CBD-Öl Cannabis Abhängigkeit

Eine Abhängigkeit von Cannabis und übermäßiges Kiffen lassen sich laut Forschung auch durch die Verwendung von CBD-Öl reduzieren (Bild von subcom810 auf Pixabay).

Auf den ersten Blick erscheint es Kiffern vielleicht ein bisschen absurd, aber eine Entwöhnung von Hanf und Grasblüten ist durchaus möglich mit Hilfe der exakt gleichen Botanik! Studien zufolge können nämlich nicht berauschende Cannabinoide im CBD-Öl gegen eine Abhängigkeit von Cannabis wirken und das müssen wir uns mal genauer ansehen. Es entzieht sich ja auch niemand Schnaps durch Bier, aber der hierzulande selige Alkohol ist ohnehin für einen Vergleich mit dem so vielseitigen Marihuana Gewächs ungeeignet. Nicht ganz zufällig wird Cannabis auf Rezept verordnet, während alkoholische Getränke außer in Sibirien kaum als Heilmittel in Verwendung sind – was können die Inhaltsstoffe beim Cannabis gegen dessen Auswüchse tun und worauf sollten Kiffer bei einer Entziehung mit Cannabidiol achten?

Cannabis Entzug und Toleranz Pause beim Kiffen

Zunächst einmal ist es bei einer als Abhängigkeit von Cannabis gedeutetem Kiffen und der Überlegung zum CBD als Option wichtig, die Umstände einer solchen Indikation zu beachten. Längst nicht jeder Hanfkonsument, der öfters abends einen Joint zur Entspannung raucht oder auf den Partys am Wochende ist süchtig – auch wenn uns Politik, Medien und der öffentliche Duktus das natürlich weismachen wollen. In vielen Fällen steigert sich der Konsum gerade durch die Verbotspolitik bei Haschisch und Marihuana, weil eben keine Normalisierung der Cannabinoide besteht und es dadurch eine Menge Diskriminierung sowie soziale Ächtung dieses beliebten Genussmittels gibt. So sprach vor Jahren der frühere Gesundheitsminister der USA Jeff Sessions mal die berühmten Worte:

„Gute Menschen rauchen kein Marihuana.“

Es kann sich lohnen den eigenen Konsum erstmal kritisch zu betrachten und Druck, der alleine von außen kommt mit Verweisen auf Moral, Lebensführung oder gar auf den schon erwähnten Alkohol als „Kulturgut“ wie das die CDU/CSU gerne tut, ist sehr häufig kein guter Berater. Deshalb ist zu trennen zwischen

  • einer Toleranz Pause beim Kiffen, die eine Auszeit anstrebt um das Endocannabinoid-System im Körper nach einigen Tagen, Wochen, Monaten wieder mit allen Effekten durch Gras stimulieren zu können bis hin zum gewünschten Rausch durch THC und
  • einem echten Entzug von Cannabis, der bei wirklich problematischem Konsum erforderlich sein kann.

Wie beim Coronavirus Impfstoff sollten Menschen auch beim Hanf schon selbst in der Lage sein Risiken einzuschätzen und wissen, ob der Alltag durch die Cannabinoide bestimmt wird – was ein Warnsignal ist und Ausgangspunkt sein sollte für eine Entwöhnung. Wer am Morgen mit Eimer rauchen beginnt, keinen Tag lang ohne THC auskommt und ständig mehr Gras oder Haschisch braucht für die Wirkung, der hat ziemlich ein Problem. Neben den üblichen Verfahren in der Entzugsklinik und vielfach nutzlosem Gerede durch paternalistische Doktoren könnte der Entzug aber auch durch CBD-Öl unterstützt sein und dafür interessiert sich die Forschung mittlerweile ebenfalls. .

Was sagt die Wissenschaft zur Entwöhnung von Hanf?

