USA: Hanf an der Uni und kiffende Rentner

Hanf an der UniIn den USA geht es voran mit der Legalisierung von Cannabis und vor allem mit der Verflechtung von Hanf als völlig normales Heil- und Genussmittel in die Gesellschaft. Zu diesem Zweck gibt’s ab sofort in Philadelphia die Möglichkeit den Hanf ganz offiziell zu studieren! In Kalifornien dürften bald auch die letzten Flecken des Bundesstaats dank Kurier mit Haschisch und Marihuana beliefert werden und dann eröffnet im nächsten Monat eine besondere Klinik für Senioren, die sich auf die Behandlung mit Cannabis spezialisiert. Außerdem diskutieren wir in unseren Hanf News der Woche die Frage nach dem Datenschutz, schließlich wollen immer mehr Leute wissen, was eigentlich mit persönlichen Informationen beim Cannabis kaufen passiert.

Hanf an der Uni: Renommierte Universität bietet Cannabis-Studium an

Es gibt ja schon eine Weile sogenannte Cannabis-Universitäten im Internet, die bilden Euch aus als Fachleute für Haschisch und Marihuana, inklusive Zertifikat und intensivem Unterricht. Jetzt ist das Ganze noch mal ein Stückweit seriöser zu haben, an der Thomas Jefferson University in Philadelphia, wo ab sofort entsprechende Lehrgänge rund um Cannabis angeboten werden. Hintergrund ist das Bemühen der Lehranstalt, gerade auch Ärzte besser auszubilden, die sich nach der jahrzehntelangen Verbotspolitik in den USA nun besser mit dem Hanf und seinen Wirkungsweisen beschäftigen möchten.

Wissen schlägt Vorurteil

Natürlich würden Figuren wie Jens Spahn und Marlene Mortler als deutsche Politiker niemals eine Cannabis-Universität oder einen solchen Lehrgang belegen, dafür sind die viel zu ignorant und besserwisserisch. Wer hingegen mehr lernen möchte, den Hanf verstehen und für Patienten wirklich hilfreich anwenden will, der kann das bei renommierten Forschern tun in Philadelphia. Die Ausbildung zum Mediziner und Pharmakologen ist heute noch völlig frei von Cannabis, eine Bildungslücke angesichts der unzähligen vielversprechenden Erkenntnisse über die Hanfpflanze.

Krankenschwestern und Ärzte sollen besser verstehen, was geht und was nicht und die beiden bis dato vorgestellten Lehrgänge heißen dann konkret auch „Cannabis Medicine“ und „Cannabis Pharmakology“. Es wird eine Übersicht zu den Studien gegeben, über Therapieansätze und Möglichkeiten Hanf als Substitut für andere Präparate zu verwenden. Selbst sozikulturelle Aspekte und politische Hintergründe werden vermittelt, ein echtes Studium generale also für die wissbegierigen Hanf-Mediziner. Geplant ist außerdem ein Programm zur Graduation über die Chemie von Cannabis und dessen mögliche toxikologische Auswirkungen.

Kalifornien: Neue Regeln für Kuriere und THC-Werte

In den Legal States der USA ist Cannabis bekanntlich für jedermann ohne Rezept einfach zu kaufen und doch gibt es beispielsweise in Kalifornien Countys, die unterbinden den Verkauf durch regionale Regeln. Prinzipiell ist das möglich dank der besonderen Rechtslage, aber zugleich werden dadurch eben auch Kiffer im Bundesstaat in der Summe diskriminiert, was nach kreativen Lösungen verlangt. Bis dato sind etwa nur ein Drittel aller Städte und Countys in Kalifornien überhaupt mit Hanf-Verkaufsläden, den sogenannten Dispensaries ausgestattet! Damit wird die Legalisierung seit dem 1. Januar dieses Jahres fast schon zu einer Farce und so denken Politik und Wirtschaft über die Zulassung von Cannabis-Kurieren quer durch den Bundesstaat nach.

Dürfen Boten per Fahrrad Marihuana und Haschisch liefern?

Gut möglich, dass hier schnellstens die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden: Es geht nicht nur um die am Arsch der kalifornischen Welt wohnenden Kiffer, sondern vor allem auch um Hanfpatienten, die mit einem Lieferservice für medizinisches Cannabis endlich die richtige und wirkungsvolle Therapie in Anspruch nehmen können! Zurzeit wird in Kalifornien deshalb diskutiert, wie sich gerade auch die Werbung für solche Kuriere ausgestalten lässt – Reklame für Hanf ist ja bekanntlich für Kinder und Jugendliche nicht so optimal.

Neue Werte beim THC: Cannabis zum Essen und Trinken darf an der Westküste nun auch mit bis zu 500 Milligramm THC aufwarten, hier waren bisher nur 100 Mg erlaubt und das richtet sich an die Patienten, denen Haschisch und Marihuana bei allen möglichen Leiden die Therapie Nummer 1 geworden ist. Allein die kindersichere Verpackung muss gewährleistet sein, darauf werden die Behörden weiterhin streng achten. Wer für solche Produkte wirbt, darf sich ausschließlich an Personen über 21 Jahre richten, Rabattschlachten wie etwa „Kauf ein Gramm Gras und bekomme eins gratis dazu“ sind verboten.

