Korruption im Cannabisbusiness

Das FBI als Bundesbehörde hat in den USA gerade bekannt gegeben, man werde intensiver gegen Korruption bei Cannabis vorgehen – auch die Bürger sind zur Mithilfe aufgerufen.

Zwar ist Cannabis jetzt nicht die FIFA und es gibt noch keine Weltmeisterschaften zu vergeben, aber offenbar ist auch diese junge Branche etwa in den USA nicht vor Korruption gefeit. So hat jetzt das FBI dazu aufgerufen, die Bundesbehörde beim Kampf gegen Bestechung rund um Hanf zu unterstützen – konkret geht es auch um schwammige Behörden, die offenbar nicht so selten Lizenzen ähnlich ungeprüft herausgeben wie das in Deutschland mit dem Steuergeld durch die Regierung passiert. Hierzulande gibt’s leider noch keine Ermittlungen gegen Merkel und Co, aber dafür haften die USA vielleicht schon bald ein paar Leute weg, die es mit der Vetternwirtschaft beim Gras übertreiben?

Wo liegen die Verdachtsmomente bei Cannabis und Korruption?

Laut Ansicht der FBI Behörden ist die Vergabe von Lizenzen an Hanfverkäufer ein wunder Punkt: Anbauen, verarbeiten, veräußern – das alles muss beantragt werden und offensichtlich wird hier viel getrickst, vor allem in den weiter westlich gelegenen Bundesstaaten wie Oregon, Washington und Kalifornien. Dort ist die Vergabe von Cannabis Konzessionen dezentralisiert und wenn es stimmt, was uns das FBI erzählt, denn reicht dabei die Bestechlichkeit vom kleinen Büro im Erdgeschoss bis hinauf zu den Konferenzsälen in den obersten Etagen!

Warum werden die Behörden zur Bestechung gerade jetzt tätig?

Es gibt bis dato keine Meldung über ein Ereignis, eine Ermittlung oder dergleichen als Anlass für die ab sofort strenge Überwachung durch die Bundesbehörde. Wahrscheinlich rasselt das FBI ein wenig mit dem Säbel um die Legal States daran zu erinnern, dass es bei Haschisch und Marihuana auch trotz aller Freigabe immer noch Kriminalität geben kann – in Kalifornien zeigte sich erst im vergangenen Frühjahr eine solche korrumpierte Praxis rund um die Vergabe einer Lizenz beziehungsweise die Verhinderung einer eigentlich geforderten Schließung vom Hanfgeschäft. 

In einigen Staaten kostet die Cannabis Lizenz bis zu einer halben Million US-Dollar! Es ist also ohnehin recht teuer, das Business zu betreten, aber ganz allgemein zeigt der hohe Preis auch die Selbstsicherheit der Behörden – es besteht ja enorme Nachfrage nach der Zulassung. Viele Leute sind bereit viel Geld zu bezahlen und da liegt es nahe für einige Beamte, auch mal hier und da die Hand aufzuhalten.

Sollte die Zulassung für Cannabis Handel vereinfacht werden?

Hanf-Lobbygruppen allerdings wünschen sich eher eine niedrige und preiswertere Lizenz, damit gerade kleine, engagierte Cannabisbauern am großen Geschäft teilnehmen können. Das ist eine Frage der Fairness und lässt auch viel geringere Beträge über den Tisch von kleinen Beamten laufen, deren gelegentlicher Zugriff angesichts solcher Umstände zwar kriminell, aber menschlich fast verständlich scheint: Da packen schwerreiche Magnaten quasi Geldbündel auf das Tableau und fordern eine schnelle Bearbeitung – wer ist in einem solchen Moment wirklich frei von jeder Schuld?

Konkurrenz sollte jedoch allein den Markt kennzeichnen und nicht die Lizenz-Vergabe, das ist klar. Minderheiten wie die örtlichen Indianer sollten genauso einfach an einer Konzession kommen wie große Unternehmer und so ist die aktuelle FBI-Untersuchung zur Cannabis Korruption auch ein Weckruf an die Branche. Und selbst die Bürger der USA sind aufgerufen, so die Bundespolizisten, illegale Aktivitäten rund um den Hanf zu melden – werden sich Kiffer und Hanfpatienten künftig gegenseitig bespitzeln?