Hanfkonsum Shacarri Richardson

Die Sprinterin Shacarri Richardson bekommt eine Sperre für den Hanfkonsum und sollte statt Buße tun sich besser offensiv pro Cannabis verteidigen (Bild von Free-Photos auf Pixabay).

Da hat Japan aber noch mal Glück gehabt: Olympische Spiele sind eigentlich immer ein Fest, aber das Land der aufgehenden Sonne steckt weiter fest in der Pandemie und nun kommt in der Leichtathletik im Vorfelds des Events auch noch ein Skandal mit Cannabis dazu, was zwischen Tokio und Osaka praktisch gleichbedeutend ist mit dem Untergang der Menschheit. Kiffen gilt als Todsünde auf der Insel, aber muss sich die gerade auf THC getestete Sprinterin Shacarri Richardson für ihren Hanfkonsum wirklich entschuldigen wie das von japanischen Usern regelmäßig zur maximalen Demütigung erwartet wird? Einen Monat ist die Dame gesperrt, kann wegen eines Joins vielleicht nicht starten und wir dürfen schon fragen, welchen Bezug zur Realität die Dopingregeln rund um Haschisch und Marihuana noch haben.

Cannabis ist im Sport zu Recht weit verbreitet

Während nämlich Steroide und Testosteron, Kälberblut und was sonst noch in die Sportler gepumpt wird von gerissenen Medizinern sehr wohl Risiken haben, ist der Hanf in erster Linie ein Heilmittel und gut geeignet zum Entspannen. Einige Verbände wie die UFC erlauben mittlerweile Cannabis, forschen sogar selbst und haben längst kapiert, wie vom Muskelkater bis zu den Schlafstörungen unzählige Beschwerden schonend gelindert werden können bei den Profis.

Richardson bat gerade im TV um Vergebung, aber warum eigentlich? Natürlich möchte sie an Olympia teilnehmen, stützt aber zugleich ein System, das den Völkermord an den Uiguren in China ignoriert – der Präsident Thomas Bach, ein Deutscher, ist eine besonders krude Figur, die Winterspiele ausgerechnet nach Peking vergibt! Dort werden Kiffer übrigens gleich erschossen, weil die Partei schlicht Angst hat vor Entspannung und das ganze IOC mit seiner Politik repräsentiert ein fast noch verlogeneres, korrupteres System als die FIFA.

Warum dürfen Sportler privat keinen Hanf konsumieren?

Überzeugend und schlüssig konnte das nach 60 Jahren immer noch kein Funktionär aufzeigen. Die besagte Sprinterin rauchte eigenen Angaben zu Hause ein bisschen Gras, weil gerade ihre Mutter verstorben war – warum gelten für diese Profis andere Regeln als im Rest der USA? Eine Leistungssteigerung durch Cannabinoide ist absurd, jeder weiß das der schon mal eine Tüte geraucht hat, also geht’s mal wieder um pure Gängelei während die Partner vom IOC selbst mit einem Genozid davonkommen.

Hätte Richardson erzählt, dass sie seit Tagen sich jeden Tag aus Trauer ins Koma säuft wäre niemand aufgestanden, aber beim THC handeln Politiker, Funktionäre und Medien wie Pawlowsche Hunde. Auch bei Opiaten oder Zigaretten gäbe es keinerlei Meldung und der Fall zeigt deutlich, wie verschiedene Lobbygruppen weiterhin versuchen, das Cannabis irgendwie zu diskreditieren. 

Schon bilden sich Initiativen in Übersee, die wollen eine Nominierung der Frau für die 4×100 Meter Staffel sehen trotz der Vorwürfe und vielleicht klappt es ja noch beim rechtzeitigen Ablauf der Sperre. Auch die untätige Welt-Anti-Doping Agentur sollte endlich die Wissenschaft checken und Cannabis von der Liste verbotener Substanzen nehmen, das System ist verstaubt und entspricht mitnichten den heutigen Verhältnissen. Die Forschung hat schon vielfach gezeigt, wie THC im Körper Stunden nach dem Konsum überhaupt keine Beeinträchtigungen mehr darstellt und es ist an der Zeit, die ideologischen Praktiken endlich zu beenden in Vorbereitung auf Olympia als ein Fest der Völker.