Cannabis Dealer im Wald

Ein einfallsreicher Dealer hat in Paderborn sein Büro zum Verkauf von Hanf an Kiffer und Patienten direkt im Wald eingerichtet – selbstverständlich wurde dieser Verbrecher mit allen Schikanen verhaftet. (Foto: Presseportal.de / Polizei Paderborn)

Eigentlich sparen wir uns hier all die Geschichten rund um Dealerei und die entsprechenden Razzien im Unrechtsstaat BRD, aber diese hier hat es in sich: Während der Amazonas-Regenwald (wie jedes Jahr) brennt und auch hierzulande wegen massiver Trockenheit die Strohballen auf den Feldern Feuer fangen, hat sich ein Dealer bei Paderborn mit Haschisch und Marihuana in den Wald gesetzt – zum Verkauf! Glücklicherweise zündete sich dabei niemand einen Joint an und warf diesen dann ins Gebüsch – man stelle sich die Schlagzeile vor in der BILD: Kiffer fackeln den deutschen Wald ab! Was war genau passiert im Unterholz von NRW?

Outdoor Hanf anbauen im Wald ist normal, aber Gras verkaufen ist schon sehr innovativ!

Müssen wir so sagen: Die Polizei auf ihrer Jagd nach Kiffern und Hanfpatienten kroch vor ein paar Tagen eine Bahnstrecke entlang und mit ihren Schnüffelnasen fanden sie einige Pfade, die irgendwie in Richtung Wald zusammenliefen. Selbstverständlich nahmen die Cops diese Fährte sofort auf – und fanden alsbald das Naturbüro eines Cannabis Dealers. Dieser hatte Äste und Bäume kreativ verknüpft, Bänke aufgestellt, Tische und sogar eine Garderobe für die Jacken oder so! Ganz genauso wie in einer Dispensarie also, wo Ihr in ähnlicher Aufmachung in den USA Haschisch und Marihuana kaufen könnt in großer Auswahl.

Als die beflissenen Beamten eintrafen, saß der Dealer gerade am Tisch und wog ein wenig Gras ab. Was für eine filmreife Szene! Dabei trug er Kopfhörer, Musik für Kiffer ist schließlich Pflicht, hörte so die Polizei nicht – und konnte deshalb leicht überwältigt werden. Danach ging es ab aufs Revier und obwohl die Cops den bösen Dealer am liebsten in den Hambacher Forst zum Kohlefördern eingesperrt hätten, durchsuchten sie erstmal die Wohnung dieses pfiffigen Verkäufers.

Was für Cannabis wurde gefunden zwischen Monokulturen?

Wie viel nun genau im Wald gelagert wurde und in der Bude des Typen aus Paderborn wurde leider nicht beschrieben, aber er verkaufte wohl ein Gramm für ungefähr 10 Euro, das ist in Deutschland bei kleineren Mengen Standard. Wer ein Kilo Gras möchte, der musste offenbar 5000 Euro hinblättern – die Preise sinken nun mal bei größeren Mengen! Auch in der durchsuchten Wohnung wurde Cannabis gefunden, ein ganz schlimmer Finger also, der sich anmaßt die deutsche Bevölkerung jenseits von legalem Schnaps mit Gras vergiften zu wollen. Das geht gar nicht – wahrscheinlich wird der Dealer aus dem Wald für Jahre in den Bau gehen.

Ob der gleichfalls vor Ort aufgefundene Holzkohlegrill in Zeiten höchster Waldbrandstufen auch noch gleich straferschwerend dazu kommt, wissen wir nicht – weil Kiffer aber in der BRD auch in 2019 mit aller Härte sanktioniert werden, dürfte er wohl eine höhere Strafe bekommen als beispielsweise Vergewaltiger oder auch vielfach aufgefallene Kriminelle.