Cannabis Schlaganfall Studie

Eine neue Studie zu Cannabis und Schlaganfall zeigt auf, dass der Konsum von Hanf kein Risiko in puncto solcher Erkrankungen darstellt (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay).

Gerne wird ja vor allem hierzulande politisch behauptet, dass Hanf krank macht, dumm, faul und vieles mehr – doch dann weisen empirische Studien beständig das Gegenteil nach. Jeder mag zwar selbst entscheiden, ob die Kompetenz eher bei der Wissenschaft oder bei den Bierideologen in den Parteien liegt, aber die oben angeführten Behauptungen über Haschisch und Marihuana sind fachlich betrachtet deutlich zurückzuweisen. Die Zeiten, in denen unwidersprochen Lügen über Gras erzählt werden können, sind vorbei und eine neue Studie zu Cannabis und Schlaganfall zeigt ebenfalls in diesem Bereich kein besonderes Risiko. Während Konsumenten des in Deutschland mit Nachdruck erlaubten Alkohol reihenweise sterben an Leberzirrhose und Co, leben Kiffer wohl ziemlich sicher ein gesünderes Leben. Natürlich passt das den Bierparteien nicht, aber wer Cannabis nicht von früh bis abends mit dem Eimer in den stärksten Sorten konsumiert, der wird auch keine Schlaganfälle erleiden – werfen wir also einen Blick auf die neue Hanf Untersuchung.

Vergleich medizinischer Daten zu Cannabis und Schlaganfälle

Da mussten die Wissenschaftler und Ärzte von der University of Mississippi natürlich in den Unterlagen aus dem Krankenhaus blättern, wo bekanntlich Patienten mit Schlaganfall behandelt werden. Wie im Fachjournal zur klinischen Praxis in der Neurologie nachzulesen, haben die Forscher die Quote der Schlaganfälle mit dem Konsum von Cannabis bei Patienten abgeglichen. Im Fokus standen die Attacken im Rahmen einer Ischämie, auch weißer Schlaganfall genannt, bei dem die Durchblutung des Gehirns nicht richtig funktioniert. Das Team der Mediziner fand hier jedoch keinerlei Zusammenhang zwischen Kiffen und den Schlaganfällen, was vorherige Studien schon angedeutet hatten.

Details der Hanf Studie im Überblick

Gecheckt wurden beinahe 10.000 Leute und deren Krankenakte, allesamt älter als 18 Jahre und nachweislich Hanfkonsumenten, was auch durch einen Urintest im Spital bestätigt wurde. Rund 20% der Probanden nahm regelmäßig Cannabis, ob nun rauchend per Joint, durch Inhalieren mit dem Vaporizer oder als Essen und Trinken etwa der beliebten Haschkekse. Dabei kifften übrigens besonders viele Männer. Von den etwa 1700 Patienten mit Gras im Urin erlitten 130 Personen zuvor einen Schlaganfall, während etwa 16% der Nicht-Kiffer einer solche Attacke im Gehirn durchmachen mussten.

Statt Cannabis fanden die Mediziner viel mehr heraus, welche Faktoren die Schlaganfälle weit mehr begünstigen und wir kennen diese Aspekte schon länger:

  • Lebensalter,
  • hohe Blutfettwerte und hohe Blutdruck,
  • Fettleibigkeit und Diabetes,
  • Herzprobleme,
  • Rauchen

Natürlich ist das nicht der vollkommen abschließende Beweis, dass Hanf überhaupt keine Risiken hat, dafür braucht es noch größere und weitere Studien zum Thema. Auch führten die Forscher an, die Vorgeschichte der Kiffer nicht weiter untersucht zu haben beziehungsweise wieviel Gras diese konsumierten, mit welchen Methoden und so weiter. Wie steht es außerdem um die körperliche Fitness der Hanf User und um Faktoren wie dem Body-Mass-Index. Wir warten gespannt auf weitere Studien zum Thema.

Risiken beim Kiffen minimieren: Empfehlenswert ist ein bewusster, reflektierter Umgang mit Cannabis. Auch die tägliche Einnahme muss nicht schädlich sein, wenn wir es nicht übertreiben und zum Beispiel schonend per Vaporizer am Abend ein paar Züge Marihuana verdampfen oder einen Space Cookie zum Einschlafen essen. Weltweit nehmen viele Millionen Menschen Cannabis ein und die Risiken scheinen aller Studienlage weit geringer zu sein als durch Tabak und vor allem Alkohol, den uns leider Politiker in Deutschland immer noch als vorbildlich aufschwatzen wollen. Außerdem gehört Gras nicht in die Hände von Jugendlichen, da es dort nachweislich ein Risiko geben kann im späteren Leben und wer diese simplen Parameter beachtet, wird wohl aller Voraussicht vom Kiffen weder sterben noch dumm oder faul das Leben in der Ecke liegend verbringen, wie uns das Bierparteien weismachen wollen.