Cannabis Reste Marihuana Staub

Was machen wir eigentlich, wenn sich jenseits der Marihuana Buds noch Cannabis Reste und Staub im Beutel finden – lässt sich das Kiffen und verwenden? (Bild von chuck herrera auf Pixabay).

Wahrscheinlich hat euch der Dealer schon mal Gras verkauft, das besteht aus ordentlichen Buds und am Boden der Plastiktüte vielleicht noch aus einer Prise Pulver. Nun kiffen wir erstmal das Marihuana, logisch, doch das ist irgendwann alle und im Beutel findet sich eben noch Staub und damit recht typische Cannabis Reste. Die Amerikaner nennen das „Shake“, meinen damit eben pulvrige, bröselige Pflanzenteile, die in den Bags zum Klippen vor sich hin trocknen. Können wir das eigentlich noch kiffen, diesen Marihuana Staub und welche Nachteile ergeben sich vielleicht für den durch das Netz der Gras-Buds gerieselten Hanf? 

Wie entsteht der Hanf Staub überhaupt?

Wenn wir eine größere Menge Cannabis lagern, egal ob nun in der Holzkiste, im Kartoffelsack oder eben in den kleinen Tütchen für den Straßenverkauf, dann lagert sich quasi aus den Blüten mit der Zeit ein wenig Pulver ab. Natürlich ist das Lagern und damit der Besitz von Hanf in Deutschland illegal dank einer dreist unfähigen Politik, aber Cannabis Staub bildet sich nun mal auch jenseits gesetzlicher Bestimmungen. Das können sein als Pflanzenreste zum Beispiel:

  • Teile von Blättern,
  • Stängel, die eintrocknen im Päckchen,
  • zerbröselnde Blüten, wobei das eigentliche Marihuana als Bud relativ lange zusammenpappt.

Und damit wir es klar sagen: Klar ist dieser Staub nicht das Gelbe vom Hanf Ei! Allerdings lässt sich dieses Graspulver noch gut verwenden, was wir wohl alle ab und zu tun, schließlich siebt nicht jeder Kiffer und Hanfpatient das Gras erstmal in Ruhe aus und wirft die Reste weg. Es gibt sogar Dealer, die haben sich auf den Verkauf der Cannabis Reste spezialisiert – aufgrund der wenig gefälligen Konsistenz werden hier dann auch niedrigere Preise aufgerufen.

Das legale Cannabis Business hat “Shake” im Sortiment: Außerhalb Deutschlands und damit vor allem in Übersee gibt’s eine faire und umsichtige Politik beim Hanf und so dürfen Händler in den USA und Kanada zum Beispiel vorgerollte Joints verkaufen. Diese werden mit dem Hanf Staub befüllt, das ist so eine Art Hilfsmaßnahme zum Verkauf möglichst aller Bestandteile der Cannabispflanze. Dann gibt’s wie beim gerade erwähnten Dealer in den Dispensaries als Gras Fachgeschäfte jenseits des Atlantiks große Rabatte für die Rester und das Pulver, was vor allem die Fans von Joints und Blunts anspricht, weniger beim Vaporizer und dessen Verdampfen von Grasblüten. 

Vor- und Nachteile von Cannabis Pulver

Und so sind die Meinungen über das Marihuana Shake geteilt. Klar ist das billiger und wenn die Qualität einigermaßen stimmt, dann lässt sich das prima verwenden für Cannabis Rezepte, weil dort die Konsistenz nicht so wichtig ist. Auch gibt’s Berichte, nach denen Graspulver besonders stark wirkt – immerhin lagen die Cannabinoide oft lange in einem luftundurchlässigen Plastikpack und daraus kann sich sogar Kief bilden, eine Art Haschisch!

Auf der anderen Seite packen einige Dealer eben auch Zeug rein, das wirkt kaum noch und wer möchte schon Samen rauchen oder harte Gehölz kompletter Stängel? Der Staub lässt sich beim Kauf höchstens durch den Geruch identifizieren – vielleicht sind ja sogar Legal High Drogen mit drin, die gerade bei einer Anwendung durch Hanfpatienten schwere Komplikationen nach sich ziehen können. Die enorme Trockenheit nervt manche Kiffer beim Rauchen, die Brösel-Reste schmecken eventuell harsch und wenig smooth wie gewünscht.

Jenseits vom Joint: Wozu lassen sich die Reste vom Marihuana verwenden?

Hier stehen ganz logisch die Methoden zur Verfügung für den Cannabiskonsum, die nicht auf Rauchen, Verdampfen, Inhalieren setzen. Ein Hanftee ist empfehlenswert, aber dann bitte mit Beuteln, die wenig bis nichts vom Staub durchlassen. Das Pulver sieht so ähnlich aus wie die auf der Teefarm zusammengekehrten Reste von ganzen Blättern, was bekanntlich dann in die im Big Pack angebotenen Teebeutel im Supermarkt eingefüllt wird.

Auch CBD-Salben lassen sich gut mit den zerbröselten Hanf Resten herstellen. Essentielle Öle im Cannabis lassen sich bei solcher Kosmetik bestens kombinieren mit Klassikern von Lavendel bis Lemon und die Salben helfen bei Entzündungen, Schmerzen, trockener Haut sehr zuverlässig.

Cannabisbutter ist ebenfalls ein Tipp, da sich das Pulver gut binden lässt im Fett der Butter. Das erhöht mitunter auch die Potenz, weil das THC richtig zur Geltung kommt – Hanf auf dem Brot oder für das Kochen und Braten lohnt sich immer, wofür ihr eben gerne die Pflanzenreste verwenden könnt anstatt die teuren Grasblüten.