Cannabis und der Datenschutz von Kiffern und Patienten

Mit der Freigabe von Cannabis mindestens als Medizin und in den USA in vielen Staaten auch für jedermann stellt sich die Frage nach dem Schutz der Daten ganz besonders. Während in Deutschland mit Sicherheit große Dossiers erstellt werden mit eigentlich privaten Krankenakten, wer weiß schon welche Gängeleien sich Jens Spahn und Co in Zukunft für Kiffer einfallen lassen, ist das in USA gleich noch ein Stückweit mehr akuter – geht es doch in Kalifornien gerade um die Herausgabe von Daten in ganz großem Stil zu kommerziellen Zwecken!

Dürfen Hanfgeschäfte Daten der Kunden sammeln?

Bisher gibt’s zu diesem Problem noch gar keine rechtliche Grundlage und so bemüht sich der kalifornische Senat hier um Klarheit. Auch ist der Vertrieb von Cannabis online beim Datenschutz eine große Herausforderung und den geplanten Gesetzen zufolge wird es den Hanfhändlern eben nicht gestattet, die Informationen der Kunden an irgendwelche Datenkraken auszuliefern! Nur wer hier zustimmt, dessen Infos lassen sich weitergeben und Ihr solltet dann beim Kauf von Haschisch und Marihuana in den kalifornischen Dispensaries genau aufpassen, was ihr im Zweifelsfall unterschreibt. Im besten Fall werdet Ihr sonst mit Werbung zugeschüttet per mail zum Beispiel, im schlimmsten Fall jedoch lässt sich das Ganze auch zur Diskriminierung nutzen – vom Arbeitsplatz über den Kredit bis hin zur Mietung einer neuen Wohnung. Logisch, dass möglicherweise auch Bundesbehörden gerne herumschnüffeln und den Kiffern dann Probleme machen!

Herausforderungen im Internet bei Cannabis online kaufen

Wenn schon jetzt die Hanfläden immer öfters zulangen bei den persönlichen Daten, dann ist der Kauf von Hanf online noch viel riskanter in den USA. Wer sich eine Waffe kaufen will, dem wird vielleicht das Kiffen vorgehalten und selbst wenn Arbeitgeber nicht einfach so herankommen an die Datensammlung, so bestehen doch eine Menge Probleme in puncto Sicherheit der Betroffenen. In anderen Legal States von Oregon bis Colorado ist das schon besser geregelt, dort ist die Sammlung und Weitergabe untersagt, was für Kalifornien als mit Abstand größtem Bundesstaat noch zu regeln ist. Wenn es einen Boom gibt wie beim Cannabis, dann taucht auch eine Menge Kroppzeug auf, das nutzt die Informationen für schändliche Geschäftsmodelle und hier ist die Politik zur rechtlich fairen Ausgestaltung der Legalisierung gefragt.

Altersheim mit Cannabis für Senioren

In Kalifornien ist jetzt die Einrichtung der ersten seniorengerechten Klinik und damit eines Altersheims geplant, das sich konkret auch um die Versorgung der Bewohner mit Cannabis kümmert. Im Süden von Los Angeles soll es bald zur Eröffnung kommen und vor Ort sollen die Senioren mit Haschisch und Marihuana, zugleich aber wie sonst überall auch mit anderen Mitteln behandelt werden. Dieses Modellprojekt könnte schnell Schule machen in unseren alternden Gesellschaften – ob das auch Gesundheitsminister Spahn von der CDU interessiert?

Welche Alterskrankheiten lassen sich mit Hanf therapieren?

Doktoren, Krankenschwestern und Pflegepersonal werden in Kalifornien mit Cannabis alles behandeln, was derzeit zur Debatte steht und ausreichend erforscht ist. Von posttraumatischen Belastungsstörungen über Parkinson bis hin zu den für Senioren typischen Essstörungen oder auch Schmerzen ist alles dabei! Selbst jüngere Patienten können sich bei der Privatklinik melden, auch wenn der Fokus vor allem auf älteren Pflegefälle liegt. Es ist ja nichts neues, dass viele Senioren schon jetzt in Eigenregie zu Haschisch und Marihuana greifen, dabei gute Erfolge erzielen und sich so das Geschäftsmodell dieser besonderen Klinik schnell bewähren könnte.

Senioren empfehlen das Gras auch gerne weiter und berichten in Umfragen zu sehr hohen Prozentzahlen über Verbesserungen ihrer Leiden. Die israelischen Betreiber kennen sich offenbar aus mit der Forschung, wird in Tel Aviv und Co schon seit Jahrzehnten am Hanf geforscht. Schon haben sich mehr als 100 Senioren gemeldet, die möchten sofort einchecken und alsbald werden diese älteren Patienten dann direkt und passgenau mit Cannabis behandelt. Ein Modell auch für Deutschland?

 

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