New York Drogentest

New York schafft Tests auf THC ab – in den ganzen USA nehmen Arbeitgeber Abstand vom Drogentest auf Cannabis und sichern sich die begehrten Fachkräfte. (Bild von Free-Photos auf Pixabay)

Fachkräftemangel gibt es auch in den USA und weil in vielen Bundesstaaten Cannabis legal ist für alle oder mindestens als Medizin, rücken nun in New York Behörden und andere Arbeitgeber von Drogentests beim Hanf ab. Damit wird eingeräumt, dass Kiffen und die Einnahme der Hanfmedizin gesellschaftlich völlig normal sind – kein Grund also, die Leute mit einem Test auf THC bei der Einstellung zu diskriminieren.

Cannabis als Medizin und Genussmittel

Auch in Kalifornien gab es schon Berichte zur Einstellung der Drogentests, doch mischt sich gelegentlich die Bundesbehörde ein und verweist auf das weiter bestehende Verbot von Hanf in den USA. Wer also beispielsweise öffentliche Aufträge ergattern will, der sollte die Arbeiter auch auf THC testen, so zumindest die Theorie. Faktisch reduzieren sich diese Tests jedoch immer mehr. Realistisch lässt sich Cannabis im Blut bis zu anderthalb Monate nach dem Konsum nachweisen, doch weil die Wirkung schon nach Stunden verblasst ist es lächerlich die Menschen für nicht verkehrsfähig zu halten. Ausnahmen sind dabei natürlich sicherheitsrelevante Jobs vom Piloten bis zu Soldaten, wobei letztere ohnehin den Bundesbehörden untergeordnet sind.

Freizeitaktivitäten mit Haschisch und Marihuana sind für Arbeitgeber tabu!

Zumindest haben die Legal States allesamt beschlossen, dass die Leute bei der Arbeit und Einstellung wegen Hanf nicht diskriminiert werden dürfen und ohnehin ist die Freizeit tabu für Arbeitgeber – es bleibt den Leuten überlassen, wie sie sich vergnügen. New York ist hier nun konkreter geworden und hat die THC Drogentests abgeschafft bei den Behörden, von einigen wenigen Stellen wie etwa Busfahrern abgesehen. Schon äußern sich Arbeitgeber positiv dazu, schließlich habe man oft genug tolle Leute nicht eingestellt, weil sich ein wenig THC fand – diese absurde Praxis wird nun beseitigt.

Ob jemand nun kifft oder sich betrinkt in der Freizeit, das geht die Firmen nichts an! In Deutschland hingegen wird ganz offen mit Drogentests bei jeder Gelegenheit gedroht, was nebenbei auch viele Lebensläufe wegen einem Joint zerstört. Die USA schreiten voran und wenn wir mal an Elon Musk und den Joint vor einiger Zeit denken, dann ist klar: Eine Firma wie Tesla, die kräftig an der Mobilwende beim Auto arbeitet und ihre Angestellten nicht auf THC testet, ist auch beim Thema Drogen den deutschen Autobauern mit ihrer Dieselmanie weit voraus – gesellschaftlicher Fortschritt bemisst sich eben am Umgang mit Rauschmitteln und warum sollte Cannabis hier auf ewig als Hemmschuh für sich weiter entwickelnde Industrien herhalten?