Cannabis Legalisierung Alkohol

Der Verband der Psychotherapeuten in Deutschland fordert für die Cannabis Legalisierung ein THC-Limit und höhere Preise für Alkohol (Bild von Erin Stone auf Pixabay).

Vor ein paar Tagen haben sich die Psychotherapeuten in Deutschland zu Wort gemeldet und Vorschläge zur bevorstehenden Freigabe von Gras für Erwachsene gemacht. Die Experten fordern unter anderem ein Limit beim THC in Haschisch und Marihuana, das künftig außerdem nur durch Fachgeschäfte an Volljährige verkauft werden soll. Auch sei eine Erhöhung der Preise für Alkohol im Rahmen der Cannabis Legalisierung sinnvoll. Im Verband der Seelenklempner organisiert dürften diese Mediziner der Psyche durchaus Bescheid wissen, schließlich müssen Therapeuten täglich all das Elend behandeln, was durch die groteske, vollständig gescheiterte Drogenpolitik in diesem Lande hier in den Praxen auftaucht. Wird das Kiffen erlaubt, dann geht auch die Zahl all jener Gestörten zurück, die wegen der permanenten staatlichen Schikane gegen erwachsene Bürger ein Suchtproblem entwickeln. Die Psychotherapeuten können nach Beendigung der Verbote und Gängelei beim Weed dann endlich mit voller Kraft den echten Problemen und Traumata widmen, was ihre Zustimmung zu einer modernen Gras Gesetzgebung selbstverständlich macht.  

Cannabis kaufen nur für Volljährige und eine seriöse Aufklärung durch den Staat

Die Volljährigkeit beginnt bei uns mit 18 Jahren und hier sehen die Psychologie das Minimum als Altersschwelle zum Kaufen der Hanf Produkte im Fachladen. Manchmal gibt’s dazu auch Vorschläge mit einer Erhöhung auf 21 Jahre etwa um das noch wachsende Gehirn der jungen Leute zu schonen, aber alleine nur für Cannabis eine solche Bestimmung einführen dürfte der Politik wohl schwerfallen. Zugleich erhofft sich der Verband der Therapeuten eine härtere Gangart gegenüber Schwarzmarkt und Dealern, die ohne Skrupel auch am Konsum von Minderjährigen mitverdienen.

An dieser Stelle ist der Staat und sind die Behörden gefragt: Statt Fake News und Hetze gegen das Kiffen an sich fordern die Mediziner künftig klare Informationen und seriöse Aufklärung zum Cannabis. Junge Leute haben mittlerweile völlig zu Recht ein massives Glaubwürdigkeitsproblem mit Politikern, die ihnen im 21. Jahrhundert immer noch vom Kiffen als „Rauschgift“ erzählen wollen und dabei zugleich fröhlich das Bierglas schwingen. Prävention funktioniert nur zusammen mit der Bereitschaft, die heranwachsenden und erwachsenen Menschen in Deutschland für den Konsum von THC nicht zu sanktionieren, sondern zu respektieren und bei problematischem Umgang mit dem Hanf auch die entsprechende Hilfe bereitzustellen. 

Mindestpreise für alkoholische Getränke und die Ausbildung im Marihuana Fachhandel

Alle Substanzen mit dem Potential zum Rausch sollten nach Ansicht der Psychotherapeuten erst ab 18 verkauft werden. Beobachter fragen sich schon lange, warum 16jährige problemlos kistenweise Bier legal kaufen dürfen in Deutschland und so ihre Gesundheit schädigen ohne dass auch nur ein Politiker hier Veränderungen fordert. Sicher sind Parteien wie die CDU/CSU für das exzessive Trinken und den Leberschaden durch Promille als eine Art Ausweis von Heldenmut, aber jenseits solcher Chargen wäre es wissenschaftlich gesehen jeweils für sich sehr sinnvoll, den Alkohol zu verteuern wie Cannabis freizugeben. Beides hätte nachweislich Vorteile für die Volksgesundheit und wird wohl vor allem deshalb seit vielen Jahren politisch mit jeder Menge Schwindeleien verhindert.

Fachgeschäfte brauchen wirklich informiertes Personal: Das könnte man als Seitenhieb auf die gierigen Apotheken verstehen, die in den meisten Fälle wenig bis keine Ahnung haben vom Hanf und sich doch regelmäßig zu Wort melden, wenn es um den geplanten Verkauf von Gras im Laden geht. Die Psychologen wünschen sich jedoch Experten im THC-Shop, die über Risiken und Nebenwirkungen genauso gut Auskunft geben wie über die neusten Hanfsorten und Strains gegen Rückenschmerzen. Hier braucht es eine umfassende Ausbildung und Zulassung durch Behörden und wenigstens die Cannabinoide sollten fachlich betreut werden im Handel und nicht wie Bier an der Tanke und am Automaten für jedermann zu kaufen sein. 

THC-Limit im Marihuana und das Werbeverbot für alle Substanzen

Auch die Seelenklempner wissen, dass Alkohol viel größere Schäden als Cannabis anrichtet und wollen das endlich durch staatliche Stellen entsprechend behandelt sehen. Nahezu jeder Fünfte in Deutschland hat ein mehr oder weniger starkes Alkoholproblem und es könne nicht sein, dass weiterhin im Fernsehen und an jeder Litfaß-Säule der Suff verherrlicht ist in den schönsten Farben! Dieser zynische Umgang mit einem bekanntermaßen extremen Suchtgift durch Politiker und Behörden wird aber noch getoppt durch das Verbot vom Cannabis, das in modernen Ländern mit einer Gras Legalisierung vielen Menschen hilft, vom Trinken endlich loszukommen! Die Bundesrepublik setzt nach Ansicht der Psycho-Experten auch hier die völlig falschen Akzente und man darf schon fragen, ob dafür nun Dummheit, Faulheit oder gar Hinterlist verantwortlich sind.

THC als Wirkstoff bei maximal 15% Anteil im Cannabis deckeln: Diese Idee ist nicht neu und wird von Kennern der Freigabe etwa in den USA und Kanada kritisch gesehen. Natürlich haben sehr starke Hanfsorten mit viel THC auch ein entsprechend höheres Risikoprofil, doch manche Leute kiffen davon eben nur sehr wenig und viele Patienten brauchen eine durchaus robuste Wirkung beim Hanf zur Linderung ihrer Beschwerden. Sinnvoller als ein Limit und Deckel bei den Inhaltsstoffen von Cannabis ist daher die Aufklärung von Personal im Gras Laden und sicher kommt das Marihuana dann auch mit einem Warnhinweis. Für Schnaps gibt’s schließlich auch keine Obergrenze und selbst die übelsten Trinker mit Jahrzehnten Erfahrung beginnen den Tag wohl kaum mit Getränken, die 80% und mehr auf dem Etikett stehen haben.