Cannabis Müdigkeit Studie

Kiffen und damit Cannabis gegen Müdigkeit verwenden scheint zunächst komisch, aber eine Studie zeigt Gras als wirkungsvollen Wachmacher (Bild von ACWells auf Pixabay).

Die Mär vom faulen Kiffer glaubt kaum noch jemand und doch gelten die Effekte der Hanfpflanze im Allgemeinen als förderlich für guten Schlaf und eine erholsame Nachtruhe. Wie passt das zusammen mit einer neuen Untersuchung rund um THC als Wachmacher für Motivation und Energie und warum gibt’s tatsächlich gute Gründe, das Gras mit THC auch mal gegen Müdigkeit zu verwenden? Nicht alle Menschen sind gleich wach und haben den stets gleichen, geschärften Fokus. Manchen reicht eine Tasse Kaffee zum Wachwerden, während andere wiederum nur mit großer Schwierigkeit in die Gänge kommen. Gerade weil Cannabinoide diese individuellen Besonderheiten durch ein passgenaues Wechselspiel mit unserem Organismus bedienen, könnte sich künftig der verstärkte Einsatz von Marihuana für mehr Frische und Energie lohnen! Das zeigt eine neue Studie aus den USA zum Cannabis gegen Müdigkeit. Wie funktioniert das und was sollte man besser nicht probieren bei der Probe aufs Exempel mit dem Gras als Motivator und Wachmacher?

 Chronische Erschöpfung durch Erkrankungen und Hanf als vielseitiges Heilmittel

Zunächst sollten wir bedenken, dass Müdigkeit sehr häufig zu tun hat mit Krankheiten, die von Krebs bis Multipler Sklerose sehr ernstgenommen werden müssen. Eine Behandlung etwa mit der chemischen Keule kann die Symptome meistens nicht lindern, sondern macht die ständige Erschöpfung oft noch intensiver.

Patienten haben keine Energie und Tatkraft mehr und wie schon erwähnt ist das verbreitete Verständnis von Cannabis als Schlafmittel erstmal für Mediziner meistens kein Grund, das ständige müde sein der Betroffenen ausgerechnet durch den Konsum von Marihuana lindern zu wollen. Wir hatten ja schon mal die besten Marihuana Seeds zum Gras anbauen für eine bessere Motivation am Start und eine solche Wirksamkeit bestätigt nun auch die empirische Wissenschaft aus den USA.

Die frische Studie hat das nicht als letzten Schluss der Weisheit hingenommen und natürlich wissen seriöse Forscher in Ländern mit einer modernen Drogenpolitik auch schon eine ganze Weile vom faszinierenden Endocannabinoid-System des Menschen. Dieses System im Leib kann durch die Einnahme von THC und überhaupt aller Cannabinoide aus dem Hanf wohltuend stimuliert und in Balance gebracht werden. 

Körperliche Prozesse wie eben auch der Schlaf-Wach-Rhythmus funktionieren dann wieder besser. Im Prinzip handelt es sich beim Kiffen also um eine Aktivierung von wichtigen, aufgrund von Stress, schlechter Ernährung und vielem mehr jedoch ständig gestörten Prozessen. Die vielfältigen Effekte vom Gras sind kein Wunder und auch kein Zufall, sondern das Ergebnis einer offenbar schon Millionen Jahre andauernden Beziehung zwischen Hanfpflanze und Säugetier. 

Cannabis Studie konzentriert sich auf die Wirksamkeit von Grasblüten

Müssen wir schon sagen, denn sobald die Legalisierung von Gras durch ist und Verbraucher, Unternehmen und Wissenschaft endlich durchatmen können, gibt’s alsbald im dann erlaubten Fachgeschäft für Hanf Produkte nicht mehr nur Marihuana Blüten oder ein wenig gepressten Haschisch wie bei uns auf dem illegal operierenden Schwarzmarkt.

