der Bundesdrogenbeauftragten in Form einer Frau Daniela Ludwig von der CSU erst am kommenden Dienstag ihre Ernennung wird feiern können, gibt’s schon im Vorfeld ordentlich Feuer auf diese ersichtlich inkompetente Politikerin. Was sagen die Parteien zu dieser Ernennung und wer ist dabei wirklich ernst zu nehmen in Forderungen pro Hanf? Und ist das wirklich ein Beschuss oder eher das Werfen mit Kieselsteinen, weil man selbst eigentlich auch gar keine Veränderungen politisch mittragen möchte?

Ist Frau Ludwig bei Cannabis noch schlechter als Marlene Mortler?

Eigentlich ist die Vorgängerin als Bundesdrogenbeauftragte, die sagenhafte Frau Mortler, kaum zu toppen in ihrer Ahnungslosigkeit gegenüber Hanf im 21. Jahrhundert. Zugleich hat die Politikerin von der CSU Maßstäbe gesetzt in der Mauschelei mit Tabak und Alkohol, die natürlich weiterhin problemlos erlaubt sind, damit man sich auf der Wiesn jedes Jahr auch ordentlich zulaufen lassen kann. Wer das nicht mag, der hat Pech und gilt als Cannabis Verbrecher – daran wird wohl auch die neue Beauftragte mit Namen Ludwig nichts ändern.

Schon die ersten Hinweise sind eindeutig: Es gehe ihr um die Prävention von Süchten, meinte die CSU-Politikerin, sie werden sich gegen eine „Bagatellisierung“ einsetzen. Ja von was denn? Cannabis mal wieder als Teufelszeug, von Beelzebub persönlich angebaut wie in Bayern oft noch vermutet? Das kennen wir von der CDU/CSU zur Genüge, dieses Geschwätz und da wollen wir lieber mal schauen, was eigentlich die anderen Parteien jetzt zu dieser Personalie zu vermelden haben.

Was meint die SPD zu Cannabis angesichts der Ernennung von Frau Ludwig?

Die Lachnummer der Nation ist derzeit vor allem mit Nabelschau beschäftigt und so haben wir von der SPD auch nichts weiter an thematischer Beteiligung beim Hanf erwartet. So wird die Ludwig als neue Bundesdrogenbeauftragte kommentarlos mitgetragen, obwohl sie Mythen wiederkäut, die Bürger unterdrücken und einsperren will für das Kiffen von Cannabis. In einem Land vor gar nicht so langer Zeit war die SPD mal für die Leute und deren Anliegen dar, doch heute wird vor allem vom „Kampf gegen rechts“ gefaselt.

Selbst vorgebliche Gesundheitspolitiker wie Karl Lauterbach haben keine Konzepte. Der Mann mit der Fliege sprach sich angesichts der neuen Bundesdrogenbeauftragten Ludwig für eine Entkriminalisierung beim Hanf aus, völlig einfallslos, zumal der Karl, der seit Jahrzehnten kein Salz ist und selbst Chef werden will der SPD, den Handel mit Cannabis selbstverständlich weiter bestrafen will. So viel zur Partei der sozialen Demokraten!

Und was sagen die Politiker sonst noch?

Nehmen wir erstmal kurz die Grünen. Die beeilten sich das Konzept von Frau Mortler als für gescheitert zu bezeichnen und fordern ein Ende der Prohibition von Cannabis: Das Gras und der Shit sollte in Fachgeschäften an Erwachsene verkauft werden, überwacht vom Staat – wie beispielsweise in Kanada oder in den Legal States der USA. Nur so lassen sich Jugendschutz und Prävention wirklich kontrollieren – alles weise Worte von der Frau Kappert-Gonther als Sprecherin der Grünen zum Thema Hanf. Als Konsumenten und Hanfpatienten hören wir diese Botschaft wohl – allein uns fehlt der Glaube! Die Grünen sitzen im Bundesrat, in unzähligen Landesparlamenten, haben Macht und Einfluss und tun seit Jahrzehnten nichts für Cannabis. Wir kennen dieses halt- und folgenlose Geschwätz schon – da kommt nichts raus bei der Klimawandelpartei.

Während die AfD zur Frau Ludwig nichts bekannt gab, fordert immerhin die FDP klar, deutlich und glaubhaft ein Ende der Cannabis Verbotspolitik. Dabei gehe es nicht nur um den freien Verkauf von Hanf an freie Bürger und den unkomplizierten Zugang zur Cannabismedizin – auch sollte sich Deutschland endlich bewegen und den Anbau von hochwertigem Haschisch und Marihuana fördern, was sich als Exportware dann bestens auf dem Weltmarkt veräußern ließe. Ob solche fachlich versierten, medizinisch sinnvollen und auch für die Bürgerrechte vorteilhaften Ideen bei der CSU in Bayern und damit bei der Frau Ludwig durchdringen werden?