Cannabis Aktien KW33

Kaum Neuigkeiten ließen für Cannabis Aktien in der KW33 wenig Spielraum und die Kurse gingen meist einige Prozente nach unten (Bild von mohamed Hassan auf Pixabay).

Für unsere Medien sind schlechte Nachrichten die besten Nachrichten, aber für Hanf an der Börse sind bereits ausbleibende News ein Grund sich von ein paar Anteilen zu trennen. So geschehen in der KW33 bei den Cannabis Aktien, die freilich nur ein bisschen purzelten – abgesehen von einigen Unternehmen wie Charlotte´s Web oder auch Organigram, die durch diverse Downgrades durch Analysten zweistellige Verluste verzeichneten. Immerhin kaufen die Kiffer und Hanfpatienten in Kanada eine Menge Gras, das zeigen neue Zahlen und New Jersey macht sich an den Start mit der Marihuana Freigabe für Erwachsene mit gerade vorgestellten Regeln für den Verkauf. Nicht ganz unwichtig ist zudem eine Meldung aus Kalifornien, wo Behörden endlich auch Cannabinoide als Geschäftsmodell mit Subventionen unterstützen.

Aktuelle Entwicklungen

In Kanada gab es neue Zahlen zum Verkauf von Cannabis. Um gleich mal 59% stiegen die Umsätze im letzten Monat im Vergleich zum Vorjahr und die Nachfrage legt stetig zu, zeigt das enorme Potential der hochwirksamen Hanfmedizin und von Gras als Genussmittel. Rund 319 Millionen Dollar wurden erzielt mit dem Verkauf von Haschisch und Marihuana an freie Bürger und angesichts solcher Zahlen lohnt sich vielleicht gerade jetzt ein intelligentes Stock Picking rund um kanadische Cannabis Aktien?

Unterstützung mit Steuergeld: Humboldt County in Kalifornien ist weltberühmt für das dort sprießende Gras und die Legalisierung an der Westküste der USA hat einen entsprechenden Boom ausgelöst. Doch die Hanf Farmer haben oft keinen Zugang zu Krediten, leiden unter dem Klimawandel wie andere Branchen auch und hier gibt nun die Regierung Subventionen aus, die zusätzlich die jahrelangen Diskriminierungen der Kiffer und Bauern wiedergutmachen soll. Ein Modell auch für andere Bundesstaaten der USA? 

Schließlich stellte New Jersey die Konditionen vor für die Freigabe beim Gras und vor allem im Süden des Bundesstaats wird es eine Menge Fachgeschäfte geben. Wichtige Bestandteile sind die Standorte der Züchter, sind Lieferdienste für Cannabis und auch wenn einige Gemeinden derzeit noch keinen Laden haben wollen für das Marihuana vor Ort sind Experten zuversichtlich – in Colorado etwa waren zu Beginn im Jahre 2014 viele Kommunen ebenfalls skeptisch, profitieren heute jedoch massiv von Steuern, Jobs und steigenden Hauspreisen durch den Hanf.

Ausgewählte Aktien im Überblick

  • Canopy Growth: Stück für Stück gibt Canopy Growth ab was beim Kurs nun mittlerweile zu Werten von um die 14 Euro geführt hat und weil es kaum News gab, findet sich derzeit noch keine richtige Unterstützung auch mit Blick auf den Chartverlauf selbst.
  • Aurora Cannabis: Immerhin noch eine Ecke über 5 Euro pendeln Aurora Cannabis, die in eher miesen Handelswochen wie aktuell der KW33 meistens viel einbüßen. Passiert ist das jedoch dieses Mal nicht und einige Experten reden von einem möglichen Boden im Chart.
  • Tilray: Zumindest die Resteverwertung scheint aussichtsreich für Tilray, wenn die wie bekannt gegeben die Cannabis Aktien von MedMen übernehmen. Das Unternehmen war mal Hoffnungsträger, ging dann aber in den Kosten unter und offensichtlich haben große Blue Chips das Kapital, den Markt entsprechend zu reinigen und sich einzuverleiben was passt ins Portfolio. Analysten streiten nun darüber was solche Akquisitionen für den USA Markt beim Hanf bedeuten.
  • Deutsche Cannabis AG: Nix! Ob sich dieser Wert mal nach oben dreht und sei es nur als heiße Luft, wenn die Bundestagswahl beim Gras Verbesserungen anzeigt in Zukunft, etwa durch den Ausschluss der völlig inkompetenten CSU in Fragen der Drogenpolitik?

Ausblick auf die Kalenderwoche 34/2021

News sind das Benzin der Börsen und beim Cannabis wollen wir natürlich alle wissen, was der alte Knacker Biden nun macht bei der eigentlich überfälligen Legalisierung auf Bundesebene. Aber hat der Mann im Weißen Haus überhaupt noch den Durchblick angesichts der stumpfen Reisesperre für Europäer oder beim Blick auf die plötzlich reüssierenden Taliban? Vielleicht droht auch eine Blockade wie bei uns durch Merkel, die seit langer Zeit Entwicklungen blockert und die Bundesrepublik ausgerechnet von China abhängig macht – Investoren wollen bei Haschisch und Marihuana genauso Verbesserungen wie die Verbraucher und Patienten und schauen daher auf passende Meldungen besonders gerne.

Hinweis: THC.Guide gibt keine Empfehlungen zum Kauf von Aktien. Der Cannabis-Aktien Wochenbericht dient ausschließlich Informationszwecken.