Ärzte-Verband Amnestie Marihuana

Die AMA als Mediziner Vereinigung in den USA fordert die Straffreiheit beim Cannabis und der Ärzte-Verband wollen eine echte Marihuana Amnestie (Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay).

Cannabis als Heilmittel kann sich bei einer ganzen Reihe von Beschwerden lohnen und zunehmend wird das auch von der herkömmlichen Schulmedizin anerkannt. In Deutschland gibt’s das Gras zwar nur auf Rezept und meist sehr zögerlich vom Arzt und Krankenkassen akzeptiert, aber das dürfte sich schnell ändern. So zeigt sich beispielsweise in den USA, das eine Ignoranz der beliebten Cannabinoide angesichts unzähliger Studien und positiver Erfahrungsberichte undenkbar geworden ist und dazu hat sich nun der Vereinigung der Mediziner offiziell bekannt. Der Ärzte-Verband fordert nämlich unverblümt die sofortige Amnestie für Menschen, die wegen Haschisch und Marihuana bestraft wurden! Unter der Kürzel AMA fungiert “The American Medical Association” ist für eine bessere Versorgung der Patienten aktiv und kann dabei auf tatsächliche Erfahrung verweisen in der Praxis. Solch ein Engagement wünschen wir uns natürlich auch von Leuten wie beispielsweise Frank Ulrich Montgomery, der als Chef vom Weltärztebund einiges bewegen könnte in der Bundesrepublik und Europäischen Union.

Qualifizierte Mediziner für mehr Behandlungsfreiheit beim Cannabis

Derzeit bestrafen die US-Bundesbehörden ziemlich an der Zeit vorbei Leute, die Cannabis konsumieren, anbauen und besitzen oder verkaufen – trotz einer Menge Bundesstaaten mit einer völlig gegenteiligen Drogenpolitik, die auf Legalisierung und Respekt setzt. Joe Biden im Weißen Haus hat viel versprochen, aber noch mehr getrickst und gerudert und so werden heute immer wieder exzellente Mediziner vor einer Karriere im Gesundheitswesen abgeschreckt.

Wer möchte schon Doktor werden und Hanf verordnen etwa bei Schmerzen, Stress und Schlafproblemen und dafür dann in den Knast wandern?

Manche Ärzte haben sehr wohl einen Eintrag bei den Behörden wegen THC und diese absurde Praxis verhindert faktisch Innovationen und damit eine bessere Versorgung der Patienten. Logisch, dass da nun auch die Verbände nicht mehr mitmachen und es braucht schon ein gehöriges Maß an Ignoranz etwa beim Präsidenten der USA, wenn das Land immer noch keine vollständige Legalisierung der bestens untersuchten Cannabinoide durchführt.

Strafamnestie wegen Hanfkonsum vollständig und automatisch löschen

Die Wiedergutmachung soll schnell und gründlich erfolgen und Schluss machen mit der üblichen Willkür rund um die bei staatlichen Stellen beliebte Einzelfallprüfung. Bürokratische Verzögerungen sind nach Meinung der Mediziner bei AMA unakzeptabel und die Damen und Herren Weißkittel aus Übersee würden wohl in Ohnmacht fallen angesichts der Verrenkungen, die etwa in Deutschland rund um das Cannabis Rezept veranstaltet werden.

Selbstredend steht der Verband für ein sofortiges Ende vom illustren „Krieg gegen die Drogen“, der nicht nur in den Vereinigten Staaten soviel Schaden verursacht hat und null Nutzen.

Auch der staatliche Rassismus in dieser Praxis der Marihuana Verbote, seines Zeichens wissenschaftlich mittlerweile sehr gut erforscht, gehört sofort beendet. Weitere Organisationen aus der Heilkunde sollten sich hier anschließen und den Forderungen der AMA folgen, gerade mit Blick auf Zulassungen für Ärzte, Prüfungen und vor allem auf den an Universitäten vermittelten Stoff über Cannabis als Medizin.

Nebenwirkungen von übermäßigem Hanfkonsum kritisch untersuchen

Zwar sind die Leute von AMA nicht direkt für eine Legalisierung, wollen aber gründliche Studien durch den Staat, der bis dato in Übersee genauso wenig Bescheid weiß beim Gras wie die Bundesregierung unter Angela Merkel. Bevor man sich hier eindeutiger positionieren könne auch mit Vorschlägen zur Prävention sollte die Cannabis Forschung mit Steuergeldern verbessert werden und wir können uns das Aufzählen folgender, vorgeblicher Risiken dann nur mit diesen bisher fehlenden Studien erklären. So berichtet der Verband nämlich von möglicherweise

  • mehr Unfällen im Straßenverkehr,
  • Gefahren für Kinder und Jugendliche,
  • einer größeren Zahl an Fällen in der Notaufnahme und
  • der nach einer Gras Freigabe zahlenmäßig steigenden Behandlung im Krankenhaus.

Allerdings hat die Wissenschaft diese Bedenken schon vielfach widerlegt und ein Blick auf die gegenwärtigen Untersuchungen zum Hanf Konsum lohnt sich. Trotzdem stellt man sich beim Verband der US-Mediziner korrekt auf, möchte an einer Verbesserung vom Gesundheitswesen auch beim Cannabis mithelfen ohne gleich das Kiffen für alle zu erlauben. Statt jedoch Menschen für die Einnahme von Haschisch und Marihuana zu bestrafen sollte der Staat vielmehr fürsorglich, respektvoll und im Zweifelsfall unkompliziert zur Seite stehen! Ein durchaus nachvollziehbarer Mittelweg also, der als Beitrag zur Debatte über eine faire Drogenpolitik im 21. Jahrhundert genauso wenig fehlen sollte wie eben die zumindest bei Behörden in Amerika noch nicht durchgedrungenen Cannabis Studien der Gegenwart.