Cannabis Aktien KW28

Vergleichsweise hohe Abschläge mussten Cannabis Aktien in der KW28 verbuchen und die Investoren haben vor allem Amerika im Blick (Bild von Sergei Tokmakov www.thecorporateattorneys.com auf Pixabay).

Vor allem die Vereinigten Staaten standen im Fokus der Anleger in Hanf an der Börse und trotz recht positiver Hinweise auf eine vielleicht baldige Legalisierung auf Bundesebene sind die Kurse kräftig zurückgegangen. Vielleicht haben sich die Investoren mehr erhofft oder es war einfach ein bisschen zu viel Luft drin bei manchem Unternehmen, das auf möglichst schnelle Veränderungen hofft. Auch Meldungen aus Argentinien als potentiellem Markt für exzellenten Nutzhanf machten die Runde und auch Deutschland erreichten uns immerhin Neuigkeiten zur Freigabe von Gras, die jetzt per Gerichtsbeschluss erzwungen werden soll wie das beispielsweise auch in Mexiko geklappt hat. Hier unser Überblick zu den Cannabis Aktien in der KW28, die charttechnisch vielfach nun an wichtigen Schwellen pendeln.

Aktuelle Entwicklungen

Im US-Senat zirkuliert nun eine Vorlage zur vollständigen Cannabis Legalisierung auf Bundesebene. Künftig soll Hanf wie Alkohol und Zigaretten behandelt werden, es geht um Steuern, Jugendschutz und auch um die Löschung von Vergehen aus dem Strafregister, die irgendwie mit Haschisch und Marihuana zu tun haben. Ganze Institutionen verlieren dann die Zuständigkeit beim Gras, denken wir etwa an die DEA, und auch wenn die Beamten und üblichen Transferempfänger auf dem Amt noch jammern, könnte sich in den Vereinigten Staaten endlich eine faire Drogenpolitik für alle Bürger im Land durchsetzen.

Die Bundesrepublik Deutschland unter Merkel fährt eine der miesesten und dümmsten Kampagnen in der Drogenpolitik überhaupt und weil die üblichen Fake News niemand mehr glauben kann, es aber weiterhin viel Willkür gibt wehren sich nun sogar die Gerichte selbst! Beim Bundesverfassungsgericht liegt eine weitere Normenkontrollklage vor, dazu verklagt das Bundesland Berlin eine Behörde, die seit Jahr und Tag Modellprojekte zum Cannabis ablehnt. 

Argentinien gilt als klassischer Agrarstaat mit der berühmten Pampa und den grasenden Rindern. Diese Landschaft eignet sich logischerweise auch bestens für den Anbau der Hanfpflanze und weil dadurch nicht nur hochwertige Cannabinoide gewonnen werden können, sondern auch Baustoffe, Kleidung, Medizin und Treibstoff setzen die Länder zunehmend auf den Alleskönner auf dem Feld. Auch Cannabismedizin soll rund um Buenos Aires verstärkt im Fokus stehen und Experten rechnen mit zehntausenden Arbeitsplätzen und Umsätzen von wenigstens 500 Millionen Dollar pro Jahr.

Weiter geht der Streit zwischen Regierungsvertretern der USA und der WADA als Welt-Anti-Doping Behörde. Bekanntlich muss die schnellste Frau der Welt erstmal zu Hause bleiben und darf bei Olympia in Tokio nicht starten, weil sie einen Joint geraucht hat nach dem Tod ihrer Mutter! Solche absurden, überholten Vorschriften sollten geändert werden, schließlich kann derartige Gängelei nur noch in Deutschland funktionieren oder in China, um mal die schlimmsten staatlichen Lügner beim Cannabis zu nennen. Durch ein Voting der US-Vertreter könnte Marihuana vielleicht sogar ganz von der Doping-Liste verschwinden.

Marihuana Index und Performance von Cannabis Aktien

Die meisten Cannabis Papiere haben in der KW28 schlecht abgeschnitten. Das zeigt uns auch ein Blick auf den entsprechenden Index beziehungsweise auf die Fonds und ETF´s mit Hanf im Portfolio. Fast zweistellig waren teilweise die Rückgänge und wahrscheinlich hatten sich Anleger schnelle Aktionen versprochen, was aber bei der etwas lahmen Regierung der Joe Biden Regierung nicht der Fall ist. Wie von uns hier schon mehrfach erwähnt war das Handelsvolumen allerdings nicht so hoch wie üblich und offenbar haben sich ein paar Hedgefonds beteiligt am Ausverkauf, was im Sommerloch mit recht wenig Kapital schnell zu Bewegung auf dem Parkett führt.

Ausgewählte Aktien im Überblick

  • Canopy Growth: Bei einem Kurs von unter 17 Euro sagen es die Macher bei Canopy Growth frei heraus. Das aktuelle Gesetz im Senat dauert zu lange und es ist weiterhin unklar, ob die Demokraten damit durchkommen! Unsicherheit hilft an den Börsen wenig und das Unternehmen wurde mit in den Strudel gerissen.
  • Aurora Cannabis: Ein ähnliches Bild bietet sich bei Aurora Cannabis. Immerhin konnte die Firma gerade ein großes Hanfpaket nach Israel liefern für rund acht Millionen Dollar, das zeigt die internationale Vernetzung, doch Investoren haben bei Kursen von um die sechs Euro trotzdem weiter die enorme Schulterquote im Blick.
  • Tilray: Auf knapp 11 Euro sackten Tilray ab und verantwortlich dafür waren keinen spezifischen Meldungen, sondern der erwähnte Eiertanz in den USA. Sind das vielleicht schon wieder Einstiegskurse bei einem Unternehmen, das eigentlich recht gute Aussichten hat nach Meinung vieler Fachleute?
  • Deutsche Cannabis AG: Dieses Zockerpapier ist nicht mal mehr für Trader eine gute Wahl, da die Kurse nur noch zwischen 35 und 40 Cent pendeln, sich wie eine Art geradliniges Flimmern präsentieren und da werden wohl vor allem Leute kurz vor der Bundestagswahl einsteigen mit Hoffnung auf die dringend erforderliche Freigabe von Gras in Deutschland.
Ausblick auf die Kalenderwoche 29/2021

Trader und langfristig orientierte Anleger werden in den kommenden 60 Tagen verstärkt auf die Sitzungen im US-Senat schauen. Stehen dort Haschisch und Marihuana zur Disposition, dann wird das die Kurse bewegen und schlaue Investoren machen sich dazu schon mal einen Zeitplan, schließlich sind die Termine und Sitzungen samt Themen online zu finden. In dieser Zeitspanne soll eine Einigung zur Legalisierung von Cannabis gefunden werden und das bleibt vorerst der mit Abstand wichtigste Treiber für die Bewertung der Hanfpflanze an den Börsen.

Hinweis: THC.Guide gibt keine Empfehlungen zum Kauf von Aktien. Der Cannabis-Aktien Wochenbericht dient ausschließlich Informationszwecken.