Da finden sich zum Beispiel hoch dosierte Konzentrate mit sehr viel THC und es gibt Cannabis Getränke, Süßigkeiten und alle erdenklichen Zubereitungen für einen sicheren wie effizienten Gebrauch der enthaltenen Cannabinoide. Blüten oder eben Gras und Marihuana sind jedoch auch weiterhin die beliebtesten Produkte, die im Joint geraucht, per Vaporizer verdampft oder mittels leckerer Rezepte zum Kochen und Backen Verwendung finden.

Die neue Studie hat sich diese Verbreitung und Popularität zur Vorlage genommen und geschaut, was der Hanf gegen Müdigkeit tun kann. Für den statistischen Vergleich standen riesige Datensätze zum Cannabis Konsum in den USA und zu Berichten über die entsprechenden Effekte bereit. Man achtete auch auf den Anteil THC, die Konsummethode und mögliche Nebenwirkungen, was in der Summe analysiert und auf mögliche Vor- und Nachteile gecheckt wurde. 

Schnell zeigte sich, dass fast kein Kiffer und auch keine Kifferin von der angeblichen Müdigkeit durch Marihuana Blüten berichtet – außer es findet eine gezielte Einnahme der Wirkstoffe zum Einschlafen und Entspannen statt! Das Gras für den Joint war gegenüber einem Liquid zum Dampfen genauso im Vorteil wie gegenüber klassischen Pfeifen oder auch der Bong. Wahrscheinlich, so die Forscher in ihrer Bilanz zu der Studie, liegt das am relativ durchgängigen Konsum beim Rauchen vom Dübel und so mag es wohl stimmen, wenn die mit Weed vollgestopfte Mega-Bong meistens eher knüppelt als Beine macht und gerade am Morgen oder vor einem anstrengenden Tag eher nicht zu empfehlen ist.

Welche Rolle spielen die einzelnen Cannabinoide bei der Reduktion von Müdigkeit?

Ein konkreter Einfluss durch THC wurde genauso wenig abschließend festgestellt wie durch CBD, CBG und weitere Inhaltsstoffe der Hanfpflanze. Höchstwahrscheinlich ist mal wieder das Zusammenspiel der wirksamen Substanzen verantwortlich, was der Gras Forscher als Vollspektrum Hanf und Entourage Effekte kennt und wissenschaftlich immer besser versteht. Das hier schon angeschnittene Endocannabinoid-System im Leib scheint zuvorderst auf pflanzliche Wirkstoffe zu reagieren, wenn diese möglichst unverfälscht zur Verfügung stehen. Weit mehr als zwei Drittel der Konsumenten fühlen sich durch das Kiffen aktiver, motivierter und ganz allgemein gekräftigt.

Im Übrigen gab es für die vorgeblich belebende Wirkung keinen Hinweis, wenn man nur auf die Unterteilung beim Cannabis in Indica und Sativa Sorten achtet! Wir halten diese viel zu grobe Schablone dann auch für ziemlich veraltet und unvollständig und raten für mehr Energie und Motivation zu einer ausbalancierten Mischung beim Gras.

Besonders gut wirkte das Weed außerdem bei älteren Menschen, Männer und relativ erfahrenen Konsumenten. Letztere müssen nicht, wie im bundesdeutschen Moralismus gerne mal verkündet, immer nur irgendwelche Couch Potatoes sein, die den ganzen Tag lang Joints rauchen und sich gehen lassen! Viele Aspekte beim manchmal problematischen Hanfkonsum gehen auf die Verbote durch den Staat zurück, der wohlgemerkt erwachsene Bürger und Steuerzahler beim Kiffen wie gefährliche Kriminelle behandelt. 

Ob sich ein Selbstversuch mit Marihuana gegen Müdigkeit lohnt muss jeder selbst entscheiden, aber die neue Studie gibt durchaus vielversprechende Anhaltspunkte. Auch braucht es schon ein Maß an Zurückhaltung und die allerstärksten Gras Sorten heben wir uns doch besser für den Abend auf! Als Ergänzung zum Beispiel rund um eine Chemotherapie hat sich Cannabis jedoch schon vielfach bewährt und kann dank seiner so vielseitigen Wirkung sicher noch mehr tun als Therapeutikum und im Rahmen einer gesunden, aktiven Lebensweise.