THC-OWenn wir mal in die Welt der Cannabinoide einsteigen und dabei deren therapeutische Wirksamkeit zugunsten echter Potenz und Wirkungsstärke vernachlässigen, dann finden sich schnell einige besonders kräftige Vertreter. Lange galt THC-A hier als mit 99,9 % THC ausgestattetes Cannabinoid als Spitzenreiter, doch nun gibt es Berichte über THC-O, das wohl bis zu 300 % stärker wirkt als klassisches Cannabis. Soll man das wirklich konsumieren und ist dieser Stoff überhaupt in irgendwelchen Dispensaries etwa in den USA erhältlich?

THC-O bis zu 3mal stärker als THC?

Grundsätzlich handelt es sich bei dieser Substanz um ein bräunliches Öl, lösbar in Benzin oder auch in Ethanol. Entdeckt wurde THC-O schon vor gut 40 Jahren und damals extrahierten Forscher den Stoff aus dem THC, so ähnlich wie man das beispielsweise mit Heroin macht, das bekanntlich aus Morphium gewonnen wird. Das Verfahren samt Destillierung brauchen wir hier nicht erklären, doch offensichtlich war bei der Geburt des Cannabinoids der Zufall Pate und die US-Regierung hielt Ende der 1970er Jahre eine rechtliche Erfassung von THC-O für nicht erforderlich, schließlich ist dergleichen illegal auf der Straße nicht zu haben. Weitere Fälle der Extraktion werden aus England und aus Neuseeland berichtet.

Wirkung, Verfügbarkeit und empirische Studien

Sollte das Cannabinoid um 300 % stärker wirken als normales THC, dann könnt Ihr euch die Wirkung ausmalen und Forscher geben an, es handle sich um eine besonders halluzinogene Substanz! Das lässt sich kaum mit dem üblichen Gras vergleichen und es soll wohl auch eine gute halbe Stunde dauern, bis der dann sehr knallige Effekt einsetzt. Bei Tierversuchen wurde gezeigt, wie sich vor allem die Muskelspannung verändert. Kiffer oder auch Hanf-Patienten werden THC-O also kaum bekommen, zumal die immer neuen Rekorde beim Rauschfaktor vielleicht nicht das Optimum darstellen – sonst könnten wir ja gleich die widerlichen und gesundheitsschädlichen Legal Highs konsumieren, deren übertriebene Potenz sogar schon zu Todesfällen geführt hat. Also besser beim herkömmlichen Gras bleiben!