Dealer auf FacebookGerade haben CDU/CSU und SPD ein Sondierungspapier für die Große Koalition vorstellt, da rümpfen Kiffer schon die Nase, schließlich findet sich in dem vielseitigen Dokument kein einziger Hinweis auf Cannabis! Die News rund um Haschisch und Marihuana kommen daher diese Woche weniger aus Deutschland, sondern in erster Linie aus den USA, wo das kürzlich gekündigte Cole-Memo weiter für Furore sorgt in den Legal States. Auch benutzen Behörden in den Staaten offenbar auch Minderheiten für einen Feldzug gegen Hanf und dieser blanke Rassismus wird dann nur noch durch neue, unverfrorene Spitzelmethoden gegen Kiffer übertroffen.

Wie sich US-Bundesstaaten gegen Jeff Sessions zur Wehr setzen

Nach dem Jahreswechsel hat US-Justizminister Sessions bekanntlich Schluss gemacht mit dem Cole-Memo aus der Obama-Zeit, einem Schriftstück, das de jure den Bundesstaaten freie Hand lässt bei der Gestaltung der örtlichen Cannabispolitik. Unter diesem Schutz dieses Memos konnte sich in Washington, Colorado, Oregon, Nevada und nun auch in Kalifornien Hanf als Genussmittel entwickeln und genau dieser Prozess war Sessions ein Dorn im Auge. Wenn der alte Mann freilich gedacht, dass seine Maßnahme irgendjemanden beeindrucken, dann ist das zum einen nicht gelungen, zum anderen jedoch bringen die politischen Gegner und Hanf-Befürworter schwerstes Geschütz in Stellung, an dessen Ende vielleicht sogar die vollständige Cannabis Legalisierung in den gesamten USA stehen könnte.

Die Macht der Senatoren und Gouverneure

Im Kongress kamen vor wenigen Tagen Politiker zusammen, die einen effektiven Schutz der in den Legal States expandierenden Hanfindustrie fordern und dabei sind Republikaner und Demokraten gleichermaßen dabei. Das Votum der Wähler in den Bundesstaaten müsse respektiert und mit dem verfehlten Krieg gegen Drogen und mit dem Verpulvern von Steuergeld Schluss gemacht werden! Es gibt ja bereits eine Vorlage, die zirkuliert unter den Namen „Rohrbacher-Blumenauer“ und dadurch wird beispielsweise der Polizeieinsatz mit Bundesmitteln verboten in Staaten, die Cannabis als Medizin erlauben.

Was kann das Hanf-Gesetz HR 4779 ausrichten?

Formal jedenfalls wird der Kongress aufgefordert, den Schutz der lokalen Cannabiswirtschaft zu garantieren, zudem sollen die Banken rechtlich besser abgesichert werden. Sessions hatte denen ja auch indirekt gedroht, könnte aber durch eine Entscheidung im Kongress zugunsten des Gesetzes HR 4779 am Ende kaltgestellt werden. Das ist der Lauf der Dinge und weil gerade New Hampshire und Vermont das Gras erlauben ist es kaum vorstellbar, dass der alte Mann Sessions in der Lage ist, einen Krieg gegen erfolgreiche Unternehmen, neue Jobs, Steuereinnahmen und große Zustimmungsraten pro Cannabis in der US-Bevölkerung zu führen.

Politiker in Kansas: „Schwarze kiffen aus genetischen Gründen“

Wenn Ihr euch mal Joint dreht und beispielsweise die Pressekonferenz der Bundesdrogenbeauftragten reinzieht, dann ist das immer lustig, weil absurd und doch bleibt uns Kiffern oft genug nur die Moralkeule. Freilich ist Frau Mortler von der CSU nicht so krass unterwegs wie ein Republikaner namens Steve Alford, seines Zeichens tätig in Kansas und entschiedener Gegner einer Legalisierung von Cannabis im wahrscheinlich langweiligsten Bundesstaat der gesamten USA.

Alford gab neulich in einer Beratung zum Thema Hanf von sich, dass er Haschisch und Marihuana vor allem auch deshalb hasst, weil Afroamerikaner geradezu genetisch davon süchtig werden und das hänge eben mit der Rasse und ihrem Charakter zusammen! Nun ist das ziemlich wirr und wir können schon fragen, ob sich dieser Herr um die Schwarzen sorgt – und sie zugleich genetisch abwertet – oder ob er sie in der Summe ablehnt – auch aus genetischen Gründen. Beides ist gleichermaßen verwerflich und zeigt die mitunter ziemlich idiotische Debatte zum Hanf in den USA.

Rassismus auch beim Cannabis?

