Peru Medizinisches Cannabis

Peru erlaubt endlich medizinisches Cannabis – Wir werfen einen Blick auf die Situation rund um Hanf in dem wunderschönen Land in Südamerika (Bild von begreen auf Pixabay).

Beim Rundflug durch die Welt auf der Suche nach Cannabis legal kommt nun endlich auch das arme, aber wunderschöne Peru auf die Hanflandkarte. Zwar wird entlang der Anden schon seit Jahrhunderten Gras geraucht und die USA wurden vor der dortigen Freigabe von Haschisch und Marihuana über lange Zeit auch von Peru aus mit Hanf versorgt. Nun aber geht’s der Regierung der Ex-Inkas aber um die eigene Bevölkerung, schließlich sind die Vorteile von dieser neuen Medizin mit THC, CBD und vielen weiteren Bestandteilen nicht mehr zu übersehen. Wenn Peru nun also medizinisches Cannabis legalisiert, dann bieten sich daraus auch wirtschaftliche Chancen – was plant die Regierung vor Ort?

Cannabis Produktion und Verteilung im Fokus

Schon in 2017 wurde Hanf so halbwegs erlaubt, aber es fehlte an Regulierungen wie wir das von Deutschland kennen, das zweifellos beim Cannabis mit dem Entwicklungsland Peru zu vergleichen ist. Nun hat man in Südamerika sich intensiver beschäftigt, auch bei den erfolgreichen Nachbarn Kolumbien oder Uruguay geschaut, wo bekanntlich Haschisch und Marihuana entweder vollständig legal sind oder wenigstens entkriminalisiert. Wer Medizinalhanf in Peru vertreiben will, kann ab sofort Lizenzen bekommen und zwar für

  • wissenschaftliche Erforschung,,
  • Produktion und Anbau
  • Import,
  • Verarbeitung,
  • Samenzucht und
  • den Verkauf im Fachgeschäft.

Bewerber müssen Nachweise erbringen, wie es um die landwirtschaftliche Produktion bestellt ist und ob alle erforderlichen Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Dazu ist der Import von Samen auch erstmal geregelt, hier gilt Kolumbien als künftiger Partner mit entsprechendem Knowhow. Was fehlt ist der Export von Medizingras in andere Staaten, aber das kommt sicher auch bald.

Eine Chance für die peruanische Wirtschaft?

Peru ist ein armes Land und exportiert landwirtschaftliche Güter, Bodenschätze und Nippes vom Silbertaler bis zu Schmuck und Kleidung aus traditioneller Produktion. Hier nun Cannabis draufzupacken könnte sich lohnen, auch wenn die Ex-Inkas das noch nicht geregelt haben. Über Jahrzehnte jedoch wurde Hanf und wurde der Konsum massiv bestraft, das wirkt immer noch ein bisschen nach, wird aber nun endgültig überwunden auch durch eine Offensive pro Cannabis durch die Regierung. Dort wird Marihuana als Signum der Moderne bezeichnet, in die sich Peru nun begibt und bei allen wolkigen Zuschreibungen gefällt uns natürlich, wenn Cannabis einem Aufbruch dient.

Das Leid der Bevölkerung: Cannabismedizin wurde auch deshalb erlaubt, weil sich die armen Leute nicht mehr zu helfen wussten bei kranken Kindern mit Epilepsie – das normalerweise bei Krankheiten unverzichtbare Koka konnte man schlecht Zöglingen mit einem Anfall verabreichen. Hanf bot sich an, wurde gezüchtet im Verborgenen und schließlich gab die Regierung nach vor gut zwei Jahren. Allerdings wurde nun eben nur die Zucht durch Unternehmen gestattet, so dass wir gespannt sind welchen Erfolg das Programm hat – die indigenen Bergvölker und die Menschen im Dschungel von Peru werden mit Sicherheit nicht bis nach Lima fahren, um dort in der Apotheke Cannabis auf Rezept zu bekommen. 

Ob also die Leute im Land Nachbesserungen fordern oder wird am Ende die neu entstehende Hanf Industrie wieder nur den Unternehmen zugutekommen? Der Anbau von Gras in den eigenen vier Wänden und auf dem Feld vor dem Haus ist in dem großen Land eigentlich ein Muss und gerade die erwähnten Initiativen von Eltern haben schon angekündigt, das man nicht ruhen werden bis in ganz Peru für jedermann das Cannabis erlaubt wird, mindestens zum Anbauen, am besten jedoch als normales Genussmittel wie die überall wuchernde Kokapflanze ebenso.