Cannabis Aktien KW47

Der aktuelle Blick auf Cannabis Aktien in der KW48 zeigt deutlich steigende Kurse und wir schauen auf die Kurse an der Hanf Börse (Bild von Markus Winkler auf Pixabay).

In der vergangenen Woche schon zeigten sich börsennotierte Unternehmen rund um Haschisch und Marihuana als Geschäftsmodell recht robust und dieser Tage nun steigen die Kurse weiter. Was sind hierfür die Ursachen und welche Zuwächse können Anleger bei Cannabis Aktien in der aktuellen KW48 und bis zum Jahresende erwarten? Experten überbieten sich gerade mit neuen Analysen, aber die liegen nicht selten daneben, was mit der bisherigen Unkalkulierbarkeit dieser immer noch sehr frischen Branche zu tun hat. Vor wenigen Jahren noch wanderten Gras Dealer überall auf der Welt in den Knast und nun machen Firmen legale Umsätze in Höhe von vielen Millionen Euro. Gerade in den USA und Kanada mit der fairen und liberalen Drogenpolitik ist viel Fantasie drin, aber auch die bräsige EU muss sich nun bewegen, wenn man nicht den Anschluss auch noch bei diesen Innovationen verlieren möchte. Und dann ist da ja noch bald ein neuer Chef im Weißen Haus, der richtig für Furore sorgen kann rund um das beliebte, als Medizin und Genussmittel verwendete Cannabis.

Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen

Selbstredend ist Joe Biden der Hauptfaktor für die Zuwächse bei Cannabis Aktien auch in diesen Tagen der Kalenderwoche 48. Nachdem Donald Trump nun endlich den Schreibtisch räumen wird im Oval Office, könnte die Bahn frei sein für den Hanf legal auch auf Bundesebene der Vereinigten Staaten, was der bisherige Präsident durchaus sinnloses Taktieren ziemlich behindert hat. Ein Plan war beim Immobilientycoon wohl nie vorhanden und so goutieren die Anleger jetzt Bidens Pläne, zusammen mit der früher selber gerne kiffenden Kamala Harris für das Gras auf dem Parkett.

Auch in Mexiko tut sich was, nach dem dort Cannabis eigentlich schon erlaubt sein sollte nach einem Urteil des höchsten Gerichts im vorvergangenen Jahr – wir kennen freilich die üblichen Verzögerungen der Politiker auch in Mittelamerika, aber die Corona Krise braucht eben Fantasie bei den staatlichen Einnahmen der Zukunft, wenn man nicht gerade wie in Deutschland wieder alle Lasten dem Steuerzahler über entsprechende Erhöhungen bei bestehenden Abgaben aufbürden will. Hanf legal ist dazu auch eine Wiedergutmachung für das massive Unrecht in der Pandemie, so dass schlaue Staaten eben auch auf die Freigabe bei Haschisch und Marihuana ins Visier nehmen dürften.

Um die aktuellen Kurssprünge mit einem weiteren Faktor zu erklären verweisen wir auf neue Zahlen zum Umsatz mit Kiffen und Hanfmedizin in Kanada. Allein im zuletzt dokumentierten Monat September konnten die Firmen mit Gras gleich mal rund 250 Millionen Kanadische Dollar umsetzen, also gut 175 Millionen Euro und das trotz Virus und der eher geringen Bevölkerungszahl im Land des Ahornblatts. Die Nachfrage ist stetig am Wachsen und Investoren in Cannabis Aktien erwarten hier bei entsprechender Legalisierung in anderen Staaten viel Luft nach oben.

Welche Cannabis Aktien sind einen Blick wert?

Wir sind kein Fachjournal für Finanzanlagen und geben daher keine Empfehlungen, wo und welches Unternehmen jemand kaufen sollte. Aber ein Blick auf Bilanzen, Umsätze, auf den immer wichtigen Cashflow und das Eigenkapital zeigen dann schnell, dass man sich wahlweise zwischen noch preiswerten Firmen und den Branchenriesen der Blue Chips entscheiden sollte. Erstere bieten sicher noch ein paar Prozent mehr Aussicht beim Kurs, sind aber nicht so leicht herauszupicken – die Branche ist mittlerweile sehr groß und hier als Laie Analyse zu treiben kann ziemlich schwierig werden. Die Großen freilich kosten keine Cents mehr, haben aber ein laufendes Geschäftsmodell am Start schon seit Jahren, weisen die Bilanzen aus, sind dazu oft durch Prominente in der Werbung vertreten und vieles mehr. Besonders bekannt sind hier zum Beispiel:

  • Canopy Growth: Der kanadische Riese hat dicke Beteiligungen in petto, also ausreichend Cash für entsprechendes Wachstum, ist in der Forschung gerade auch beim beliebten Cannabidiol aktiv und so konnten sich Canopy Growth seit der Wahl von Joe Biden gleich mal verdoppeln auf aktuell 23 Euro.
  • Aurora Cannabis: Zwischenzeitlich in schwierigem Fahrwasser dürfte Aurora Cannabis bei Kursen von derzeit weit über 7 Euro vielleicht erholen, schließlich ist die Aktie häufig der Liebling vieler Kleinanleger und überzeugt mit einer voluminösen Produktion von Gras sowohl für Kliniken als Medizin wie auch für die vielen überzeugten Kiffer.
  • Tilray: Theoretisch wäre hier das Aufholpotential am größten, schließlich waren Tilray sogar mal dreistellig bewertet bevor dann der jahrelange Niedergang auf nur noch wenige Euro einsetzte. Die Agonie die Trump Ära geht aber zu Ende und mit der starken Fokussierung auf Cannabinoide als Therapie der Zukunft ist zudem einiges an Fantasie mit drin. Aktuell kostet diese Cannabis Aktie um die 6,50 Euro.
  • Aphria: Diese Unternehmen wird häufig von Analysten gelobt und bewegt sich gerade auch charttechnisch recht interessant unterhalb von Widerständen, die im Zuge der aktuellen Kurssprünge einmal nachhaltig durchbrochen zu starken Unterstützungen auswachsen können, zumal Aphria mit etwa 5,75 Euro wohl nicht sehr teuer erscheint.

Die Jahresendrally mitnehmen?

Muss jeder selbst entscheiden, aber häufig steigen die Kurse an der Börse quer durch viele Branchen zum Ende eines Jahres – die professionellen Investoren von der großen Rentenversicherung bis zum Anlagefonds polieren dann ihre Guthaben und Bilanzen auf, kaufen gerne zu für das Depot und wer darauf spekuliert, macht nicht selten einen guten Schnitt. Im Januar wird dann Biden vereidigt und wenn der in den ersten Wochen Bezug nimmt auf eine neue, faire Hanfpolitik in den USA auf Bundesebene, dürfte das Cannabis Aktien vielleicht in das neue Jahr 2021 kicken, zumal dann hoffentlich endlich auch die für Wirtschaft und Verbraucher extrem belastende Coronakrise zu Ende gehen wird.

Hinweis: THC.Guide gibt keine Empfehlungen zum Kauf von Aktien. Der Cannabis-Aktien Wochenbericht dient ausschließlich Informationszwecken.