Cannabis kaufen

Immer mehr Leute fragen sich ob es ok ist, Cannabis auch illegal zu kaufen für einen medizinischen Selbstversuch gerade bei psychischen Belastungen – lohnt sich das? (Bild von M. Maggs auf Pixabay)

Von Montessori Schulen bis Subsidiaritätsprinzip gilt in Deutschland der Grundsatz „Hilf mir es selbst zu tun“ – doch beim Cannabis dürfen weder Kiffer noch Hanfpatienten etwas Gutes tun für die eigene Gesundheit. Da herrscht ein brutaler paternalistischer Geist aus dem 19. Jahrhundert in den Wartezimmern der Ärzte, angeordnet von der Anti-Hanf Ideologie direkt aus Berlin. Aber was sollen wir davon halten? Gerade mental stark belastete Menschen sind bei einem unkomplizierten, legalen Zugang zu Cannabis und entsprechender Medizin mit CBD und THC viel besser drauf und entspannt, können gut schlafen, sich vielleicht als ehemalige Soldaten erholen oder traumatische Ereignisse im Leben besser bewältigen. Wie und warum also wird die Selbsthilfe in Deutschland mit Hanf derart massiv mit Strafen bedroht und wie läuft das in freien Staaten wie etwa in den USA?

Mentale Belastungen als Indikation für Cannabismedizin?

Auf jeden Fall empfiehlt sich das – in vielen Ländern der Welt gelten posttraumatische Belastungsstörungen oder auch Erkrankungen wie Borderline als selbstverständliche Indikation für den legalen Einsatz von Hanf, auf Rezept und mit Berichten zufolge sehr guten Behandlungserfolgen. Auch mögen die Leute den Umstand, dass Cannabis beim Konsumieren kaum Nebenwirkungen hat, ganz im Gegenteil etwa zu all den üblichen Pillen, Pflaster und Tinkturen, die uns die Pharmaindustrie von Valium bis Prozac gerne verordnen will. Wer hier nun keine Lust hat auf eine von der chemischen Keule zerfressene Magenschleimhaut und Co, der greift zu Haschisch und Marihuana – aber genau das dürfen, wollen, sollen deutsche Ärzte bei psychischen Problemen gar nicht verordnen.

Selbstversuche auch in den USA beim Hanf völlig normal

Längst ist nicht ganz Amerika ein Legal State und in New York oder Florida gibt’s zwar Medizin, aber ähnlich wie in Deutschland nicht für jeden und alles, so dass die Leute selbst zum Cannabis greifen als Therapie. Aufgrund der fehlenden oder wenig hilfreichen Beratung durch Ärzte braucht es aber auch Recherche im Netz und in Fachpublikationen, schließlich möchte niemand beim THC überdosieren oder ein falsches Präparat einnehmen. Beliebt sind bei psychisch belasteten Menschen, die auf Hanftherapie setzen, gerade auch Kapseln und CBD-Öl – das Rauchen oder Verdampfen von Marihuana-Blüten ist schon lange nicht mehr die einzige Methode für den Konsum.

PTSD, also die bereits erwähnte posttraumatische Belastungsstörung, ist in Übersee vielfach dann schon eine erlaubte Therapie und im beschriebenen New York fahren die Leute eben nach New Jersey für das Rezept. Ist das nicht möglich wie bei uns in Deutschland, dann kauft man beim Dealer und auch wenn Haschisch und Marihuana im Görlitzer Park in Berlin sicher nicht schlecht sind – gerade für die medizinische Anwendung wäre eine breite Palette Hanfsorten wichtig. Das aber wird verhindert von der Regierung, die eine Legalisierung verweigert mit Hinweis auf längst überholte Schauergeschichten vom Hanf – Leidtragende sind die Patienten, die nur auf Selbstversuche hoffen und setzen können in der Bundesrepublik.

Soll ich Cannabis im Selbstversuch anwenden?

Bei einer ganzen Reihe von psychischen Herausforderungen ist Hanf die erste Wahl seit Jahrtausenden und nun auch durch eine Menge wissenschaftlich seriöser Studien als wirksam belegt. Allerdings gibt es Berichte vor allem zum THC, das auch Nervosität und vielleicht vorhandene Ängste verstärken kann, so dass wir stets den Selbstversuch beim ersten Mal in Gemeinschaft empfehlen. Cannabis ist kein Heroin und wird niemanden umbringen oder nachhaltig schaden, auch wenn der erste Flash nach dem Zug am Joint manchmal ziemlich heftig wirken kann. Konzentriert Euch deshalb auf eine entspannende Umgebung und schaut gegebenenfalls auch noch ein bisschen in die passenden Berichte aus der Wissenschaft – Cannabis wirkt im Kopf mit dem THC und im Körper mit dem CBD sowie noch vielen weiteren Cannabinoiden und auch wenn es in Deutschland momentan noch nicht frei verkäuflich ist als Genussmittel, so doch als Medizin – und warum sollten wir das dann nicht auch bei den entsprechenden mentalen Indikationen erfolgreich anwenden?