Psychedelika Schmerzen Kratom

Psychedelika gegen Schmerzen und damit die Wirksamkeit von natürlicher Substanzen wie Kratom stehen im Fokus neuer Studien in den USA (Bild von Silvia Stödter auf Pixabay).

In modernen Ländern lassen natürlich auch Gesundheitsbehörden Cannabis und andere psychoaktive Substanzen beziehungsweise Pflanzen erforschen und hier kommt immer öfters ein ganz besonderer Baum hinzu. Es geht um Kraton und damit um Psychedelika gegen Schmerzen, was genauso wie beim Hanf seit Urzeiten in vielen Ecken dieser Welt medizinhistorisch eine völlig normale Therapie gewesen sein mag. Die Verwerfungen in der Drogenpolitik des 20. Jahrhundert gehen glücklicherweise langsam vorbei und wir können heute mit wissenschaftlicher Erkenntnis noch besser verstehen, wie viel Kraft und Effizienz solche als natürliche Heilmittel gehandelten Substanzen eigentlich haben.  in natürlichen Heilmitteln steckt. Was könnte der Kratom-Baum leisten in der Schmerztherapie und eignen sich solche Gewächse auch zur Reduktion bei der Einnahme etwa von Opiaten?

Universität von Florida erforscht Kratom Schmerzmittel im Auftrag vom Gesundheitsministerium!

Gibt’s bei uns natürlich noch nicht, aber weil Karl Lauterbach bekanntlich gerne alle möglichen Studien liest könnte er ja eines Tages auch mehr tun für die Patientenversorgung mit Cannabis und eben Psychedelika. In den USA bekam die Uni von Florida nun den Auftrag, den Kratom Baum und seine Wirkungen in der Schmerzbehandlung genauer zu untersuchen. Es geht um die Substitution der Opioide und natürlich um Effektivität von Wirkstoffen, die besser vertragen werden als die übliche chemische Keule bei den entsprechenden Therapien.

Auch als mögliches Mittel gegen Abhängigkeiten von Drogen soll Kratom intensiver analysiert werden. Genannt wird beispielsweise das fiese Methamphetamin, bei uns als Crystal Meth bekannt, doch in Deutschland und Bundesländern wie Sachsen schlägt die Polizei vor allem auf Konsumenten ein als dass es echte staatliche Hilfe oder gar Wissenschaft zur Entlastung für Betroffene gäbe. Die Kratom-Pflanze könnte nach Ansicht der Experten in den USA künftig wichtiger werden bei Angeboten in der Suchtberatung – warum geht das eigentlich nicht bei uns und wieso werden in der Bundesrepublik Crystal User wie Kriminelle behandelt statt als von einer Suchterkrankung betroffene Patienten?

Wissenschaftliche Standards für Psychedelika?

Klinische Studien brauchen dergleichen logischerweise als Grundlage und doch ist das ähnlich wie bei Cannabis und der Hanfpflanze nicht ganz einfach mit der Untersuchung von Kratom. Es handelt sich bei solchen psychedelischen Substanzen nun mal um Gewächse, um eine Botanik, die unterschiedliche Gehalte an Wirkstoffen aufweist je nach Boden, Wetter und klimatischen Bedingungen. Die Inhalte chemisch nachbauen geht zwar, ist aber nicht zielführend für eine Anwendung natürlicher Produkte in der Schmerztherapie und für den Entzug. Auch die Konsumformen von Kratom wie Gras sind sehr vielfältig und keineswegs standardisiert, was die allgemeine Aussagekraft von Untersuchungen noch unter Vorbehalt stellt.

Kratom hat in niedriger Dosierung einen stimulierenden Effekt und wirkt bei höherer Dosis sedierend, ähnlich wie Opiate. Diese Ähnlichkeit macht die Substanz schon länger zu einer begehrten Anwendung für Suchtkranke, die zusätzlich von nur sehr wenigen bis gar keinen Nebenwirkungen profitieren. Eine Überdosis ist ausgeschlossen. 

Die Vereinten Nationen und die angeschlossene Weltgesundheitsorganisation WHO haben Kratom jedenfalls schon mal aus dem Katalog der vorgeblich gefährlichen Drogen entfernt. Auch in den USA ist das Gewächs nicht verboten und trotzdem gibt’s immer mal wieder Bestrebungen von selbsternannten Moralisten, doch dazu bitteschön einen ähnlichen Feldzug anzustrengen wie vor Jahrzehnten gegen das Cannabis! Aber die Fürsprecher sind in der Unterzahl und so kann nun offiziell auch durch Ministerien erforscht werden, was in der Praxis sowieso zur Anwendung kommt – wir werden Euch zeitnah zu Resultaten über psychedelische Substanzen in der Schmerzbehandlung und Suchttherapie informieren.