Der Politiker Alford ist offensichtlich der Meinung, man dürfe nicht legalisieren, weil dann Schwarze legal in Berührung kämen mit einer Droge, die ihnen genetisch zwar besonders ähnlich ist, mit der sie aber zugleich nicht umgehen können! Kiffer sollten also weder die Politik im Lande für eine fehlende Freigabe verantwortlich machen, auch nicht die Pharmalobby oder gar die Interessenverbände der Polizei und Justizvollzugsanstalten – nein, es ist die Hautfarbe einiger Bürger, die einer Legalisierung von Cannabis in Kansas entgegensteht. Das passt aber dann auf der anderen Seite auch ganz gut zum Justizwesen in den USA, dort werden nachweislich Schwarze härter bestraft und augenscheinlich steckt dahinter oft genug eine Art politische Methode.

US-Polizei überwacht Kiffer bei Facebook und Instagram!

Wer sich gerne bei Facebook herumtreibt, bei Twitter, Snapchat oder Instagram, der kann als Kiffer mittlerweile echte Probleme bekommen. Zum einen hat sich nämlich die Polizei in den USA, aber auch in Deutschland gerade erst zu einer stärkeren Überwachung der Sozialen Medien in puncto Cannabis entschieden, zum anderen gibt es aber auch eine Menge Online Dealer, bei denen Du angeblich Gras online kaufen kannst. Zwar sind da viele Scammer dabei, wie so üblich halt im Netz, aber einige Offerten sind sehr wohl real und bevor Du da auf Kaufen klickst, solltest Du wissen: Die Polizei liest vielleicht mit!

Dealer in den Sozialen Medien

Zweifellos sind  Dealer auf Facebook nicht sonderlich schlau: Dort wimmelt es zwar nicht direkt von Agenten, dafür haben die Sicherheitsdienste einfach nicht genug Personal, wohl aber von jeder Menge Denunzianten und wenn sich hier ein Grasverkäufer offensiv präsentiert, dann macht es auch missgünstige Hanf-Hasser aufmerksam! Auch bei Instagram häufen sich solche Fälle und dabei spielt es keine Rolle, ob die Dealer nun aus den Legal States in den USA ins Ausland oder eben in Bundesstaaten wie Texas versenden oder ob einfach nur Werbung geschalten wird für einen Shop in der Nähe mit großer Auswahl an Haschisch und Marihuana.

Cannabis online kaufen mit großen Risiken?

Ja – Wenn Du im Internet Cannabis bestellen willst, dann ist die Chance auf echte und vor allem legale Angebote gleich null. Mehr noch, die erwähnten Scammer ziehen Dich gerne ab und Du darfst niemals deine Kreditkarten oder Bankverbindungen rausgeben, eine Zahlung mit Bitcoin ist gleichfalls nicht zu empfehlen. In den USA sind zwar auch Dealer unterwegs, die liefern sehr wohl, aber denen sitzt oftmals schon der Cop im Nacken und ganz folgerichtig werden dann wie beim Fall Shiny Flakes vor Jahren in Deutschland auch die Käufer respektive Konsumenten bestraft.

Polizei erstellt Fake-Profile!

So siehts aus, schließlich packt die Politik eine Menge Geld in die Haushalte von Justiz und Polizei und obwohl diese Gelder eigentlich zur Bekämpfung von Einbrüchen, Terroristen und organisierter Kriminalität verwendet werden sollen, kümmert sich die Polizei am liebsten direkt um recht wehrlose, einfach zu fassende Kiffer. Dafür werden bei Facebook Profile erstellt mit interessierten Kunden, sie bestellen selbst oder verfolgen die Spur der Dealer bis an deine Haustür! Niemand möge glauben, die Gesetzeshüter hinkten der Zeit hinterher!

Dealer sind nicht die einzigen Betroffenen, weil manchmal auch Strafverfolg befohlen wird, wenn sich Kiffer nur mit einem Joint bei Facebook präsentieren. Kennworte wie „Haschisch“, „Marihuana“, „Weed“ und so weiter werden vor allem in den USA gezielt abgefragt und selbst vor einem Fake-Account schrecken die Cops nicht zurück.

Ein Fall aus Deutschland: In Hamburg wurde jüngst bekannt, dass ein User bei Facebook, der sich mit dem Grasdübel ablichten ließ und das postete, neulich Post bekam von der Polizei. Diese erklärt, man würde von nun an gegen den Betroffenen ermitteln, und zwar wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz! Wohlgemerkt: Auf dem Bild ist weder explizit Cannabis noch irgendein anderer Hinweis auf illegale Drogen zu finden, aber offenbar reicht auch in Deutschland und Hamburg das bloße Symbol online schon aus, damit sich die Ordnungshüter der Kiffer annehmen. Ein wenig Vorsicht beim Publizieren der eigenen Erlebnisse ist sicher von Vorteil, gerade wenn Du gerne mal einen durchziehst!