Schokolade Cannabis im Blut

Offenbar ist das Fett in der Schokolade verantwortlich für verschiedene Testergebnisse beim Cannabis – sind also THC Werte für Hasch Brownies und Co nur ungefähre Angaben? (Bild von congerdesign auf Pixabay)

In Deutschland ist der Drogentest durch die Polizei auf der Autobahn berüchtigt und vielfach werden Kiffer wie Hanfpatienten mit dem Entzug des Führerscheins bedroht. Die dabei verwendeten Testverfahren spielen demgegenüber in den USA oder Kanada noch eine ganz andere Rolle, nämlich den Schutz der Freiheit und Bürgerrechte, wenn sich die Leute das legal erworbene Gras auf dessen Potenz untersuchen lassen können! Manchmal sind solche Tests freilich getürkt, werden durch einige Labors bewusst verzerrt um vor allem die THC-Werte als berauschendes Moment im Hanf nach oben zu treiben. Nun gibt’s neue Untersuchungen aus Übersee, nach denen vor allem Schokolade mit Cannabis falsche Messwerte liefert – lässt sich das auch für Deutschland irgendwie nützlich anwenden?

Die Welt des Cannabis zum Essen und Trinken…

…ist in Zeiten der Legalisierung bald größer als Hanf zum Rauchen, Verdampfen oder als Liquid! Die Cannabisunternehmen und Dispensaries als Fachgeschäfte bieten ständig neue Leckereien mit THC und CBD an, brauchen Getränke und peppen Süßigkeiten auf. Bis auch in Deutschland Hanf erlaubt ist, könnt Ihr vieles davon einfach zu Hause nachkochen und Backen, doch die köstlichen Hash-Brownies, die schokoladigen Hanfkekse, die sind schon seit vielen Jahren überall auf der Welt echte Klassiker für Kiffer wie Hanfpatienten. Und genau diese Candys haben sich Wissenschaftler in Kalifornien vorgenommen und herausgefunden, dass vor allem das beinhaltete THC in Produkten wie Space Cookies mit Schokolade ziemlich kompliziert zu testen ist!

Was untersucht die Hanf-Teststudie?

Einfach und konkret: Wenn eine Schokolade in der Dispensarie von Denver oder Los Angeles mit 10 Milligramm THC ausgeschrieben ist, dann könnte viel mehr vom berauschenden Cannabinoid drinstecken! Sollten sich die Kiffer dann ausgerechnet mit solchen Produkten – wir denken hier an den berühmten Fress-Flash – vollstopfen, droht eine Überdosierung, was dann auch beim ungefährlichen Cannabis zu wenig netten Erlebnissen führt. Zwar ist es, so die Wissenschaftler nach den Tests mit der THC-Schokolade, keine große Gefahr – doch es wirft eben auch einen weiteren Schatten auf die Checks zur Bestimmung der Potenz in Cannabisprodukten.

Fett als optimaler Löser für Cannabinoide

Kennen wir vom Hanftee: Marihuana in den Teebeutel, aufkochen und köcheln lassen – doch ohne ein wenig Butter in der Tasse werden sich THC und CBD nicht lösen! Ganz folgerichtig funktioniert Cannabis eben bestens wie schon erwähnt in Essen und Trinken, gerade beim Backen und entsprechend wirkt das Ganze dann auch besonders heftig in einer Schokoladenmischung. Das ist für die Testgeräte und Verfahren eine enorme Herausforderung, die Forscher nennen dies beim Cannabis das „Schokolade-Paradox.“

Auf die Größe kommt es an beim Hanf?

Normalerweise hat die Größe eines Hanfprodukts auch Einfluss auf das THC-Testergebnis – im Keks sind nun mal mehr Cannabinoide aufzufinden als in einem Stückchen Keks, doch das gilt eben nicht für Schokoladiges! Je größer ein Stück, desto ungenauer wurden die Ergebnisse bei der Studie. Dabei splitteten die Wissenschaftler die Schokies im Mixer und gaben dies dann in eine Zentrifuge, wo die Süßigkeit mit Hanf gefiltert und mit verschiedenen Verfahren getestet wird. Und dabei zeigte sich: Es hängt entscheidend vom Volumen ab – große Teststücken liefern andere Ergebnisse als kleine! Wie soll man da einen verbindlichen Wert für dieses oder jenes Cannabisprodukt ausweisen? Also macht sich Unsicherheit breit in den USA – auch dort können Unternehmen bestraft werden, wenn die THC Werte nicht stimmen!

Wahrscheinlich reagieren auch andere Angebote beim Cannabis mit Fettanteilen ähnlich. THC rutscht und flutscht nun mal bestens auf den Fettsäuren. Es braucht deshalb weit mehr Forschung zu diesen Anteilen der Cannabinoide, um rundum zuverlässige Angaben machen zu können. Hersteller sollten in ihrer Geschäftsidee nicht behindert werden, nur weil das Volumen bei fettigem Hanf Einfluss hat auf den Test – die Wissenschaft ist gefragt und Ihr solltet im Kopf behalten, dass Haschkekse mit Schokolade unterschiedliche THC Werte in eurem System bedingen. Leider ist es in Deutschland zum Beispiel beim Drogentest egal, wie Ihr konsumiert und welche Form Hanf! Aber vielleicht kann hier ein pfiffiger Anwalt nachweisen, dass Schokolade eben alles durcheinanderbringt und ein Richter pro Cannabis erkennt das eines Tages an?