ISS Raumstation

Auch auf der ISS Raumstation wird zum Thema Hanf geforscht.

Rundblick auf Entwicklungen beim Cannabis weltweit – wir schauen nach Mexiko und Spanien, wo es gegenteilige Entscheidungen gibt durch Gerichte zum Hanf. Die Iberer tun sich schwer mit den Cannabis Social Clubs, zumindest die konservativen Richter, während an den Traumstränden von Cancun und Acapulco wohl bald legal gekifft werden darf. Und dann geht’s diese Woche noch hoch zur ISS, wo Nutzhanf gezüchtet wird – bekommen wir also bald nicht nur Space Cookies, sondern waschechtes Gras direkt aus der Schwerelosigkeit einer Raumstation?

Spanien: Verfassungsgericht verbietet Cannabis Social Clubs

Bekanntlich dürfen die Leute in Katalonien rund um Barcelona nicht nur Unabhängigkeit von Spanien fordern, sondern auch kiffen – in den Cannabis Social Clubs als speziell iberische Version der Coffeeshops. In diesen Clubs braucht es nur eine Mitgliedschaft und schon dürfen die Member Haschisch und Marihuana anbauen, konsumieren, als Heilmittel verwenden. Doch so ganz legal war das eben nicht und nun hat das Verfassungsgericht in Spanien hier Unregelmäßigkeiten festgestellt. Werden die Hanf Clubs geschlossen oder ist die Entscheidung nur eine Tür in Richtung Legalisierung?

Hanf als Medizin für Spanien als erste Option

Begründung für das Verbot der Cannabis Social Clubs: Zum einen würden hoheitliche Zuständigkeiten in Spanien verletzt, Katalonien unterliegt nun mal keinen eigenen Gesetzen als unabhängiger Staat! Die Richter meinen, die Kiffer würden Gesetze verletzen und schwere Straftaten würden gedeckt – was auch immer wir uns darunter vorstellen dürfen. Zum anderen wird dem Cannabis eine therapeutische Wirksamkeit abgesprochen, wohlwissend, dass in anderen Ländern wie Kanada und den USA Hanfmedizin legal und extrem populär ist. Selbst Deutschland ist hier weiter und man darf schon fragen, wieso das Verfassungsgericht in Spanien auf den uralten Verbotsregelungen besteht.

Erst im vergangenen Jahr wurden die Cannabis Social Clubs, von denen es hunderte gibt in der Region, mit einem rechtlichen Rahmen versehen: Als eine Art Verein können die Mitglieder anbauen und das Gras in den Clubs rauchen, müssen jedoch die Volljährigkeit nachweisen. Zudem führen die Clubs Steuern ab – alles also im akzeptablen Rahmen und normalerweise kein Anlass hier einzugreifen. Die unfähige Regierung Rajoy jedoch hatte einiges gegen Kiffer und strengte das Verfahren an – ob sich die mittlerweile neue Mannschaft an der Staatsspitze Spaniens hier nun anders positioniert? Hanfmedizin wird jetzt intensiv diskutiert und auch eine komplette Legalisierung steht dank der Sozialisten in der Regierung im Raum – Wir werden Euch zeitnah informieren.

Mexiko: Anwälte streiten für Cannabis Legalisierung

Die Mexikaner haben einen neuen Präsidenten und der ist pro Hanf, was angesichts der Gewalt im Land rund um Drogen und Kartelle an der Grenze zu den USA sicher eine gute Position ist. Derzeit strengen sich aber auch einige Anwälte massiv an und klagen vor dem Supreme Court, um die Freigabe von Hanf zusätzlich zu beschleunigen. Es gibt zwar eine etwas komplizierte Struktur bei diesem Gerichtshof, der in unterschiedlichen Kammern Übereinstimmung in den Urteilen erreichen muss, aber es tut sich was in Mexiko, vielleicht sogar viel schneller als gedacht!

Hanfkonsum und Drogenkartelle im Fokus

In Mexiko sind nicht nur die Druglords rund um Tijuana und Co ein Problem. Cannabis hat keinen besonders guten Ruf, weil durch den endlosen Drogenkrieg viele Leute denken, Hanf habe immer mit organisiertem Verbrechen zu tun. Daher wählen die engagierten Advokaten auch Fälle zur Klage aus, die nicht nur die Richter, sondern auch die Öffentlichkeit über die eigentlichen Vorteile von Haschisch und Marihuana aufklären. Und siehe da – die ersten Urteile sind raus und positiv, wird das Verbot von Cannabis doch als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Mexikaner gewertet.

