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In den USA wird Cannabis in der Regel (noch) aus den Dispensaries heraus verkauft.

Derzeit haben 33 Bundesstaaten in den USA Cannabis entweder frei verkäuflich für jedermann oder eben als Hanfmedizin erlaubt. Auch hat die Bundesbehörde FDA mit Epidiolex ein Medikament erlaubt, das bundesweit verschrieben werden darf und viele Amerikaner fragen sich, warum eigentlich die örtliche Apotheke kein Haschisch und Marihuana führt. Um Gras zu kaufen oder Hasch müsst Ihr Euch in die Dispensaries bemühen, das sind die für THC und CBD aufgebauten Head Shops mit dem ganz großen Angebot an Cannabis. Werden die Apotheker nun ebenso in das rasch wachsende Hanf-Business einsteigen?

Bundesrecht beim Hanf im Fokus

Experten halten einen Ausbau der Apotheken hin zum Verkauf von Hanf für eher unwahrscheinlich. Die harten Bundesgesetze und viele Besonderheiten in der Führung, Gestaltung und dem Unterhalt solcher Geschäfte stehen dem Handel mit Cannabis entgegen. Es ist das ständige Durcheinander von liberalen Gesetzen vor Ort etwa in einem Legal State wie Kalifornien oder Colorado – und eben dem Recht der Bundesbehörden, die sich Zugriffe zumindest theoretische vorbehalten. Es ist schnell denkbar, dass beim Verkauf von Hanf die Betreiber ihre DEA Lizenz verlieren und das ist gleichbedeutend mit der Schließung einer Apotheke! Zwar versuchen die Legal States hier einzuwirken, aber die Bundesbehörden wachen eifersüchtig über den eigenen Einfluss – auch wenn das auf Kosten der Patienten geht, die vielleicht keine Cannabis Dispensarie, sondern eben nur Apotheken in der Nähe haben.

Dispensaries: Der Aufstieg der Cannabis-Apotheke

Diese Verkaufsstellen, die bei uns vielleicht als Head Shops bezeichnet würden, haben keine DEA Lizenz, sondern eine Konzession des Bundesstaats. Vor Ort führt das freilich zu Schwierigkeiten, weil zum Beispiel eine Krankenhausapotheke kein Medical Marihuana am Start hat, das ein Patient, der eingeliefert wird, vielleicht für die Therapie braucht! Es kann ja passieren, dass bei schweren Erkrankungen wie Epilepsie große Gefahren für Leib und Leben auftreten – wer übernimmt dann die Verantwortung, wenn der sonst hilfreiche Hanf nicht zur Verfügung steht?

Neue Möglichkeiten dank Cannabis-Universitäten

Nun ist es bekannt, auch in Deutschland, dass Apotheker (und Apothekerinnen, wenn Grüne dort arbeiten) eine eher konservative Klientel darstellen – es gibt deshalb in den USA wenig wirklich zählbare Initiativen, die sich für schnelle Änderungen der Bundesgesetze beim Cannabis engagieren. Zugleich regiert bei den Amis aber der Greenback und alles ist dem Geld unterworfen, so dass einige geschäftstüchtige Pharmazisten sich schon bewegen. Schon geht es vor allem erst mal um Bildung und nicht wenige Apotheker schreiben sich bei den Cannabis-Universitäten ein! Diese Bildungseinrichtungen und Online Kurse sind sehr beliebt und können auch Euch helfen bei Know How und Abschluss, was Ihr dann im boomenden Hanf Business zu Geld machen könnt.

Und Apotheker haben eventuell auch einen anderen Kodex: Ein Betreiber von der Cannabis Dispensarie wird eher selten auf Risiken beim Kiffen hinweisen – in der Pharmazie zumindest ist das eher wahrscheinlich, vor allem auch bei Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Daher wird eine verstärkte Kapazität bei echten Apotheken zur Abgabe von Marihuana von Experten sehr begrüßt und auch wenn das derzeit aufgrund der beschriebenen rechtlichen Probleme noch schleppend läuft – zusammen mit dem Potential des Business, dem Wissen der Cannabis Universitäten und vielleicht auch einer realistischeren Politik in Washington könnten Amerikaner bald mehr Auswahl haben und den Hanf entweder beim Fachhändler oder beim medizinisch versierten Apotheker kaufen.

 

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