Ukraine Krieg Cannabis

Der Krieg in der Ukraine könnte auch die deutsche Cannabis Branche etwa durch steigende Energiepreise ungünstig beeinflussen (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay).

Aktuell brüstet sich Wladimir Putin mit seinen dicken Raketen in der Ukraine und wir Deutschen schauen wie üblich verängstigt bis arrogant oder eben gleichgültig auf das Geschehen. Aber hat der Angriff Russlands eigentlich irgendeinen Einfluss auf die hiesige Hanfbranche? Dieser Frage wollen wir heute mal nachgehen, denn bekanntlich ist die Wirtschaft und sind damit auch die Unternehmen rund um Haschisch und Marihuana schon durch das Coronavirus in Mitleidenschaft gezogen. Was beispielsweise bedeutet die derzeitige Inflation für das Gras? Der Krieg in der Ukraine lässt Cannabis in Deutschland nicht unberührt und auch so mancher Dealer respektive im Verborgenen aktive Hanfbauer wird in diesen Tagen mit höheren Kosten etwa beim Energieverbrauch konfroniert. Worauf müssen wir uns beim Kiffen einstellen?

Hanf Legalisierung in Gefahr?

Die Pandemie rund um den fiesen Erreger aus China wurde schon ziemlich eindeutig benutzt, um möglichst wenig tun zu müssen in der Politik und einige Beobachter fürchten nun mit Blick auf die dringend nötige Freigabe von THC ein ähnliches Muster. Wird uns am Ende vielleicht eine Story erzählt, nach der die Cannabis Legalisierung wegen Putins Krieg in der Ukraine derzeit nicht durchgeführt werden kann? Nach dem Märchen vom Fischmarkt in Wuhan und der bösen Fledermaus ist vieles denkbar, zumal Lügen und Fake News in der Gras Drogenpolitik seit vielen Jahren die übliche Grundlage für den Dialog mit den Bürgern darstellen.

Wie steht es um die internationalen Lieferketten für Cannabis Produkte?

Deutschland hat es in fünf Jahren Merkel nicht geschafft, den ohnehin absichtlich viel zu gering angesetzten Bedarf mit Medizinalhanf durch eigenes Cannabis anbauen im Land zu decken und ist wie bei Masken und Gummihandschuhen grundsätzlich von anderen Staaten mit einer klügeren Verwaltung abhängig. Unter anderem sind wir auf Gras Importe aus Spanien, Holland, Kolumbien, Lesotho und Australien angewiesen. Deutsche Steuergelder schaffen also auch beim THC mal wieder massig Jobs rund um den Globus statt in der Heimat für Wachstum zu sorgen.

Durch absurde Vorschriften wie der Pflicht zum Indoor Growing im Atomschutzbunker sorgen sich einige Grasbauern nun um die rasant steigenden Energiepreise. Die wenigen in der Bundesrepublik aktiven Cannabis Farmer werden ohnehin schon mit Bürokratie und Gängelei zugepflastert und da wird ein Krieg mit explodierenden Kosten für Rohstoffe logischerweise keine Entlastung schaffen.

Betroffen von höheren Preisen bei Öl und Gas sind nicht nur die Züchter selbst, sondern genauso auch Logistikunternehmen rund um Lagerung und Transport von medizinischem Marihuana. 

Ukrainisches Gras als Leuchtfeuer der Freiheit

Und dabei geht’s sogar direkt um die Ukraine selbst! Nutzhanf wurde auf deren fruchtbarer Schwarzerde schon zu Sowjet-Zeiten massenhaft angebaut und seit einigen Jahren gab es eine liberale Gesetzgebung, die den Anbau von medizinischem Cannabis viel fairer regulierte als in Deutschland. Eine Freigabe für Erwachsene rückt in greifbare Nähe, unter anderem mit der geplanten Erlaubnis für bis zu zehn Hanfpflanzen als Eigenanbau im Hause – doch dann kam der Wladimir mit dem Atomkoffer und statt Gras zu züchten werden nun Molotow Cocktails gebaut.

Krieg ist eben kein Vergnügen und wir können angesichts solcher Aktionen nur hoffen, dass unsere Politiker das Ganze nicht als Ausrede für weitere Jahre des Nichtstuns beim THC benutzen – der Kampf vor Gericht und der Druck etwa durch Demonstrationen für legales Cannabis müssen unbedingt weitergehen, eine Kapitulation sollten Kifferinnen und Kiffer genauso wenig in Betracht ziehen wie die tapferen Leute in der Ukraine.