Cannabis QR-Code

Wir schauen uns an, wie in Übersee die Wirtschaft beim Cannabis auf den QR-Code setzt, beispielsweise bei der Produkt- und Betriebsprüfung durch Kunden (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay).

Die leicht mit dem Handy einlesbaren QR-Codes sind als Vorboten der totalen Digitalisierung rund um 5G kaum noch wegzudenken aus unserem Alltag. Während in Deutschland die kleinen Kombinationen zum Beispiel an der Bushaltestelle aufgeklebt sind oder in Museen zu finden sind, gibt’s in den USA in immer mehr Bundesstaaten Hanf für Erwachsene frei verkäuflich – und genau dort findet dieser Code nun gehäuft Anwendung. Betreiber von Dispensaries, das sind Fachläden für Haschisch und Marihuana, schätzen die hohe Sicherheit und die Möglichkeit, viele Informationen zum Cannabis in den QR-Code packen zu können. So lassen sich etwa unseriöse Anbieter ausschalten, was natürlich auch der am Telefon klebenden Kundschaft gefällt.

Lizenzprüfung beim Cannabis per Smartphone?

Kalifornien geht hier gerade voll in die neue Entwicklung rein, ein entsprechendes Programm zum Kiffen mit dem QR-Code wurde vor wenigen Tagen vorgestellt. Käufer von Cannabis sollen mit Handy checken können, ob sie in einer Dispensarie mit Lizenz einkaufen und so feststellen, wie es um Qualität im Sortiment beim Gras bestellt ist. Das „California Bureau of Cannabis Control“ plant die Verbesserung der Verbrauchersicherheit und beim Kauf ist es dann möglich, wirklich alle erhältlichen Hanfsorten zu scannen und auf regulatorische Standards zu prüfen. In der Summe sollen die lizenzierten Cannabisverkäufer davon profitieren, die haben zurzeit noch große Schwierigkeiten mit einem ziemlich robusten Schwarzmarkt.

Getestete, hochwertige und legale Hanfprodukte

Das ist die von den Behörden beabsichtigte Troika, die der QR-Code sicherstellen soll beim Einkauf. Was für ein Unterschied zu Deutschland mal wieder, wo Cannabis kaufen beim Dealer nicht nur rücksichtslos verfolgt wird von den Behörden – sondern auch gefährlich sein kann dank keinerlei Aufsicht und Regulierung. Einige finstere Gestalten mischen Legal Highs in das Gras und wer nicht aufpasst, der bekommt dank der Verbotspolitik und der miesen Qualität vielleicht sogar gesundheitliche Probleme. Dafür ein herzliches Dankeschön an den Bundesgesundheitsminister Spahn! In den USA hören die Politiker nicht nur auf das Volk beim Cannabis, sondern setzen eine Legalisierung dazu auch fair um und achten wie jetzt bei den Codes auf Qualitätssicherheit.

Preiskampf mit dem Schwarzmarkt: Am Ende geht’s ums Geld, das ist bei Haschisch und Marihuana meistens nicht anders als beim Gammelfleisch im Discounter! So reüssiert der Schwarzmarkt in Kalifornien leider noch, weil legale Händler dank Steuern und Lizenzgebühren einiges an Kohle abführen müssen. Allerdings gibt’s Studien die zeigen, dass viele Kiffer und Hanfpatienten oft gar nicht wissen, welches Fachgeschäft nun legal offeriert – es gibt dergleichen in Kalifornien so viele und die Betreiber werden längst nicht alle kontrolliert. Neben verstärkten Kontrollen soll hier de QR-Code helfen und ziemlich sicher achten dann auch immer mehr Cannabis Kunden auf diese Gewährleistung. 

Wie funktioniert der Hanf QR-Code im Laden?

Sehr simpel. Kunden können mit dem Smartphone den Code scannen und werden dann online mit dem erwähnten Cannabis Kontrollbüro verbunden, das Infos zur Lizenz ausweist. Die Adresse des Geschäfts wird gleich mit angezeigt zur Prüfung. Es gibt auch ein Infovideo bei den Behörden, sozusagen das Gegenteil zu Deutschland, wo maximale Verblödung statt Aufklärung beim Marihuana erste Wahl ist für die Politik. Wer kein Handy hat mit QR-Scanner, der findet die Infos auch auf einer ausgewiesenen Website. Unsicheres Einkaufen war gestern – und bei Cannabis findet die Verbraucherfreundliche Prüfmethode einen optimalen Einsatz.