Studiengebühr bei negativem Drogentest

In West Virginia erlassen Elite Unis und staatliche Colleges die Studiengebühren zumindest zum Teil, wenn die jungen Leute zuvor einen Drogentest auch zu Cannabis bestehen. (Bild von StockSnap auf Pixabay)

Diskriminierung geht auch andersherum: Einem aktuellen Bericht aus West Virginia zufolge erlässt man Studenten am Elite-College schon mal die Gebühren, wenn diese sich im Gegenzug auf Cannabis testen lassen und dabei kein THC angezeigt wird. So findet sich Hanf jetzt als Substanz auf einer Liste im Bundesstaat, die soll Fairness in der Bildung garantieren und die entsprechende Karriere, was aber irgendwie nach stumpfer Ideologie und gezielter Meinungsmache klingt.

Der Traum von der drogenfreien Gesellschaft

Solcherlei hängen bekanntlich auch die Schweden an, so dass ihr in Skandinavien schon mal 20 oder 30 Euro für ein Gramm Gras bezahlen müsst, von den Preisen für Alkohol ganz zu schweigen. In West Virginia träumen Sittenwächter den gleichen Inkubus, schließlich ist es aus Sicht des Staates ein Ziel, die Bürger ausgebildet, gebildet und bereit zur Arbeit wie drogenfrei in das Rad der Wirtschaft flechten zu können. Neben Cannabis wird übrigens auch anderes Zeug getestet, darunter Opiate, Kokain, Crystal Meth und diverse Medikamente. Allerdings dürfen Hanfpatienten ihren Konsum anzeigen und werden dann von den Tests ausgenommen – immerhin!

Wann werden die Studenten getestet?

Diesen Herbst geht’s los und natürlich dürfen die Kommilitonen ihren Drogentest von mehr als 30 Dollar selbst bezahlen, lol. Innerhalb von 60 Tagen vor Beginn des Semesters hat das zu geschehen und man hat sich wohl auch an verschiedenen, öffentlichen Programmen zur Arbeitsbeschaffung für Bedürftige orientiert. Auf Nachfrage konnten die Schulleiter nicht so richtig klar machen, warum ausgerechnet Cannabis auf dieser Liste gelandet ist, aber da hat wohl jemand hinter den Kulissen im etwas eingesäuerten West Virginia seinen Einfluss genutzt gegen den Hanf.

Medizinisches Cannabis ist dort eigentlich erlaubt, seit 2017 und damit so lange schon wie in Deutschland. Im Vergleich zu anderen Bundesstaaten kam das Programm nur langsam in Schwung, doch heute sind selbst Banken und Finanzdienstleister angeschlossen, was selbst in Oregon oder Colorado, um mal besonders erfolgreiche Legal States zu nennen, noch Schwierigkeiten macht.

Wird West Virginia Cannabis auch komplett legalisieren?

Die Gesetze dazu liegen bereits aus und es gibt viele Befürworter, die auch den öffentlichen Haushalt mit Cannabis sanieren möchten. Da wird schon mal mit 200 Millionen Dollar Extra gerechnet und vielerorts wird bei Hanf nicht mehr unbedingt ermittelt und verurteilt, vor allem wenn es sich um Haschisch und Marihuana in kleinen Mengen handelt. Alles recht verworren also und bis auf weiteres müssen sich Studenten an den staatlichen Colleges demütigen, nur weil ihnen dadurch vom System aufgeschwätzte Vorteile entstehen würden.