Steuereinnahmen durch CannabisNatürlich ist es immer auch kleines bisschen zynisch, wenn eine Rauschdroge, die zudem für den Genuss freigeben ist, mit den dabei erzielten Steuereinnahmen abgeglichen wird, schließlich kann Cannabis bei Dauerkonsum gerade in jüngeren Lebensjahren auch Schaden anrichten. Aber auf der anderen Seite ist die Hanf Legalisierung eine Möglichkeit zur Beseitigung des Schwarzmarktes, der sich nun wirklich keinen Deut um das Wohl der Konsumenten kümmert und so lohnt sich der Blick des Wirtschaftsprüfers auf Colorado, den besonders Cannabis freundlichen Bundesstaat am Fuße der Rocky Mountains. Dort ist Marihuana schon seit 2014 legal und dieser Tage gibt es ein paar interessante Zahlen zu den damit einhergehenden Einnahmen für Regierung und Staatshaushalt.

Dank Hanf mehr als 500 Millionen Dollar im Steuersäckel!

Diese wenn auch über drei Jahren verteilte, imposante Zahl wurde jüngst publik und Ihr könnt Euch vorstellen, was rund um Denver in letzter Zeit an Mengen über den Tresen der Cannabis Dispensaries gegangen ist! Bereits Ende Mai wurde die halbe Milliarde rechnerisch eingefahren an Abgaben. Interessant ist außerdem zu sehen, dass in Colorado pro Monat gut 100 Millionen Dollar mit Haschisch, Marihuana, mit Medizinalhanf und den entsprechenden THC Produkten umgesetzt werden. Solche Summen erzielt mit Sicherheit auch der Schwarzmarkt, die Dealer machen in Deutschland dicke Geschäfte, während die Amis zumindest in einigen Bundesstaaten das Geld lieber abfassen und dann in sinnvolle Projekte stecken.

Was geschieht mit den Cannabis Steuern?

Die vielen Millionen Dollar an Abgaben verwendet die Regierung von Colorado offensichtlich sehr klug und umsichtig, es werden neue Schulen gebaut, soziale Projekte gefördert, es gibt spezielle Programme zur Bekämpfung von Drogensucht, die in den USA dieser Tage vor allem mit Heroin und Crystal Meth gerade im ländlichen Raum endemische Ausmaße angenommen hat. Selbst Penner und Obdachlose erhalten Geld aus Marihuana Abgaben und das ist in der Summe eine auf jeden Fall erfolgreiche Entwicklung. Ob sich die deutschen Politiker davon berühren und vielleicht umstimmen lassen? Hierzulande gilt Cannabis zwar mittlerweile als Medizin, aber wird trotzdem behandelt wie die Büchse der Pandora, was sich schleunigst ändern muss. Warum sollen die Nafris und Dealer zwischen Frankfurter Bahnhofsviertel und dem Görlitzer Park in Berlin die dicken Geschäfte machen, unversteuert und ohne jede Qualitätskontrolle? Colorado zeigt, wie es viel besser gehen kann und das deutsche Gesundheitsministerium kann sich von der dortigen Verfahrensweise beim Cannabis inspirieren lassen, was jedoch leider aufgrund von verbohrter Ideologie in den entscheidenden Stellen bis dato ausgeblieben ist.

Quelle: westword.com