Cannabis Waffen Illinois

Die Legalisierung von Cannabis in Illinois berührt auch das Recht der Amerikaner auf das Tragen von Waffen – ändert sich wegen Hanf die Rechtslage? (Bild von Markéta Boušková auf Pixabay).

Zum Vergleich: Im Merkel-Land Bundesrepublik sind für erwachsene Bürger und Steuerzahler weder Waffen legal noch Cannabis und so lesen wir dann auch die Berichte rund um die Legalisierung in Illinois ein bisschen mit Neid. Seit dem ersten Januar sind Haschisch und Marihuana nämlich erlaubt rund um Chicago und diese großartigen politischen Neuerungen berühren mitunter andere Bereiche der Rechtsprechung. Deshalb beeilt sich gerade die Senatorin des Bundesstaats am Lake Michigan, den Bürgern ihr Recht auf Waffen zu versichern – auch für Kiffer und Hanfpatienten sowieso ist das Tragen von Pistole und Co in Ordnung.

Bürgerrechte beschneiden? Nicht in den USA!

In Deutschland ist die Gängelei der Bevölkerung und praktische Entrechtung offizielle Richtung der Drogenpolitik unter Angela Merkel, gepaart natürlich mit maximalem Nichtstun und Aussitzen jeder gut gemeinten Debatte. Das funktioniert in Amerika nicht so einfach und die Bürger vor Ort machten sich Sorgen wegen dem Cannabis im Fachgeschäft. Die Senatorin Laura Ellman weist Informationen zurück, nach denen Waffenbesitzer und Hanf Käufer in gleichen Dateien landen, was dann zur Beschränkung von ID Karten zum Führen von Knarre und Schnellfeuergewehr führt. Bei uns werden selbst Sportschützen bis zum Erbrechen von der Politik bedroht, doch die Amis sind fair und die Politik regiert für und nicht wie hier gegen die Bevölkerung bei Haschisch und Marihuana.

Keine Datensammlung: Die Senatorin versichert, es würden keine Daten gesammelt beim Cannabis kaufen in den Dispensaries – das wäre rechtlich verboten und die Fachgeschäfte dürfen nur Personalien einbehalten etwa zum Studium des Konsumverhaltens, wenn die Käufer dem zuvor eindeutig zugestimmt hätten. Das sei umfassend im hinter der Hanf Legalisierung stehenden „The Cannabis Regulation and Tax Act“ geregelt.

Waffenbesitz und Kiffen in Illinois

Der Bundesstaat ist einer der wenigen, der eine Art Waffenbesitzkarte fordert beim Kauf und Vorhalten entsprechender Kanonen aus dem Fachhandel. Grundsätzlich werde das auch von der Staatspolizei akzeptiert und nicht weiter überprüft hinsichtlich von Cannabis – doch ein offenbar schwieriges Verhalten, etwa mit dem Joint im Mundwinkel beim Kauf einer Uzi 9 Millimeter, kann zum Einkassieren der Karte führen durch die Behörden. Hanf ist auf Bundesebene unter dem Irrlicht Donald Trump im Weißen Haus weiterhin illegal und die Behörden in Illinois empfehlen Kiffern wie auch Hanfpatienten, im Angesicht von herumschnüffelnden Bundespolizisten auf Cannabis zu verzichten.

Cannabis Freigabe läuft erfolgreich an: Zum Jahresbeginn öffnete die Marihuana Fachgeschäfte von Chicago bis Champaign und allein am ersten Tag kamen mehr als 3 Millionen Dollar in die Kasse, wobei fast 80.000 Leute Gras kauften und dabei im Schnitt rund 41 Dollar ausgaben. Vor den Dispensaries bildeten sich trotz eisiger Temperaturen lange Schlangen und Experten erwarten für Illinois schon bald eine Angebotsverknappung, auch weil noch viel zu wenige Läden geöffnet sind. Bei den Steuern darf sich der Bundesstaat auf wohl 500 Millionen Dollar im Jahr und mehr freuen – eine vernünftige, am Bürger orientierte Drogenpolitik zahlt sich schnell aus, was außer in Deutschland, China und bei den arabischen Königen in immer mehr Ländern kapiert wird.