Cannabismedizin Politik

Die Politik hat bei der Cannabismedizin den Überblick verloren – Oppositionsparteien fordern mehr Klarheit für Hanf Importe und Cannabis anbauen (Bild von Mufid Majnun auf Pixabay).

Immer wieder berichten wir in diesen Tagen vom rund dreijährigen Jubiläum der Cannabismedizin in Deutschland – doch im faktischen Alltag läuft es überhaupt nicht rund. Ursachen dafür gibt’s viele, doch in erster Linie sind mal wieder blanke Ideologie und Ignoranz sowie massive Inkompetenz verantwortlich. Bei Anfragen durch die Opposition in Landtagen oder auch mal im Bundestag zeigt sich oft in erschreckender Weise, wie weit die Politik den Überblick zur Cannabismedizin schon verloren hat und unter welchen Zuständen viele Hanfpatienten leiden müssen. Nun ist das Versagen in der Versorgung der Bevölkerung mit Medizinprodukten gerade derzeit beim Coronavirus bestens zu besichtigen, für das obwohl seit Januar bekannt, eben keine ausreichende Schutzkleidung beschafft wurde. Schauen wir mal auf die Hinweise in der Drogenpolitik zur Hanfmedizin, die ist schließlich trotz aller Gängeleien durch die Regierung äußerst beliebt bei den Bürgern.

Anfragen und Auskünfte zur Drogenpolitik

Wenn einige Parteien wie die FDP oder auch die Linke hier und da mal nachfragen zu den Zahlen beim Hanf auf Rezept, dann gibt’s schwammige Infos – die Menge der Cannabis Importe hätte sich verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr, doch den eigentlichen Bedarf der Patienten, den kenne man nicht heißt es dann aus dem Bundesgesundheitsministerium. Klingt so ähnlich wie, die Kliniken und Altersheime brauchen wegen dem Virus aus China jetzt Masken und Handschuhe, aber wie viel genau, das wisse man nicht, es ist ja auch nie mit Umsicht und Fürsorge geplant worden.

Die FDP ist hier recht aktiv im Nachspüren dieses Versagens und kritisiert die absurde Abdeckung der benötigten Grasmengen für Patienten allein über Importe – derzeit ist das Coronavirus ein Schlag in die Lieferketten und wenn dann hierzulande die Leute keinen Hanf bekommen in der Apotheke, wieder an Schmerzen und Übelkeit leiden müssen, dann hat auch dafür der Jens Spahn und seine Partei der CDU/CSU die direkte Verantwortung. Wer weiß schon, wann und ob endlich auch mal auf heimischem Boden gewachsenes Marihuana trotz großspuriger Lizenzvergabe ausschließlich an ausländische Unternehmen in die deutschen Apotheken kommt?

Welche Mengen sind überhaupt erforderlich?

Während also die Bundesregierung nicht weiß, was kommt und wie viel gebraucht wird beim Cannabis, ist die Opposition offenbar schlauer. Die FDP fordert gleich mal die Erhöhung der jährlichen Mengen auf 50 Tonnen Gras, das wäre eine adäquate und sicher ausreichende Vervielfachung um das Zwanzigfache! Überhaupt ist es völlig unverständlich, wieso CDU/CSU und SPD als Regierungsparteien nicht mal im Ansatz einen Überblick haben, doch vielleicht ist das auch beabsichtigt – unter keinen Umständen möchten Politiker wie Merkel oder Söder und Spahn, dass Cannabis irgendwie normal erscheint, als hilfreiches und beliebtes Medikament. Lügen, Täuschen, Schwindeln sind deshalb die festen Konstanten in der bundesrepublikanischen Drogenpolitik.

Genehmigungsvorbehalt als Firewall und hinterlistige Falle: Eigentlich sind Patienten ja kranke Leute, die ein Rezept wollen zur Besserung, doch beim Cannabis haben Merkel und Konsorten die Beurteilung gleich noch den Bürokraten in der Krankenkasse überlassen – wieso in Deutschland nicht der Arzt entscheidet, wohl aber bei einem Hanf Rezept mit möglichem Regress bedroht wird, ist wahrscheinlich nur den Adepten solcher Unrechtsparteien verständlich. Durch den bürokratischen Mehraufwand dürften bis zu 40% Rezepte im Schnitt abgelehnt werden und das obwohl, der Gesetzgeber angeblich eine höhere Verschreibungsquote möchte. Wer das oder noch irgendetwas anderes glaubt im Merkel-Deutschland, der glaubt auch an die Chinesen als soziokulturelles Vorbild bei der Bekämpfung des im selbsternannten Reich der Mitte entstandenen Coronavirus.