Bundesdrogenbeauftragter

Als neuer Bundesdrogenbeauftragter soll Burkhard Blienert (SPD) die Legalisierung von Cannabis für Erwachsene mit vorbereiten (Bild von Darwin Laganzon auf Pixabay).

Die Drogenpolitik in Deutschland wird ab sofort von Experten beurteilt und begründet. Gerade sickerte durch, dass der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach einen in puncto Hanf und Kiffen mehr als verständigen Parteikollegen befördert – neuer Bundesdrogenbeauftragter und damit zuständig für die Vorbereitung der Legalisierung von Cannabis wird Burkhard Blienert. Nach vielen Jahren Merkel´scher Inkompetenz und Mauscheleien mit Figuren wie Marlene Mortler und Daniela Ludwig auf diesem Posten gilt nun also endlich Fachwissen als Qualifikation und wir dürfen mehr Engagement und Fairness erwarten. Wer ist der frisch gekürte Gesundheitspolitiker und warum ist seine Ernennung ein positives Signal für alle, die auf die Freigabe von Marihuana warten, welche bekanntlich im Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung versprochen wurde?

Burkhard Blienert und der Hanf: Mehr Kompetenz, weniger Brokkoli?

Auf jeden Fall, denn der Mann von der SPD wird uns mit Sicherheit keine Storys vom seligmachenden Alkohol erzählen wie seine Vorgängerin, der es allein um die eng mit der CDU/CSU verbandelte Bierindustrie gegangen ist und in keiner Weise um Gesundheitsfürsorge oder gar Jugendschutz. Die Folge ist ein völlig ausufernder Schwarzmarkt mit gefährlich gestrecktem Cannabis, das selbst an Kinder verkauft wird – während moderne Länder wie Kanada Hanf legalisiert haben und die Anteile beim Kiffen von jungen Leuten nachweislich sinken.

Herr Blienert war Mitglied im Gesundheitsausschuss vom Bundestag und tat sich hervor als drogenpolitiker Sprecher der Sozialdemokraten im Parlament. Auch im Dialog mit den Krankenkassen kennt er sich aus und gilt seit vielen Jahren als Fachmann mit Blick auf Haschisch und Marihuana. Deren Legalisierung fordert er schon seit dem Jahr 2015, mit guten Argumenten und fachlich versierter als die unsägliche Daniela Ludwig von der Union, die erwachsenen Menschen vor allem den Unterschied zwischen Cannabis und Brokkoli erklären wollte als Basis für ihre Ansichten.

Welche Ziele hat der neue Cannabis Unterhändler?

Wir nennen den Herrn Blienert mal so, da eine wichtige Aufgabe natürlich die Freigabe von Hanf für Volljährige sein wird in Deutschland und ganz klar möchte der Mann eine echte, faire Regulierung der Cannabinoide für den dann in der Summe viel besseren Konsumentenschutz. Kriminelle Strukturen sollen dadurch beseitigt werden. Der Mann ist Berichten zufolge sehr erfreut über die Ernennung und besitzt als neuer Bundesdrogenbeauftragter schon am ersten Tag mehr Ausstrahlung und Glaubwürdigkeit als alle vorherigen CDU/CSU Figuren auf diesem Posten zusammen.

Ob Cannabis da nur ein Anfang ist müssen wir abwarten. Der Mann möchte in puncto Drogen eine Gesetzgebung, die auf Hilfe statt Strafe setzt und gerade weil die Welt im Gesundheitsbereich derzeit so stark gefordert wird sollte der Umgang mit Genussmitteln endlich fairer geregelt sein. Gut möglich, dass Blienert auch mit Blick auf Psychedelika wie Magic Mushrooms und LSD wenigstens mehr Forschung durchsetzt und eine Entkriminalisierung für Konsumenten solcher Substanzen!

Auch die Korruption ist damit zu Ende: Die erwähnte Daniela Ludwig stand immer wieder in der Kritik, weil sie rund um Cannabis einmal völlig inkompetent agierte, zugleich sich aber massiv für Bier und Wein einsetzte, wobei der Terminus „voreingenommen“ wohl noch viel zu soft klingt. Kein Wunder, wenn nun die CSU in Bayern am lautesten gegen eine Legalisierung von Gras schreit, aber wen interessiert das noch wenn nun endlich Kompetenz die Politik bestimmt statt Proporz? Deshalb auch von uns Glückwünsche an Herrn Burkhard Blienert – auf gutes Gelingen und eine baldige Freigabe von Hanf für Erwachsene auf wissenschaftlicher wie rechtsstaatlicher Basis!