THCA auf RezeptDie Amerikaner haben derzeit nicht nur mit den Stahlimporten aus China zu kämpfen, sondern sind weiter sehr aktiv beim Thema Cannabis. Dieser Tage hat nun auch der eiserne Justizminister Sessions eingeräumt, dass es für die Treibjagd auf Kiffer an Beamten mangelt. In Maine hingegen wird was für kiffende Arbeiterschaft getan und in Virginia kann nun jeder Patient ohne Umwege die Cannabinoide CBD und THCA verschrieben bekommen. In Arkansas soll es bald legale Cannabismedizin geben doch dort streiten sich Hersteller und Gerichte noch ein bisschen um die Lizenzverteilung.

Jeff Session lässt kleine Fische beim Hanf laufen

Der oberste Cannabisjäger der USA Jeff Sessions hat jetzt zugegeben, dass sich die Jagd auf Kiffer mit geringen Mengen in der Tasche für die Bundesbehörden nicht lohnt. In den Legal States, wo der Hanf freigegeben ist, würden die Fußtruppen Sessions nur bei großen Dealern aktiv, so der Justizminister bei einer Rede zur amerikanischen Verfassung. Dahinter verbirgt sich freilich auch die schlichte Unmöglichkeit, ausreichende Ressourcen zur Jagd auf Kleinkonsumenten zu mobilisieren! Sessions sagte daher auch ganz klar, dass er zwar wolle, aber nicht könne und so droht den Cannabis-Smokern in den USA bis auf Weiteres von Seiten der Bundesbehörden kaum Gefahren. Vorsicht ist aber beim Übertritt von Staatsgrenzen angebracht – hier lauern oft die örtlichen Sheriffs am Freeway und bei Verdacht wird von diesen Cops auch schon mal ein wenig Grasgeruch im Auto erfunden, um durchsuchen zu können!

Donald Trump fordert Todesstrafe für Dealer

Der Chef von Jeff Sessions hat weiterhin keine echte Meinung zu Haschisch und Marihuana, jedenfalls fehlen uns bisher klare Aussagen zum Problem von Donald Trump. Für einen Aufreger rund um Drogen ist der Präsident aber immer gut und so hält er offenbar für das Beste, einfach die Strafen für Dealer zu verschärfen – angesichts der ausufernden Opioid-Krise in den USA ein zweifellos radikaler Ansatz. Cannabis könnte helfen beim Entzug von Opiaten, als Substitut und Ausgleich, aber hier hat der Milliardär im Weißen Haus bis dato wenig Einsicht. Ob sich am Ende ein Amerikaner gegen Heroin und für den Entzug entscheidet, weil den Dealern die Todesstrafe droht, das bleibt abzuwarten, schließlich war der gesamte „War on Drugs“ seit den 1980er Jahre ein Schuss in den Ofen.

Arkansas legalisiert Cannabis als Medizin

Der Bundesstaat, in dem Bill Clinton einst seine Karriere begann, hat nun auch die Hanfmedizin für alle auf den Weg gebracht. Beim finalen Meeting der betreffenden Kommission ging es schon um die Lizenzen und um die Krankheitsbilder, bei denen Haschisch und Marihuana als wirksame Arznei verschrieben werden können. Insgesamt soll es bis zu 32 Verkaufsstellen für Cannabis geben und wir dürfen schon mal nur zum Vergleich fragen, warum die Legalisierung in einem unbedeutenden Bundesstaat der USA besser funktioniert als im vorgeblich reichen und demokratisch regierten Deutschland.

