Witzelei beim Cannabis

Wir schauen mal bei einer Debatte zu, die zum Wahlkampf in den USA stattfand – beim Thema Cannabis gibt es eine lobenswerte Normalität, die demokratische Kandidaten gerade ausloten. (Bild von kalhh auf Pixabay)

Ab und zu lohnt sich auch mal ein Blick nach Übersee, wenn es um den für 2020 anstehenden Wahlkampf geht – Donald Trump rüstet sich schon gegen einen demokratischen Herausforderer. Cannabis könnte in den Elections eine große Rolle spielen, schließlich sind gut zwei Drittel der Amerikaner für eine bundesweite Legalisierung. Während die Republikaner jedoch um sich selbst kreisen und gerne Hanf-Mythen aufwärmen, bemühen sich die Demokraten um klare Standpunkte. Jüngst gab es dazu passende Erklärungen für Hanf als echte Schmerztherapie und einen nur scheinbar bekifften Bernie Sanders.

Cannabis als Alternative zur Schmerztherapie mit Opiaten

Dieser Zusammenhang wird gerade untersucht bei Tests auch mit menschlichen Probanden und Hanf ist ohnehin seit Ewigkeiten ein Schmerzmittel aus der Natur. Pillendreher und Pharmariesen wollen hier einen Einsatz unbedingt verhindern, haben sie doch erfolgreich große Teile der USA von Opiaten abhängig gemacht! Während aber Trump und Konsorten darüber hinwegsehen wie auch Jens Spahn in Deutschland als Gesundheitsminister nichts tut für neue alte Heilmethoden, sind die Demokraten viel aktiver – und der Kandidat Beto O´Rourke hat hier nun die Debatte aufgemacht.

Als Politiker kennt dieser Mann viele Leute und kommt vor allem auch mit Veteranen ins Gespräch, von denen viele mittlerweile abhängig sind von Heroin dank gieriger Ärzte und Pharmakonzerne. Niemand weiß übrigens, wie viele ehemalige deutsche Soldaten nach Einsätzen weltweit süchtig sind nach Opiaten, die eben erstmal helfen gegen Schmerzen und Angst! Gut möglich, dass auch hierzulande Oxycodon und Tilidin solche Verheerungen bei den Ex-Kriegern anrichten.

Aktuelle Studien untermauern hier den Status von Hanf als wirksamer und hilfreicher Alternative zur Keule aus der Opiumpflanze und Cannabis hat auch keinerlei vergleichbare Nebenwirkungen. Die Verschreibung von Painkillers mit Morphium in unzähligen Fällen ist lediglich Resultat einer immensen Gier, die sich nun gegen die Menschen in den USA wendet. Hier ist der Hanf gefragt, so O´Rourke, der solche Angebote von Seiten der Ärzte bei einer Schmerztherapie gerne gesundheitspolitisch voranbringen will.

Hat Bernie Sanders vor der Debatte im TV gekifft?

Der ziemlich beliebte, aber wohl zu alte Kandidat bei den Demokraten mag Haschisch und Marihuana und hat sich massiv für die Legalisierung auch in seinem Bundesstaat Vermont eingesetzt. Bei der aktuellen Debatte wurde er deshalb gleich nach dem eigenen Hanfkonsum gefragt, meinte aber er habe darauf heute erstmal verzichtet. Sanders hatte vor einigen Wochen einen Herzinfarkt und wird sich vom Kiffen wohl fernhalten für eine Weile, aber an seiner Zustimmung ändert das nichts – die Erkrankung hat nichts mit Cannabis zu tun.

So gut wie alle Demokraten sind für die Freigabe von Hanf auf Bundesebene der USA, außer Joe Biden natürlich. Dieser weiße alte Mann aus dem Bilderbuch sieht zwar schnittig aus, hat aber kaum Konzepte für die Zukunft – Cannabis möchte Biden lediglich entkriminalisieren. Vielleicht sollte er sich besser mit den Aktionen seines Sohnes Hunter in der Ukraine beschäftigen?