Cannabis Legalisierung Straßenverkehr

In Kansas wurden mehr als zwei Jahrzehnte an Statistiken zum Straßenverkehr und der Legalisierung von Cannabis verglichen – offenbar gibt es keinen Zusammenhang von Hanf und einer höheren Zahl von Verkehrstoten. (Bild von Mike Goad auf Pixabay)

Einer der letzten Mythen, die uns deutsche Gesundheitspolitik in puncto Hanf noch aufbinden will, ist jene Geschichte vom durch Cannabiskonsumenten gefährdeten Straßenverkehr. Kiffer sind angeblich unsicher am Steuer, bauen ständig Unfälle und das ist ein weiterer Grund, warum Haschisch und Marihuana auch für Erwachsene unbedingt verboten bleiben müssen.

Freilich ist auch in Deutschland die Hanfmedizin erlaubt und es stellt sich die Frage, wie hier nun verfahren werden soll. Vor kurzem hat sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig immerhin ein Eckchen bewegt und eingestanden, dass der Führerschein bei THC im Blut nicht ohne nochmalige Prüfung eingezogen werden darf. Nun gibt’s eine neue interessante Studie aus den USA, die konkret die Auswirkungen der Cannabis Legalisierung auf den Straßenverkehr untersucht – und die mit dem Märchen von den gefährlichen Kiffern auf der Straße aufräumt.

Universität von Kansas untersucht Verkehrsunfälle in mehr als zwei Jahrzehnten

Das sollte für empirische Klarheit ausreichen: Die Uni hat sich die Statistiken zum Straßenverkehr über insgesamt 23 Jahre angeschaut und dies mit dem Konsum und der Freigabe von Hanf abgeglichen. Solcherlei Studien gibt’s in Deutschland absichtlich nicht, aus guten Gründen für die betreffenden Politiker auf der Suche nach möglichst umfassender Bürgerverarsche. In Kansas jedenfalls haben die Wissenschaftler keinen Zusammenhang feststellen können – legales Gras erhöht die Quoten bei den Verkehrstoten nicht! Die Raten bleiben mindestens gleich zwischen Legal States und Bundesstaaten, die Cannabis nicht erlauben.

Wie sind die Resultate einzuschätzen?

Es gibt Rückgänge im Betrachtungszeitraum, es gibt hier und da einen Anstieg, aber davon sind alle Bundesstaaten gleich betroffen – es gibt keinen Zusammenhang mit der Legalisierung von Cannabis und der Anzahl von Verkehrstoten in der untersuchten Zeitspanne. Die Bedenken der Politik sind also Schwachsinn und vor allem ideologisch gefärbt, schließlich lässt sich mit tödlichen Autounfällen auf Droge als Schlagzeile immer noch gutes Marketing für die eigenen Ansichten betreiben. Dank der Studie können wir solche Tiraden aber bedenkenlos ignorieren – Fakten wie in der Untersuchung aus Kansas sagen mehr als das Geschwätz von Parteiideologen ohne Kenntnis der tatsächlichen Umstände!

Cannabis Mythen als Kontrollinstrument für Anti-Hanf Politik

Die aktuelle Studie fügt sich damit ein in unzählige Erkenntnisse, die über den Hanf erlangt werden und die neben der Verkehrssicherheit auch mit Mythen wie der Einstiegsdroge Cannabis aufräumen. Verständlicherweise versucht man das in Deutschland zu übersehen und wir sollten unsere Politiker mal fragen: Wissenschaftler, Patienten, Unternehmen und damit in der Summe Millionen erwachsene Bürger in den USA, Kanada, Israel – Sind das alles Idioten ohne Sinn und Verstand, deren Erkenntnisse man hierzulande einfach ignorieren kann? Das sollen wir in 2019 ernsthaft glauben?