Starkes CannabisWir haben erst letzte Woche über einige Cannabis-Sorten berichtet, die sind im zweistelligen Bereich vollgepackt mit THC und so schön das für einen ordentlichen Rausch ist, so steht doch genauso die Frage nach möglichen Risiken im Raum. Das heute etwa in den USA erhältliche Haschisch und Marihuana ist viel stärker als die Puffe, die früher bei den Hippies zirkulierte und auch der Dealer im Görlitzer Park und Co hat nicht unbedingt derart starke Hanfsorten im Angebot.

Du kannst Dir die passenden Hanfsamen mit viel TCH online kaufen und solltest trotzdem mal einen Blick auf die aktuellen Studien werfen. Firmen, die mit Saatgut handeln, forschen an der maximalen Ausbeute, aber das Beispiel der Legal High´ s zeigt, dass eine möglichst starke Wirkung eben nicht unbedingt das Nonplusultra beim Kiffer darstellt. Wenn Du nur einmal am Joint ziehst und dann für Stunden in der Ecke hängst, dann ist das schon etwas übertrieben, ähnlich wie das flaschenweise Saufen von hartem Schnaps!

Neue Hanf-Sorten mit hohem THC-Anteil

Im Zuge der Legalisierung von Cannabis entwickelt sich ein Business, das gerade in Übersee den Profit in den Vordergrund stellt und wenn wir hier eine Investition in Cannabis-Aktien ins Auge fassen, dann kann ein erfolgreicher Player mit beliebtem Saatgut zweifellos ordentliche Rendite abwerfen. Zugleich wird der Konsument und Kiffer aber auch zugeschüttet mit neuen Sorten und während beispielsweise der CBD-Anteil oft genug nur bei einigen Hanfpflanzen robuste Level erreicht, ist es beim THC fast schon Standard, einen möglichst hohen, imposanten Wirkungsgrad auszuweisen.

Da passt es ganz gut, dass beispielsweise in Colorado aktuelle Studien aufzeigen, wie die Zahl der Cannabis-Notfälle in der Ambulanz ansteigt und selbstverständlich hängen Kotzorgien, Panikattacken und so weiter auch mit den bombastischen THC-Werten zusammen! Das ist fast schon ein wenig kontraproduktiv, weil gerade die dringend benötigten Forschungen zum CBD als therapeutische Waffe beim Medizinalhanf zugunsten von THC und dem schlichten Berauschen vernachlässigt werden.

Der Vergleich von Alkohol und Cannabis als Genussmittel: Ein bisschen ähnelt diese Verlagerung beim Hanf hin zum THC dann auch den starken Alkoholsorten wie Wodka und Weinbrand und nun stell Dir mal vor, Du würdest im Markt nur noch Schnaps, aber kein Bier mehr finden! Beim Alkohol ist Auswahl sehr wichtig, wir trinken schließlich mal einen Likör oder eben ein Pils und auch für Haschisch und Marihuana ist ein möglichst breites Angebot von Vorteil.

Risiken und Nebenwirkungen bei Cannabis?

Wenn im Zuge der Jamaika-Koalition dann auch die Freigabe von Hanf in Deutschland im Raum steht, dann ist ein Beipackzettel für den Konsum von Cannabis auf jeden Fall zu erwarten. Der Verkauf in der Apotheke, dann natürlich auch ohne Rezepte, könnte Beratung gewährleisten, wobei gut ausgebildete Betreiber von Head Shops ebenso für fachgerechten Verkauf und für das Kundengespräch geeignet sind. Als Genussmittel ist Gras sehr wohl mit Risiken verbunden, was durch einen extrem hohen THC-Wert logischerweise verstärkt wird!

Welchen Einfluss hat starkes THC auf das Gehirn?

Es ist eine Binsenweisheit und schon lange bekannt, dass THC das körpereigene Dopamin-System im Gehirn durcheinanderwirbelt. Dazu wird die Droge ja auch konsumiert, doch die gesteigerte Stimmung, Kreativität und alle weiteren positiven Wirkungen sind eben begleitet von Nebenwirkungen, die in Einzelfällen Schäden bei der mentalen Entwicklung bedeuten können! Der GABA-Neurotransmitter ist ebenso betroffen, THC wirkt hier geradezu blockierend und die ganze Bandbreite von Empfindungen geht auf eine Hemmung des Neurotransmitters zurück. Demgegenüber wirkt übrigens CBD nicht hemmend auf GABA, sondern vielmehr aktivierend und das erklärt dann die tolle Wirkung von Cannabidiol bei Angststörungen, vergleichbar etwa mit jener von Benzodiazepinen.

Die Cannabis-Industrie hat demnach eine enorme Verantwortung und hier muss die Politik im Zweifelsfall für den benötigten Ausgleich sorgen. Beim Alkohol wird ja auch zwischen Bier- und Branntweinsteuer unterschieden! Es ist gut vorstellbar, dass man Hanfsamen mit viel THC in Zukunft stärker besteuert als die in erster Linie therapeutisch wirksamen Sorten mit hohem CBD-Anteil. Ob es jedoch in puncto Wirksamkeit eine Obergrenze für THC geben sollte, ist fraglich, schließlich können wir Schnaps mit 80 % kaufen und am Ende sollte der aufgeklärte Konsument stehen, der Chancen und Vorteile genauso kennt wie Risiko und Nebenwirkungen beim Cannabis.