Die Linke in Deutschland für Cannabis

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Leute, wir haben ein Bundestagswahljahr und so langsam sollten wir mal schauen, was die Parteien in puncto Cannabis in den letzten Jahren so für uns Kiffer getan haben. Sicher, die CDU und SPD haben als große Koalition Hanf als Medizin auf den Weg gebracht, dabei aber absichtlich Chaos und Verwirrung gestiftet, um die Verschreibung und vor allem Bezahlung der Cannabis Medikamente möglichst kompliziert zu machen. Das wollen wir also nicht überbewerten, sondern vielmehr als eine Selbstverständlichkeit und nun stellt sich die Frage, ob erwachsene und freie Bürger auch das Recht haben sollen auf den Joint am Abend, auf Bong oder Vaporizer und das nicht nur bei schweren Erkrankungen! An dieser Stelle zeigt sich, dass vor allem die Kommunisten von der Linken sehr aktiv gewesen sind, aber ist das schon eine Wahlempfehlung für Kiffer?

Linke in Deutschland für Cannabis: Ideologie auch beim Hanf?

Bekanntlich verweigern sich die Krankenkassen in unzähligen Fällen, die Kosten für verschriebenes Haschisch und Marihuana zu übernehmen, wohlwissend, dass die Konsorten um Gesundheitsminister Gröhe das Ganze decken oder zumindest nicht sanktionieren. Ein Schelm ist, wer hier eine enge Verzahnung der Institutionen vermutet, aber in der Summe ist dieser Zustand unhaltbar und vor allem die ehemalige PDS macht sich für Cannabis Patienten stark. Und für noch viel mehr, wie wir gleich sehen werden.

Bekanntlich ist die Linke noch immer den Konzepten des Marxismus verhaftet und auch wenn der Klassenkampf heute weniger wichtig ist, bleibt es doch oft bei reiner Ideologie statt Realpolitik. Eine rot-rot-grüne Koalition nach der Wahl im September ist unwahrscheinlich, von Seiten der Linken verliert man sich lieber im Wunsch nach dem Austritt aus der Nato oder fordert Eurobonds für arme (und faule) Länder in der Eurozone. Beim Cannabis hingegen macht die Partei Dampf und verfasste dazu jüngst Aufrufe, Briefe und Forderungen an den verantwortlichen Minister Gröhe und seine Handlangerin Marlene Mortler. Darin werden die unhaltbaren Zustände rund um den Medizinalhanf angeprangert und es müssten sowohl klare, transparente und zuverlässige Verordnungen her, die dann auch eine Kostenübernahme zu fairen Preisen gewährleistet.

Die Bundestagswahl und die Frage nach der Legalisierung von Cannabis

Das Engagement der Linken in Ehren, aber angesichts der Machtverhältnisse im Bund müssten sich die Roten Verbündete suchen, die jedoch kaum vorhanden sind. Allein die FDP steht einer bedingungslosen Legalisierung von Cannabis, natürlich eng verbunden mit Jugendschutz und Kontrolle des verkauften Haschisch und Marihuana, gegenüber, doch die Liberalen sind die wohl am weitesten von der Linken entfernte Partei. Die Hanf freundlichen Piraten sind Geschichte und die eigentlich natürlichen Verteidiger von Gras und Kiffen, die Grünen, haben in jahrelanger Verantwortung etwa in NRW gezeigt, dass man zwar viel fordert wenn Wahlkampf ist, in der Praxis jedoch vor allem an Pfründen und an der Erziehung der Bevölkerung zu Gutmenschen interessiert ist, ein Umstand, der diese Heuchler für Kiffer eigentlich unwählbar machen sollte.