Joints rollen

Die Regierungsinstitution NIDA bereitet die Erforschung von Hanf vor und bietet dazu Jobs für fünf Jahre, bei denen unter anderen tausende Joints gerollt werden müssen. (Bild von Hayley Zacha auf Pixabay)

Derzeit können sich Interessierte in den USA beim NIDA Institut bewerben, das heißt National Institute für Drug Abuse, um dort medizinisches Cannabis zu Forschungszwecken zu untersuchen. Nun gibt’s einen lustigen Bericht, was die Kandidaten alles können müssen für den Job, unter anderem zum Beispiel tausende Joints mit Haschisch und Marihuana rollen. Ein traumhafte Anstellung für Kiffer oder was?

Risiken und Nebenwirkungen von kontrollierten Substanzen

So lautet im Prinzip die Job Beschreibung und die Kontrakte sollen am September für fünf Jahre laufen. Nun kann sich jedoch nicht einfach jeder Straßenkiffer bewerben, da die Regierungsinstitution Fachwissen voraussetzt. So wird beispielsweise erwartet, dass

  • es eine Berechtigung zum Umgang mit Drogen der Kategorie I gibt – eine Lizenz wie in der Apotheke sollte also vorhanden sein,
  • ein Lager zum sicheren Aufbewahren von Cannabis zur Verfügung steht,
  • sich die Bewerber auskennen mit Dosierungen und Co, was mittels Analysetools erforscht werden soll,
  • es keine Aktivitäten für eine Legalisierung und ähnliches gibt mit den Fördergeldern.

Wissenschaft braucht Zeit und Engagement und das funktioniert in USA am besten mit Geld, so dass sich erfolgreiche Institute mit der Erforschung von Hanf bis zu 20 Millionen Dollar verdienen können!

Die Drehmaschine für Joints in Aktion

Das wollen die Regierungsvertreter sehen – Bewerber müssen tausende Joints rollen können, dürfen diese aber nicht rauchen. Zur Verfügung gestelltes Gras wird streng überwacht und im Prinzip ähnelt ein solches Prüfverfahren zu Forschungszwecken auch dem Umgang mit Pornographie im Internet oder das Führen von Waffen, wozu es in den USA ähnliche Untersuchungen gibt. Erforscht werden soll auch THC im Detail und die Institution NIDA soll sich offenbar einen Überblick verschaffen – wird hier die landesweite Legalisierung von Cannabis in den USA vorbereitet?

Wahrscheinlich ist das durchaus: Mit den Erkenntnissen dieser auf fünf Jahre angelegten Feldstudie lässt sich Hanf dann vielleicht besser durch die Regierung in Washington bewerten, die derzeit vor allem Untersuchungen aus den Legal States sieht, diese aber aus verschiedenen Gründen nicht wirklich anerkennt. Was nun erforscht wird, das hat gute Chancen auf eine rechtlich neue Bewertung – die etwas absurde Stellenbeschreibung hat also für Kiffer einen durchaus ernsthaften, vielversprechenden Hintergrund.