Cannabis riechen

Wir zeigen mal auf, wie Cannabis auf keinen Fall riechen sollte – wenn Ihr komische Düfte wahrnehmt, ist das Gras wahrscheinlich schlecht (Bild von Julia Schwab auf Pixabay).

Gutes Gras hat einen in der Regel bestechenden Eigengeruch. Dieses Aroma von Zitrone über Holz bis hin zum Dieseltreibstoff bei ausgefallenen Hanfsorten gibt Auskunft über den Strain, die enthaltenen Terpene und damit in der Summe über die Qualität. In den amerikanischen oder auch kanadischen Marihuana Geschäften könnt ihr gerne am Gras schnüffeln und riechen was das Zeug hält, doch der in Deutschland agierende Dealer lässt das eher selten zu. Es empfiehlt sich aber immer, weil wir schnell Auskunft haben über den Gehalt und auch für Leute, die gerne Cannabis anbauen, ist gelegentliches Riechen Pflicht. Aber schauen wir uns mal die wichtigsten Infos an zum Thema, damit ihr wisst, wie Cannabis eben nicht riechen sollte – das bewahrt Euch vor miesem Hanf von wenig hochwertig sortierten Dealern.

Warum riecht das Marihuana tatsächlich wie frisch gemähtes Gras?

Dieses wenig erbauliche Geruch hängt mit dem Übergang vom Chlorophyll hin zum Ammoniak zusammen. Ein eindeutiger Hinweis, dass die Hanfbauern mit diesem Gras einiges falsch gemacht haben beim Trocknen und vor allem Kurieren direkt nach der Ernte. Leider kurieren längst nicht alle Produzenten egal ob nun beim Outdoor Growing oder Indoor Growing den Stoff und das kann erhebliche Einbußen bei der Qualität mit sich bringen. Auch ist Hanf viel länger haltbar, wenn gut kuriert und wer hier aus Profitsucht oder Ungeduld Zeit sparen will, bekommt heuartigen Geruch.

Wie bei Wein und Käse: Kurieren ist der Prozess zum Veredeln von Cannabis und das braucht Zeit wie bei besonderen Speisen und Getränken auch. Wenn ihr also Hanfsamen online kauft und dann Gras anbaut, auch wenn das illegal ist in Deutschland, dann werdet ihr die beschriebenen Noten und Düfte nur rauskitzeln mit geduldigem Trocknen und Kurieren. Dazu wird das Gras in eine Box gepackt, luftdicht und dabei vollständig trocken und geschnitten. Die Dauer der Kur ist nicht pauschal zu veranschlagen, aber wenn der Hanf beim Öffnen der Dose noch wie Heu riecht, braucht es noch etwas mehr Zeit. 

Will Euch jemand Cannabis verkaufen oder anbieten und es riecht sehr grasig, dann spart Euch lieber das Geld! Entweder schmeckt es geradezu widerlich selbst mit der besten Eis Bong oder es wirkt nicht beziehungsweise ist so schlecht, dass ihr nur ein bisschen Druck im Kopf spürt ohne das gewünschte High durch THC. Schlecht kuriertes Gras ist allerdings nicht gesundheitsschädlich, was bei einer anderen Geruchsanzeige hingegen sehr wohl der Fall sein kann.

Und wenn der Hanf nach Schimmel riecht oder wie Mehltau?

Dann auf jeden Fall Finger weg! Gierige Dealer schneiden ab und zu die Grasblüten einfach und packen die in eine Plastiktasche, was Hitze produziert und schnell Schimmel. Und der kann Lunge und vieles mehr belasten bis hin zu ernsthaften Konsequenzen. Ein nasses Handtuch riecht manchmal so ähnlich. Auch ist ein Befall von Pflanzen mit Schimmel schon in der Wachstumsphase möglich. Leider kann das in Deutschland oft passieren, weil Cannabis illegal ist und die moralisch verwerfliche Drogenpolitik Menschen lieber sterben lässt als für sichere, hochwertige Qualität im Fachgeschäft zu sorgen. Unfertiges Gras sozusagen, das ist immer gefährdet und neben dem Geruchstest schaut bitte immer auch den Hanf noch mal an – beim Schimmel zeigen sich die berüchtigten weißen Punkte und Flecken aus unserem Marihuana.