Cannabis Aktien Börse

Aurora Cannabis Aktien sind bei deutschen Anlegern beliebt und trotzdem drückt ein zuletzt schwacher Quartalsbericht auf Hanf an der Börse (Bild von Gerd Altmann auf Pixabay).

Cannabis kaufen geht auch an der Börse und zwar in der begehrten, zuletzt aber stark schwankenden Form von Wertpapieren. Ein gerade bei deutschen Anlegern beliebtes Unternehmen ist Aurora Cannabis und deren Aktien sowie einen aktuellen Quartalsbericht nehmen wir heute mal in den Fokus. Ganz allgemein gilt Hanf als aussichtsreich, doch die Bauern und Verbraucher, Patienten und Unternehmen werden häufig weiter schikaniert und Staaten wie Deutschland versinken in politischen Schwindeleien statt endlich die überfällige Legalisierung von Weed durchzuführen. Entsprechend groß ist der Druck auf die Produzenten, die zudem oftmals gar keine Kredite bekommen und eine profitable Marge zu erwirtschaften ist meistens noch nicht möglich. Per se ist das am Aktienmarkt kein Problem, da Investoren betont in die Zukunft schauen – was aber können wir von einem Mega-Player aus Kanada erwarten, der weiter ziemlich exorbitante Verluste schreibt?

Eine Milliarde Kanadische Dollar Verlust für das Marihuana Unternehmen

Allein in 2022 mussten die Aurora Cannabis Aktien einen Gesamtverlust von mehr als einer Milliarde Kanadische Dollar verdauen, die zwar nicht so viel wert sind wie das Greenback Original aus den USA, trotzdem aber die Bilanz massiv verhageln. Das musste die Firma aus Alberta jüngst auf dem Parkett beichten und seit 2015 wurden in der Summe sogar mehr als fünf Milliarden Dollar Verlust gemacht. Bei solchen Zahlen ist natürlich Vorsicht geboten und Investoren schauen vor allem auf Zahlen, die Hoffnung machen für die Zukunft.

Die Netto Einnahmen der Firma sanken auf knapp 50 Millionen Dollar und auch beim wichtigen EBITDA konnte Aurora Cannabis keine echte Trendwende verkünden. Besonders enttäuscht waren Beobachter vom ungemein starken Rückgang beim Cannabis kaufen als Genussmittel, was in diesem Jahr viel schlechter zu laufen scheint als in den Vorjahren. Grasblüten zum Beispiel sanken von knapp 15 Millionen Dollar auf zuletzt 8,6 Millionen Dollar! Worauf bauen spekulative Anleger, die das Unternehmen weiter im Portfolio haben?

Cannabis Produkte 2.0 und die weltweite Legalisierung

Einfach nur kiffen ist schon längst nicht mehr trendy in modernen Ländern mit einer erfolgten Cannabis Legalisierung und zu den Hanfprodukten 2.0 gehören exakt dosierte Kapseln, Lebensmittel und unendlich viel Zubehör für den Konsum. Hier greifen die Verbraucher immer öfters zu und Konzentrate sind natürlich auch für Hanfpatienten eine exzellente Option zur Einnahme vom Therapeutikum aus der Botanik. Durch die Normalisierung der Cannabinoide werden völlig neue, wohlhabende Schichten der Gesellschaft erschlossen und hier gilt das kanadische Unternehmen als zuverlässig, erfahrene Referenz.

Deshalb sehen einige Experten schon heute das Licht am Ende des Tunnels: Aurora Cannabis Aktien könnten einen Schub bekommen durch die Verkäufe von Gras als Heilmittel, was im letzten Quartal um mehr als 8% zulegte! Die Profitabilität könnte durch das gezielte Cannabis Anbauen gesteigert werden und das Angebot von Hanfsorten, die von Schmerzen bis Stress alle möglichen Beschwerden lindern. 

Mit immerhin gut 480 Millionen Dollar in Cash verfügt man über recht hohes Eigenkapital und da kommen noch Immobilien wie vor allem Gewächshäuser zum Cannabis anbauen dazu, die übrigens gerade fertig wurden und noch lange nicht die volle Kapazität beim Indoor Growing erreicht haben. Die gigantische Gras Fabrik soll um die 150 Millionen Dollar gekostet haben! Der Durchschnittspreis für ein Gramm Marihuana ist zuletzt um etwa 10% gestiegen, was vor allem mit den höheren Energiekosten zu tun haben mag, am Ende aber in den Taschen der Hersteller landet. Interessierte Anleger checken deshalb die Bilanzen selbst wie auch die Trends und Entwicklungen im Allgemeinen und da zeigt die Kurve angesichts der extremen Popularität von Marihuana weiter steil nach oben.