Nevada legalisiert CannabisVielleicht kennst Du den Film “Fear and Loathing in Las Vegas”, jenen bildgewordenen Rausch nach dem Roman des Hunter S. Thompson, in dem Johnny Depp mit seinem illustren Anwalt auf Drogen zwischen Las Vegas und Kalifornien hin und her fährt. An einer Stelle im Film wird ein Plakat mit der Aufschrift gezeigt “Don t gamble with Mariuana” und das bezieht sich auf den in den 1970er Jahren auch in Nevada mit aller Macht startenden Krieg gegen die Drogen, den der damalige Präsident Nixon losgetreten hatte.

Dieses Schild, wenn es denn wirklich am Highway stand, dürfte in diesen Tagen abmontiert werden: Zum 1. Januar 2017 ist Kiffen in Nevada nicht mehr illegal, über 21jährige können Gras rauchen, wenn auch nicht öffentlich. Künftig werden sich also mehr Bekiffte zwischen den Spielautomaten der Wüstenmetropole Las Vegas herumtreiben und diese Entwicklung reiht sich ein in die ungemein rasante und umfassende Legalisierung von Cannabis in den Vereinigten Staaten.

Nevada legalisiert Cannabis: Kiffen ist Privatsache!

Noch gibt es keine Shops für Haschisch und Mariuana, aber das ist nur eine Frage der Zeit, zumal der Bundesstaat es den Smokern freistellt, wie sich sich zulöten möchten. Gras, Cannabis, Hanf, das ist jedem selbst überlassen und mit der Regelung eines Verbots in der Öffentlichkeit wurde in etwa ein vergleichbarer Rahmen geschaffen mit dem Rauchverbot in Gaststätten. Niemand muss sich in Nevada künftig vom süßlichen Geruch eines Joints gestört fühlen, das spielt sich zu Hause ab und wer draußen erwischt wird, der muss eine empfindliche Strafe von 600 Dollar bezahlen.

Der nächste Urlaub in Nevada?

Beobachter rechnen für den Jahresverlauf mit der Eröffnung erster Shops. In diesen wird sich der Kiffer mit einem Dokument ausweisen müssen, bezahlt auf das Gras eine Steuer von 15 Prozent und kann sich dann in Ruhe zu Hause einen Dübel rollen oder eben den in Amerika so beliebten Vaporizer für den Cannabis Konsum nutzen. Auch Cannabis Bauern können aufatmen, erlaubt Nevada doch ab sofort das Ziehen von bis zu sechs Hanfpflanzen auf heimischem Grund pro Person erlaubt, pro Haushalt dürfen es aber nicht mehr als zwölf Sots werden.