Es gibt schon jetzt ein paar Leute, die dürfen tatsächlich legal kiffen zwischen Acapulco und Ciudad Juarez! In den aktuellen Klagen geht es aber gerade auch um Hanfpatienten, um Kinder, denen Cannabis beispielsweise bei Epilepsie wohltuende Linderung verspricht. Und auch der eingangs erwähnte Präsident, Senhor Obrador, hat die Legalisierung im Blick – den Kartellen das Wasser abgraben, die Polizei und die Armee entlasten, Steuern einnehmen – so lauten die Argumente aus Mexico City. Das mexikanische Recht könnte sich schnell ändern und die umtriebigen Anwälte stehen Gewehr bei Fuß, um möglicherweise schon im Dezember 2018 neue Regeln für den Hanf in Mexiko erstreiten.

ISS: Cannabis im Weltraum anbauen?

Die Internationale Raumstation ISS hat jetzt auch Cannabis an Bord. Seit kurzem forscht ein Team aus Kentucky mit Namen Space Tango am Pflanzenwachstum im Weltall und hierfür wird eine etwa mikrowellengroße Growbox mit Nutzhanf vollgepackt. Wie wächst Hanf und wie wachsen Pflanzen inmitten von kosmischer Strahlung und wird es in einiger Zeit dann auch Haschisch und Marihuana von der Station auch auf der Erde geben?

Was sagen die Astronauten zum Hanf auf der Raumstation?

Vor einigen Jahren wurde in den USA die Forschung am Nutzhanf offiziell erlaubt, dabei sind vor allem die Bezüge zum Essen, Nährstoffen oder eben auch Medizin wichtig. Zudem zirkuliert derzeit ein weiteres Gesetz in den Kammern, das eine vollständige Freigabe des wertvollen Rohstoffs möglich macht – eine Vorstufe zur Erforschung und schließlich bundesweiten Legalisierung von echtem Cannabis. So können nun auch die Astronauten am Gras forschen und das ist ziemlich spannend.

Aufgrund der fehlenden Schwerelosigkeit könnten sich Pflanzen im All leichter entwickeln, so die Vermutung und es ist nicht verwunderlich, wenn neben Cannabis-Aktien beziehungsweise deren Firmen auch Bierbrauer sich im Weltraum engagieren – so geschehen bei Anheuser-Busch, die eine Untersuchung von Hopfen auf der ISS durchführen lassen. In Australien gibt’s schon Space Bier, das kostet allerdings 90 Dollar die Flasche und wir können über den Preis von Hanf aus dem Weltall derzeit nur spekulieren.

Litauen: Cannabis als Medizin legal

Dieser Tage wurde in Griechenland der Anbau von Hanf für medizinische Zwecke erlaubt und just im gleichen Zeitraum gibt nun auch Litauen Cannabis frei: Das Parlament in Vilnius stimmte mit 90 zu 0 Stimmen für die Legalisierung der Hanfmedizin und nun muss nur noch die Staatschefin Grybauskaite ihre Unterschrift unter die vielversprechende Gesetzesvorlage setzen. Hat diese Entscheidung Ausstrahlungscharakter in einer Region, die rund um Haschisch und Marihuana als schwierig gilt?

Kiffen in Litauen, Russland und Skandinavien…

…ist nicht besonders einfach, dazu teuer und oft von enormen Gängeleien begleitet. So haben sich die etwas heuchlerischen skandinavischen Länder dem Ziel verschrieben, alle Drogen zu bekämpfen und schreiben ihren Bürgern vor, nicht nur Flüchtlinge zu lieben, sondern auch Cannabis mit Leidenschaft abzulehnen. Konkret interessiert das zwar nur wenige Leute, aber auch in Russland und eben dem Baltikum ist die Lage ähnlich. Passt auf, wenn Ihr vor Ort nach Hanf fragt – es gibt dort noch recht viele Leute, die vergleichen unvermindert Cannabis mit Heroin und Co.

Schon ab Mai 2019 sollen litauische Ärzte künftig Hanf verschreiben dürfen. Es gibt noch keine Regeln im Detail, wir werden dazu aber zeitnah informieren. Gut möglich, dass die Entscheidung auch nach Estland und Lettland ausstrahlt, vielleicht ins benachbarte Finnland und wenn alles gut läuft, dürften weitere Staaten in der Region mitziehen.