Cannabis Jahresrückblick 2019

Wir präsentieren den Cannabis Jahresrückblick 2019 mit den wichtigsten Ereignissen, Personen und Entscheidungen rund um Haschisch und Marihuana (Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay).

Heute ist Silvester und bevor wir den Feinstaub in die Luft blasen mit den Knallern und Raketen, hier noch mal unser Cannabis Jahresrückblick 2019. Nicht wenige Leute werden das neue Jahr mit einem Joint begrüßen, denn auch in Deutschland stehen Haschisch und Marihuana überall zur Verfügung. Zwar hat sich die moralisch zutiefst verkommene Merkel-Regierung auch dieses Jahr nicht gekümmert beim Hanf um Bürgerrechte und Freiheit, aber die Leute pfeifen zunehmend auf inkompetente Politiker. Dazu gibt’s Cannabis auf Rezept und hier greifen immer mehr Menschen zu, lassen sich das Gras von den Kassen bezahlen oder wählen ein Grünes Rezept als Selbstzahler. Was also ist wichtig gewesen in den letzten 12 Monaten und was waren für Höhepunkte in 2019 rund um Haschisch und Marihuana?

CBD extrem beliebt trotz Gängeleien

Wie oft mussten wir über Razzien berichten vor allem in Bayern und Sachsen, wo die Politik den Bürger auch in 2019 für dumm verkaufen will und Jagd macht auf CBD-Geschäfte. Das Cannabidiol wirkt entspannend, aber nicht berauschend, ist körperaktiv und wohltuend und ganz nebenbei auch in der EU zugelassen. In Deutschland wird das aber unterschlagen und man zieht sich an den THC-Grenzwerten hoch, die hier bei uns bei 0,2% liegen – weit niedriger als in allen anderen Staaten mit CBD im Laden! Der Politik reicht das nicht, die möchte gängeln und am liebsten verbieten, kann es aber wegen der Entscheidung bei der EU nicht.

Sogar Drogerien wie Rossmann haben das CBD-Öl im Sortiment und es gibt nun alle erdenklichen Produkte wie Schokolade, Gummibären, klassischer Tee oder auch Grasblüten zum Rauchen. Letztere werden übrigens seit Neustem auch beim Dealer verkauft und als Rausch-Marihuana ausgegeben! Besonders beliebt sind auch Salben und Cremes wegen der schnellen, entzündungshemmenden Wirkung und bei der Bestellung und beim Kauf lassen sich die Deutschen nicht mehr kirremachen von den Anti-Hanf Märchen einer auf ganzer Linie versagenden Drogenpolitik.

Cannabis-Aktien schmieren ab

Nach dem Boom in 2018 ging es dieses Jahr steil nach unten an der Börse. Neben den allgemeinen Problemen wie dem Handelsstreit der USA mit den Kopisten in China drücken Überproduktion in Kanada, fehlende Kreditmöglichkeiten und ein weiterhin florierender Schwarzmarkt die Kurse. Auch gab es in den Vereinigten Staaten Todesfälle und Erkrankungen nach dem Hanfkonsum per Vaporizer. Zunächst dachten Anleger dann an Cannabis, aber bald kam heraus, dass ausgerechnet wieder die Chinesen und andere Verbrecher gefälschte Kartuschen für die Verdampfer auf den Markt brachten und so reihenweise Kiffer, Hanfpatienten und Konsumenten von E-Zigaretten vergifteten. So landeten selbst Blue Chips am Aktienmarkt wie Canopy Growth, Aurora Cannabis und Tilray auf dem harten Boden der Börsencharts und man darf gespannt sein, ob das Jahr 2020 auf dem Parkett wieder besser aussieht für die Hanf-Papiere.

