Polizeigewerkschaft - Symbolfoto

Mal wieder hat sich Polizeigewerkschaft zu Wort gemeldet und tief in die Cannabis Mottenkiste gegriffen, um die übliche Bestrafung von Kiffern zu rechtfertigen. (Bild von Adrian Tworuschka auf Pixabay)

Uns ist zwar nicht bekannt, dass ausgerechnet die deutsche Polizeigewerkschaft große Forschungseinrichtungen zum Hanf unterhält – doch wer sich die aktuellen Stellungnahmen dieses Klüngels anschaut, der könnte das vermuten: Voller Inbrunst und Stolz gaben die organisierten Cops jüngst bekannt, man möge Cannabis auf keinen Fall legalisieren, das wäre gefährlich und überhaupt gehört jeder Kiffer unbedingt bestraft, am besten auch für den Konsum selbst. Zwar ist diese Position extrem lächerlich in Zeiten, in denen Hanf hervorragend untersucht wird und Millionen Menschen Cannabis als Medikament problemlos verwenden – in Deutschland dürfen Polizisten aber gerne draufschlagen auf Patienten und auf Leute, die einfach gerne Haschisch und Marihuana konsumieren.

Das Leid der Polizei beim Cannabis

Nun liegen keine Kiffer nicht mehr ansprechbar in Fußgängerzonen rum oder randalieren in Stadien, bauen Bomben oder zünden Asylheime an – allein die Polizeigewerkschaft leidet unter der häufigen Einstellung von Cannabis Strafverfahren. Das geht gar nicht, finden die Cops und fordern harte Sanktionen auch bei nur geringen Mengen. Es wäre skandalös, wenn viele Bürger Hanf gar nicht mehr als illegal betrachten – was nach gesellschaftlichem Fortschritt und gesundheitlicher Aufklärung wie Selbstbestimmung im 21. Jahrhundert klingt, das geht gar nicht für die deutsche Polizei.

Strafe bei Hanf ist absolut unverzichtbar!

Weil es jedoch ein Übermaßgebot gäbe und demnach viele Kiffer aufgrund der überlasteten Gerichte leider nicht für lange Jahre im Knast landen, müssen eben möglichst saftige Ordnungsstrafen her! Kiffer und Hanfpatienten nicht bestrafen, das ist ausgeschlossen. Angeblich würde diese Praxis, die wohl manchen jungen Erwachsenen gleich nebenbei in die Pleite treiben dürfte, auch für tolle Prävention sorgen, für Jugendschutz und was sonst noch an Vokabeln heruntergebetet wird gegen Cannabis, das wurde auch noch alles zitiert.

Am besten sollten sich die bösen Kiffer jahrelang mit der Ordnungswidrigkeit, nach Ansicht der Polizei wohl auch gern fünfstellig, abmühen und daraus lernen – wie nett gedacht von unseren vorgeblichen Freunden und Helfern! Auch müsse unbedingt die Wiederholung einer solchen Ungehorsamkeit, also das Rauchen eines Joints oder das Einnehmen von Hanfmedizin gegen Schmerzen, zu einer echten Verurteilung durch den Richter führen. Wer hingegen sich bei der Drogenberatung einfindet, der könnte ohne Zahlung davonkommen – die üblichen Kontrollreflexe und Erfassungen von Bürgern in Akten, die dann auch nach Jahrzehnten noch hervorgeholt werden können, wenn es gerade passt.

 Warum ist die Polizeigewerkschaft beim Cannabis so zurückgeblieben?

Aus Eigeninteresse: Die vielen tausend Polizisten, die nach der Öffnung der Grenzen plötzlich eingestellt werden müssen, dienen weniger der inneren Sicherheit, sondern der Kontrolle der Bürger (die sich gegen solche politischen Entscheidungen wehren) und so freut sich die Gewerkschaft der Cops über jede neue Jagd auf Kiffer. Diese sind nämlich viel einfacher zu verfolgen als etwa ein Terrorist vom IS und die Polizei kann die eigenen hohen Personalzahlen bestens mit der Notwendigkeit rechtfertigen, man müsse das Land und die Jugend vor allem vor Cannabis beschützen. Eigentlich wäre es doch viel sinnvoller Hanf zu legalisieren, zu kontrollieren und damit die Menschen im Lande zu respektieren – zugleich hätte man bei der Polizei auch weniger mit Haschisch und Marihuana zu tun. Dann freilich sinken die Mittel und das dürfen solche Organisationen auf keinen Fall zulassen, schließlich hängen viele Schreibtischjobs wie auch jener solcher Gewerkschaftler an möglichst umfassender Kontrolle der Bürger im Land.