Vereinte Nationen Cannabis

Die Vereinten Nationen haben Cannabis neu und nicht als gefährlich bewertet und in den USA stimmt das Repräsentantenhaus für Hanf legal (Bild von Jens Junge auf Pixabay).

Die Legalisierung von Cannabis ist ein weiteres großes Stück näher gerückt durch die gerade erfolgte Entscheidung bei der UNO, den Hanf und seine medizinisch vielseitig nutzbaren Cannabinoide nicht mehr als gefährliche Droge einzustufen. Jahrelang ruhten sich faule Regierungen auf einer Vereinbarung aus dem Jahr 1961 aus, bei der vor vielen Jahrzehnten Pharmaindustrie, damals noch sehr religiös geprägte Staatschefs und die wenig standfesten, Vereinten Nationen einen Pakt gegen natürliche Heilprodukte aus der Hanfpflanze geschlossen hatten. Das war damals schon absurd und willkürlich, wirkt aber heute wie ein Relikt aus Zeiten, in denen noch der Pfarrer das Sagen hatte im Dorf. In einer historischen Abstimmung fiel das Voting pro Marihuana als Medizin aus und konkret wird das Gewächs damit aus einer Klasse Nummer 4 herausgenommen mit Wirkstoffen, die angeblich keinen Nutzen haben – Vereinte Nationen und die Cannabis Politik der Staaten sollten sich nun auch auf Hinweis durch die sonst wenig effiziente WHO endlich auf wissenschaftliche Fakten konzentrieren.

 Hanf als Medizin, Genussmittel und Politikum

In Deutschland wird Cannabis aktuell noch weiter schamlos benutzt, um von eigenem Versagen in der Drogenpolitik abzulenken – bekanntlich konsumieren immer mehr junge Menschen Schmerzmittel und Kokain, kiffen oft schon Minderjährige weil es eben keine Kontrolle gibt beziehungsweise den sicheren Verkauf im Fachgeschäft. Zugleich erfolgt wie selbstverständlich die Diskriminierung aller Konsumenten und sogar Patienten, die durch die Einnahme von Hanfprodukten als genauso schlecht abgestempelt werden sollen wie Maskengegner in der Coronavirus-Pandemie. Zwar haben die UNO durch die neue Entscheidung das Cannabis nicht aus Klasse 1 der einer Kontrolle unterliegenden Drogen herausgenommen, wohl aber die medizinische Wirksamkeit bestätigt. Das ist ein Einfallstor für Forschung und Wirtschaft, schließlich kann nun auch im Bundesgesundheitsministerium keine stupide Gräuelpropaganda über Haschisch und Marihuana mehr verbreitet werden.

Ein schlimmer Tag für die Bundesdrogenbeauftragte: Daniela Ludwig von der CDU/CSU, als offizielle Amtsträgerin direkt und persönlich verantwortlich für das Elend in Deutschlands Drogengesetzgebung, hat sich zum Voting bei der UNO selbstverständlich noch nicht geäußert – ein Blick auf den von dieser Dame vorgestellten Suchtbericht aus der vergangenen Woche zeigt, dass solche Politiker nicht einmal eine Debatte wünschen über den fairen und vor allem realistischen Umgang mit Cannabis im 21. Jahrhundert! Statt sich um ihren Job zu kümmern meint Ludwig in einem aktuellen Statement unverblümt, „Bei diesem Thema wird es in dieser Legislaturperiode in keine Richtung für irgendetwas eine Einigung geben.“ Harte Arbeit zumal mit einem fünfstelligem Gehalt auf Kosten der Steuerzahler ist Frau Ludwig also zu viel? Angesichts solch fataler Standpunkte in der Regierung dürften wohl noch mehr Jugendliche große Probleme bekommen, weil die offiziell befohlene Nichtstuerei und Diskriminierung beim Gras rauchen ganze Existenzen zynisch zerstört. 

UN-Konvention zu Cannabis und Drogen nicht mehr aktuell

Überall auf der Welt kapieren fortschrittliche, demokratische Politiker: Den Konsum von Hanf und überhaupt von Rauschmittel als kriminell zu betrachten ist absurd, sinnlos und führt ausschließlich zu noch mehr Problemen wie in Deutschland gut zu beobachten. Daher schwenken etwa US-Bundesstaaten wie Oregon gerade um, sehen die Leute nicht als Verbrecher, sondern als Bürger mit im Zweifelsfall dem Recht auf Hilfe und Therapie. Längst nicht jeder Kiffer will aufhören, wird aber ständig gezwungen, das Genussmittel Gras zu verstecken während gegenüber am Discounter die Flasche mit dem Weinbrand kreist, ganz legal und politisch als angebliches Kulturgut Alkohol sogar noch gefördert.

Kanada, Uruguay, Südafrika, Teile der USA und nun bald Israel, Luxemburg, Mexiko und einige mehr geben das Cannabis frei und fahren sehr gut damit. Junge Menschen kiffen weniger, schließlich ist Gras als normales Genussmittel wie zum Vergleich Zigarren eben nichts Besonderes, wird aber bei einer Legalisierung nur an Erwachsene verkauft. Die Kriminalität sinkt spürbar und die Menschen können aufatmen, auch und gerade nach den brutalen Einschränkungen der Grundrechte wegen dem Coronavirus. Zwar gab es beim Voting bei der UNO nur zwei Stimmen mehr für die Neufassung, doch ein Blick auf die 25 Gegner reicht, um deren gemeinsame Motivation zu erkennen. China als schwindelnder Verursacher der Pandemie, die Erdogan-Türkei, Nigeria als Weltzentrum für Phishing und Internetbetrug und dazu noch beliebte Destinationen wie Afghanistan, Libyen oder auch Irak und Kuba sind allesamt gegen Cannabis – wer gerne Gras raucht und sich Veränderungen wünscht, sollte solchen finsteren Ecken auf der Erde keinen Euro als Tourist hinterherwerfen.

US-Repräsentantenhaus stimmt ebenfalls für Hanf legal – auf Bundesebene!

Und dann erreicht uns passend zur wichtigen Entscheidung bei der UNO auch noch die Info, dass gestern Abend in den USA das Repräsentantenhaus für die Freigabe von Cannabis gestimmt hat und zwar auf Bundesebene! Ein Durchbruch, ein Knaller, auch wenn das mit dem baldigen Antritt von Joe Biden erwartet wurde. Selbst wenn dieser Antrag im Senat, wo die Republikaner die Mehrheit haben, scheitert, so ist die Marschrichtung klar – Biden und vor allem seine fesche Vizepräsidentin Kamala Harris haben versprochen, sich umgehend für die Legalisierung von Hanf einzusetzen. Die jahrelange, nutzlose Blockade durch Trump geht damit zu Ende und der größte Markt für Marihuana Produkte öffnet sich wohl bald vollständig.

Ein neuer Ton: Diverse Würdenträger wie etwa Mr. Nadler als Vorsitzender vom Justizausschuss betonen die Neuausrichtung der Cannabis Politik – es wäre nun Schluss mit der Einstufung als Strafsache! Kiffen ist Privatsache, das kann jeder selbst entscheiden und wenn es wirklich mal Probleme gibt, dann sollte sich das Gesundheitssystem darum kümmern und keine Polizeibehörde wie leider bei uns in Deutschland. Der „Krieg gegen die Drogen“ ist schon lange verloren, aber nicht aufgrund übermächtiger Gegner, sondern wegen der CDU/CSU Methode, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Zumindest in den USA geht solche Willkür nun glücklicherweise dem Ende entgegen.