Fentanyl verseuchtes Cannabis

In New York ist Cannabis mit Fentanyl beschlagnahmt worden – ist das der neue Höhepunkt der Opioid-Krise in den USA und was sind die Schlussfolgerungen? (Bild von Alan Arsenault auf Pixabay)

Cannabis ist ja ab und zu gestreckt mit Haarspray und anderem Dreck, aber dass ausgerechnet das superstarke Opiat Fentanyl in New York auf den Straßen dem Marihuana beigemischt wird, das ist schon krass: Aktuellen Berichten zufolge sind Dealer im Big Apple unterwegs, die bieten Gras mit der eigentlich für Krebserkrankungen verschriebenen Droge an! Fentanyl zieht eine Spur der Verwüstung durch die USA – sind hier jetzt auch Kiffer in Gefahr?

New Yorker Polizei warnt Kiffer und Hanfpatienten

Cannabis ist noch nicht legal in der inoffiziellen Welthauptstadt, aber natürlich wird zwischen Manhattan und Brooklyn mindestens genauso viel gekifft wie in einem der Legal States der USA. Vor wenigen Tagen nun wurden Dealer an einem Walmart verhaftet, die hatten Gras gestreckt mit Fentanyl dabei und sofort beeilte sich die Polizei von New York, hier eine entsprechend warnende Pressemeldung herauszugeben. Das Opiat ist extrem potent und mitverantwortlich für die schwere Krise, die in Amerika mittlerweile zehntausende Menschen im Jahr das Leben kostet.

Die Opioid-Krise in den USA und die Legalisierung von Cannabis

Normalerweise ist Fentanyl ein Medikament, das sich nur in Krankenhäuser und dort auf Krebsstationen findet. Weil jedoch über viele Jahre in den USA gewissenlose Ärzte Opiate wie Oxycodon und Vicodin selbst für leichte Schmerzen verschrieben haben, wurden viele Amis abhängig und die Dealer ziehen nach, bieten Heroin und eben solche hochpotenten Medikamente an. Selbst Carfentanyl soll auf dem Markt sein, das wird eigentlich verwendet zur Betäubung von Elefanten! Logisch, dass viele an Überdosen krepieren und wenn dieses Zeug nun auch dem Cannabis beigemischt wird, dann ist Vorsicht beim Gras kaufen angebracht. Aber wie sollen Kiffer und Hanfpatienten wissen, ob das Marihuana beim Dealer in Ordnung ist?

Eine Legalisierung von Cannabis in New York wäre eine Lösung, auch weil Hanf Studien zufolge helfen kann bei der Überwindung einer Opiatsucht. Cannabis legal verkauft und geprüft, das bedeutet Qualität und der aktuelle Fall zeigt uns, welche Verantwortung auf der Politik liegt angesichts ständig neuer, teuflischer Drogen, die vor allem aus China in die westliche Welt gepumpt werden. In den Giftküchen von Shenzen und Co werden die berüchtigten Legal Highs produziert wie Badesalz und Spice und auch Fentanyl ist als synthetisches Opiat ein Produkt aus dem Labor. Ist das schon Narco-Terrorismus als weiterer Export aus dem Reich der Mitte wie damals in den 80ern bei Pablo Escobar mit dem Kokain aus Kolumbien? Die Freigabe von Hanf zum Verkauf an Erwachsene ist überfällig und angesichts solcher Vorfälle wie gerade in New York eine Verantwortung der Politik zum Schutz von Leib und Leben der Bürger.

Kann man Hanf auf Fentanyl testen?

Ja. Im Internet gibt’s Drogentests, das sind solche Papierstreifen, die werden mit dem fraglichen Gras in Wasser getan und wenn das starke Opiat mit drin ist, dann lässt sich das anzeigen. Für ein solches Screening braucht es kein Rezept und das kann jeder schnell durchführen. Gut möglich, dass die New Yorker diese Drogentests jetzt leerkaufen, denn wer will schon von einem Joint wahlweise sterben, körperlich abhängig werden oder sich dermaßen abschießen, dass man sich selbst verletzt?