Daniela Ludwig wird neue Bundesdrogenbeauftragte

Wieder eine Dame von der CSU aus Bayern – wieder nur unqualifiziertes Geschwätz über Cannabis wie bei der Vorgängerin Mortler? Noch nicht so ganz, denn die Neue im Amt gibt vor, sich alle Seiten zum Hanf anhören zu wollen. Frau Ludwig plant Ländervergleiche, das Sichten von Studien und was am Anfang nach ihrer Ernennung im Spätsommer 2019 noch ganz gut klang, wird zum Jahresende durch Kommentare über die „Geringe Menge“ relativiert. Hier möchte die Bundesdrogenbeauftragte eine Vereinheitlichung beim Gras und zwar nach unten – dazu beleidigt sie gleich noch Berlin, die dortigen Kiffer und Hanfpatienten.

Gut möglich, dass diese Dame nur ein Feigenblatt ist. Politiker wie Söder, Merkel und Spahn haben zwar fachlich genauso wenig Ahnung von Cannabis wie Frau Ludwig, erkennen aber taktisch die enorme Bedeutung von Hanf für immer mehr Menschen. Hier wird offensichtlich nun versucht, dem Bürger eine Mischung aus scheinbarem Entgegenkommen und Drohung, schließlich werden auch von dieser Politikerin keine positiven Studien präsentiert zum Cannabis, wohl aber massiv weiterhin von den Risiken und ausschließlich – einigen wenigen – negativen Untersuchungen berichtet.

Legalisierung auf dem politischen Tableau

Jenseits der Verwerfungen rund um die vielleicht ziemlich hinterlistige Verzerrung bei der Bundesdrogenbeauftragte machen immer mehr Politiker in der zweiten Reihe Druck beim Cannabis. Allerdings herrscht weiterhin Verwirrung um die sogenannte Entkriminalisierung des Konsums – der Konsum ist in Deutschland sowieso nicht strafbar und die aktuellen Stellungnahmen klingen eher nach Ablenkung als nach einer ernsthaften Debatte. Bei den Medizinern setzt sich langsam die Ansicht durch, dass Hanf-Therapien sehr wohl wirken und selbst Regressforderungen von Seiten der Krankenkassen können den Verschreibungsboom beim Cannabis auf Rezept nicht aufhalten.

Dazu steigt der Druck aus dem Ausland: Kanada hat die Legalisierung ganz gut hinbekommen, Großbritannien beginnt gerade eine seriöse Debatte, Luxemburg wird Cannabis auf jeden Fall erlauben. Italien gestattet den Eigenanbau und Portugal mit seinem Ansatz hin zu einer Nichtverfolgung kleiner Mengen aller Drogen gilt als sehr erfolgreich. Bis dato ignoriert die Bundesregierung diese Entwicklungen gerade in der ansonsten immer so großartigen EU – wie lange werden die Bürger in der BRD noch hinters Licht geführt? 

Viele neue Studien zu Cannabis als Medizin und Genussmittel

Natürlich nicht in Deutschland, das wird beschrieben unterdrückt oder gleich ganz untersagt. Die neusten Untersuchungen kommen deshalb meistens aus Übersee, aus Israel oder Australien. Besonders bemerkenswert in 2019 waren unter anderem Untersuchungen zu

  • Cannabis und Schmerzen: Hier haben Forscher herausgefunden, dass Grasblüten etwa zum Verdampfen oder im Joint die beste Wirkung haben – in Deutschland wird das politisch natürlich bestritten zugunsten der für die Pharmaindustrie lukrativen Hanf-Fertigarznei.
  • Cannabis und Angststörungen: Hier kann Hanf ebenso gut helfen, es kommt aber auf die Sorte an. Immer mehr Menschen verwenden Cannabis zudem bei anderen psychischen Leiden von PTSD bis zu Depressionen und die Forschung geht weiter zu Chancen und Risiken.
  • Cannabis und Drogensucht: Galt Gras lange als Einstiegsdroge, hilft es heute unter fairen Bedingungen vielen Leuten etwa in den USA, endlich vom Heroin und Morphium wegzukommen. Vielerorts übernahmen Versicherungen sogar die Behandlung dank bester Erfolgsaussichten!

Wir sind gespannt, was das nächste Jahr 2020 bringt und zeigen Euch morgen zum Neujahr auch einen Ausblick – THC.Guide wünscht Guten Rutsch und für alle Kiffer und Hanfpatienten eine entspannte, farbenfrohe Silvesternacht.