Gerichte und Politik im Streit

Allerdings mischte sich in Arkansas jüngst ein Gericht ein, es geht konkret um die Klagen einiger Bewerber für Lizenzen. Solcherlei verzögert laut einer Kleinen Anfragen der PDS im Bundestag derzeit auch die Planung für den Cannabisanbau in der Bundesrepublik, aber natürlich steckt hierzulande die übliche Verzögerung durch die Politik selbst dahinter. Demgegenüber können in den USA die Kläger für und gegen Hanf-Lizenzen der Entscheidungskommission sogar Befangenheit vorwerfen! Bisher haben sich schon fast 100 Unternehmen für eine Cannabislizenz beworben, sie müssen Geschäftstätigkeiten, Erfahrungen und Steuernachweise vorlegen. Dazu kommen 100.000 Dollar Lizenzgebühr plus eine Anleihe in Höhe von 500.000 Dollar als Sicherheit und wir sind gespannt, wenn sich die ersten Hanfpatienten in Little Rock ihre Joints anzünden dürfen.

Maine reformiert Arbeitsrecht bei Cannabiskonsum

Ab sofort ist es Arbeitgebern im Bundesstaat Maine verboten, die Angestellten wegen des Konsums von Cannabis zu maßregeln. Wer außerhalb der Arbeitszeit kifft, darf nicht entlassen oder sanktioniert werden! Die betreffenden Behörden sagen dazu sehr passend, das wollen wir mal zitieren: „If it´s legal, it´s legal”, und so wird der Hanf von der Liste der verbotenen Substanzen genommen. Das ist echte Pionierarbeit und dergleichen ist bisher nicht mal in Colorado oder Washington am Start, weshalb wir den Machern in Maine Respekt zollen.

Drogentests gehören der Vergangenheit an

Natürlich dürfen die Arbeitgeber Cannabis auch weiterhin am Arbeitsplatz verbieten. Das ist dann nicht anders als beim Alkohol. Wer bekifft zum Job erscheint, der sollte auch in Zukunft Sanktionen erwarten. Allerdings wird ein Drogentest allein auch nicht mehr ausreichen, um die Leute zu feuern, schließlich weisen selbst die Gesetzeshüter darauf hin, dass Cannabis nun mal noch Wochen nach dem Konsum nachweisbar ist. Ausgenommen sind lediglich Angestellte der Bundesbehörden, dort gelten weiterhin restriktive Anti-Hanf Vorschriften.

CBD und THCA auf Rezept in Virgina für alle Patienten

Vor wenigen Tagen verabschiedete die Politik in Virginia ein Gesetz zur vereinfachten Verschreibung von Handmedizin. So dürfen nun alle Patienten CBD erhalten wie auch THCA mit weniger as 5 % THC, der Doktor allein entscheidet über ein Rezept. Doch was sind das eigentlich für Cannabinoide und warum lohnt sich der Einsatz als Therapeutikum?

Die Wirksamkeit der Cannabinoide bei Krankheiten

CBD, das Cannabidiol, ist ziemlich bekannt und bewährt, es gehört mittlerweile für viele Ärzte zu den wertvollen Alternativen zur üblichen chemischen Keule. Bei THCA, das ist das Tetrahydrocannabinolic, ist es ein wenig anders, weil diese Substanz nicht ganz so im Fokus steht. Es ist nicht psychoaktiv, hat also keinen Rausch zu bieten. Die rohen Marihuana-Blätter sind voll mit THCA und in den USA wird es gerne zusammen mit Smoothies konsumiert. In der Summe helfen sowohl CBD wie auch THCA unter anderem bei:

  • Übelkeit
  • Entzündungen
  • neurologischen Störungen
  • Krebs
  • Schmerzen und
  • Krampfanfällen

Offensichtlich ist das Zusammenspiel sehr wirksam und es gibt eine Reihe von Studien, die nun auch die Gesetzgeber im Bundesstaat Virginia respektieren. Schon gibt es unter Experten die Frage, welches Cannabinoid nun eigentlich besser verträglich und effektiver zur Behandlung von Krankheiten wäre! Augenscheinlich liegt ein massives medizinisches Potential vor. Ihr könnt THCA übrigens ganz simpel konsumieren: Man esse einfach ein paar rohe Cannabisblätter! Auch zum Salat oder in den Fruchtsaft passen die Hanf Leafs und in den USA finden sich bereit die ersten Süßigkeiten und sogar Hautpflaster mit diesem spannenden Cannabinoid.