Erst letztes Jahres gab es zum Thema CBD-Öl gegen Cannabis Abhängigkeit eine Studie mit 82 Probanden. Über mehrere Wochen steigerte man die Gabe von 200 über 400 bis schließlich 800 Milligramm Cannabidiol, das genauso wie THC, CBN, CBG, THC-O und viele mehr als Inhaltsstoff aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Eine Vergleichsgruppe erhielt das Placebo und siehe da – das Verlangen zu kiffen sank deutlich bei den Teilnehmern mit einem CBD Präparat! Besonders effektiv waren 400 Milligramm CBD und werden keine Nebenwirkungen berichtet.

Was braucht Ihr für den Selbstversuch?

Natürlich gibt’s keine Garantie und wer vielleicht bereits länger wie ein Assi lebt, permanent mit Kriminellen abhängt oder mit suizidalen Junkies, der sollte die eigene Situation schon sehr kritisch analysieren und im Zweifelsfall besser in einer Klinik einchecken. Allerdings ging Papst Johannes XXIII. explizit zu den Obdachlosen, Knastis und Drogensüchtigen und das sogenannte „Umfeld“ ist niemals verantwortlich für problematischen Cannabiskonsum – jeder Mensch hat hier die Möglichkeit zur inneren Distanz, auch wenn das in vielen Fällen sehr schwer bis fast unmöglich erscheinen mag.

Wir empfehlen für den Selbstversuch zum Entzug von Cannabis mit CBD folgende Parameter zu schärfen:

  • Zeitpunkt: Macht Euch klar, dass Ihr keinen Hanf mehr rauchen wollt, könnt, möchtet und für die Entwöhnung eine natürliche Substanz zur Verfügung steht, deren Effekte sich über einen gewissen Zeitraum entfalten müssen,
  • Umgebung / Setting: Wählt keine freien Tage für den Entzug, sondern nehmt das CBD-Öl am besten zum ersten Mal am Sonntagabend ein (oder was zu Eurem Wochen- und Arbeitsplan passt) und nehmt zusätzlich ein warmes Bad. Selbst wenn mit Cannabidiol die erste Nacht noch schwierig sein sollte – die Wirkstoffe im Organismus haben bereits mit der Arbeit begonnen.
  • Etappen festhalten: Die ersten Tage und Nächte sind am schwierigsten, aber nicht weil das THC irgendwie ausgeschlichen werden muss wie etwa im Fall der süchtigmachenden Schlafmittel! Per se ist diese Substanz auch noch einige Wochen später im Zweifelsfall nachweisbar, aber lange nicht mehr wirksam und bei der Entwöhnung geht’s um die durch das Kiffen lange Zeit über Gebühr beanspruchten Rezeptoren im Endocannabinoid-System. Diese werden jedoch im Gegensatz zum „kalten“ Entzug durch das beruhigende CBD so stimuliert, dass wir schlicht entspannter sind im Umgang mit dem Verlangen nach einem Joint.
  • Trigger erkennen und reflektieren: Ein großes Problem für Leute nach der Entziehung sind Schlüsselreize und manche verschanzen sich praktisch vor dem Leben, was ja auch wieder nicht Sinn und Zweck sein soll für den Neustart. Hier müsst Ihr zusammen mit dem CBD-Öl eine Weile schlichtweg naturalistisch denken lernen – wir Menschen fächern das Lustempfinden in allen möglichen Formen genetisch und kulturell aus. Wenn es dann nach Gras riecht und das Gehirn sagt „Lecker“, dann ist das schlicht normal für fühlende Wesen, aber trotzdem kein Grund diesem Reiz jedes Mal nachzugehen. Nur Hunde kehren zurück zu dem Ort, an sie sich am Vortag erbrochen oder erleichtert haben und solche Zwangshandlungen sollten wir reflektieren und einfach vermeiden lernen.

Wer kein CBD-Öl mag als etwa triefende Substanz für den oralen Verzehr, der findet auch Grasblüten mit dem Wirkstoff, Liquids und sogar Badekristalle, die bestens passen zum Einstieg in den Entzug vom Cannabis und von THC. Bei der Dosis wählt am besten ein mittelstarkes Präparat und wenn das nicht reicht lässt sich dieses Level problemlos steigern – eine Überdosierung mit Cannabidiol ist ausgeschlossen.