Österreich Cannabis Patientenvereinigung

In Österreich wendet sich eine Patientenvereinigung zum Cannabis nun direkt an die Regierung – werden Hanfpatienten endlich fair behandelt? (Bild von Jens Junge auf Pixabay).

Wie in Deutschland so dürfen auch in Österreich schwerkranke Menschen längst nicht in allen Fällen ein schmerzfreies Leben mit Cannabis führen. Zu brutal ist die Anti-Hanf Ideologie, zu ignorant sind Behörden und Politiker und doch geben die Verbände pro Patienten nicht auf. So geschehen jüngst in einem offenen Brief, den zum Cannabis in Österreich die Patientenvereinigung ARGE Canna an die Regierung des feschen, aber wenig verständnisvollen Kanzler Sebastian Kurz sendet – ob wenigstens die Grünen und andere vorgebliche pro Cannabismedizin aktive politische Kräfte auf die Forderungen eingehen werden? Konkret geht es um die Verschreibung von Medizinalhanf Blüten. Dieses etwa bei Schmerzen sehr wirkungsvolle Marihuana wird von Politikern nicht gemocht, die wollen lieber Cannabis Fertigarznei, weil dann wieder die Pharmariesen verdienen – was läuft schief in Österreichs Gesundheitswesen?

Studienlage beim Cannabis widerspricht Weltsicht der Politiker

Kennen wir alles auch in Deutschland, wo die Zauberwunderwelt der Bundesdrogenbeauftragten Ludwig oder auch des Jens Spahn als Bundesgesundheitsminister Cannabis selbstverständlich als Heilmittel und Medizin bestreitet – während Wissenschaft und Forschung beim Hanf in anderen Ländern davonziehen. Da gibt es passgenaue, hochwirksame Schmerztherapie mit den optimalen Grasblüten der geeigneten Hanfsorte, doch in Österreich und der BRD werden weiterhin süchtig machende Opiate und Steroide an schwerkranke Leute verschrieben. Die pure Ideologie in der Gesundheitspolitik schädigt nicht nur die Jugend, sondern schlägt Patienten ins Gesicht – das für die Alpenrepublik gültige Verschreibungsverbot von Cannabisblüten ist hinterwäldlerisch und eine direkte Verletzung der Fürsorgepflicht des Staates.

Was will die ARGE Canna in Österreich erreichen?

Als Arbeitsgemeinschaft Cannabis will endlich eine Verbesserung bei der Versorgung schwerkranker Menschen: Hanfblüten in der Schmerztherapie sind in den meisten Ländern der EU zugelassen, nur Österreich verweigert sich, als ob immer noch FPÖ Strache und andere Politiker aus der Vergangenheit die Regierung stellen würden. Kurz ist ja bekannt für wenig Einsicht und Verständnis, aber die Abgabe der Hanfblüten in der Apotheke und auf Rezept kann nicht warten auf solcherlei Ignoranz. Angeführt werden auch zahllose, der Wissenschaft außerhalb Österreichs bekannte Studien zur Wirksamkeit von Cannabis bei Schmerzen – dem widerspricht die Regierung hier und da wie das auch in Deutschland die üblichen bürokratischen Chargen tun. Dabei geht es immer um den Schutz der Pharmariesen und der Alkohollobby, die der Politik in beiden Ländern über alles geht, während Patienten schwer leiden und dabei nicht gehört werden (sollen). Angesprochen durch die ARGE Canna wird deshalb auch der Gesundheitsminister der Alpenrepublik Anschober.

Kostenübernahme und Entkriminalisierung von Patienten: Auch das steht auf dem Zettel der Vereinigung! Die meistens hinderlichen Krankenkassen sollen gefälligst die Behandlung mit Hanf in jedem Fall bezahlen, das tun die ja auch bei völlig absurden Methoden von Heilpraktikern und Co. Auch der Anbau und der Besitz von Cannabis bei Patienten gehört entkriminalisiert und immerhin gibt es schon Berichte aus dem Ministerium, hierzu einen runden Tisch einzurichten. Wann hören wir so viel Entgegenkommen mal in Deutschland? Jens Spahn ist homosexuell, freut sich über die gesellschaftliche Zustimmung, diskriminiert aber Kiffer und Hanfpatienten massiv – wie geht das zusammen außer in totaler Heuchelei? Wir sind gespannt, was die ARGE Canna in Österreich erreicht, auch wenn natürlich das Verzögern und Hinhalten fester Bestandteil ist in der europaweiten Drogenpolitik unter Politikern wie Merkel, Kurz oder gar von der Leyen.