Cannabis und Senioren

Cannabis als Medizin ist für Senioren eine sehr interessante Option, denn viele Leiden und Krankheiten lassen sich gut mit Hanf behandeln – kann die alternde Gesellschaft hier profitieren? (Bild von Andreas Hochegger auf Pixabay)

Ein äußerst spannendes Thema und zugleich bis dato noch sehr stiefmütterlich behandelt ist Hanf als Medizin und Genussmittel für Senioren. Derzeit steht Cannabis vor allem für jüngere Leute im Fokus, vom klassischen Kiffen mit den Freunden bis zur Anwendung als Heilmittel wird viel erforscht und untersucht. Aber lohnen sich Haschisch und Marihuana nicht auch in besonderem Maße für ältere Leute, für Senioren und Rentner, die bekanntlich besonders an Krankheiten und gesundheitlichen Belastungen leiden? Wir geben mit Hilfe von aktuellen Studien einen ersten Überblick – ist Cannabis und Senioren das nächste große Ding, gerade auch am Finanzmarkt und wie können ältere Menschen vom Hanf konkret profitieren?

Cannabis und Senioren – Kiffende Rentner in Colorado

Wie zu erwarten stammen die ersten wirklich belastbaren und empirischen Studien aus den USA und dort aus den Legal States wie Colorado. Cannabis ist dort nicht nur als Medizin legal, sondern als Genussmittel und der aktuellen Untersuchung zufolge greifen ältere Leute hier gerne zu. Dabei wächst diese Gruppe im Vergleich zu jüngeren Semestern drastisch und schnell, wobei uns das nicht ganz unlogisch erscheint – Hanf hilft nun mal bei vielen Zipperlein wie Schmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe und Entzündungen, die das Alter nun mal bekanntlich oft mit sich bringt. Freilich sehen die Senioren ein großes Problem in der Unfähigkeit von Medizinern bis hin zum Hausarzt, hier beratend tätig zu sein – an Deutschland mit seiner massiv durch die Politik beeinflussten, völlig ahnungslosen Ärzteschaft wollen wir dabei noch gar nicht denken.

Warum verwenden ältere Menschen Cannabis überhaupt?

Der Joint in geselliger Runde samt Fressflash und verrückten Ideen steht logischerweise als Grund für den Konsum von Hanf bei Rentnern nicht im Vordergrund. Doch die verbesserte Stimmungslage, die Entspannung, die hilfreichen Effekte für ein gutes Lebensgefühl, das lässt sich schon auch deutlich für Senioren summieren und bei der genannten Untersuchung der Universität der Medizin von Colorado wurden Leute über 60 Jahre intensiv befragt, etwa im Altersheim, beim Gras kaufen in der Dispensarie oder eben im Krankenhaus. Als Gründe für den Konsum gaben die Befragten unter anderem an, dass Cannabis helfen würde bei:

  • Schmerzen wie bei Rheuma und Arthritis,
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • chronischen Rückenschmerzen
  • Essstörungen wie der typischen Appetitlosigkeit.

Diese Indikationen sind uns natürlich bekannt und es überrascht wenig, wenn die Senioren Cannabis dann eben aus ähnlichen Gründen einnehmen wie jüngere Leute. Hanf hilft und lindert, das ist nicht nur eine vielfach untersuchte Tatsache, sondern zunehmend normal, so dass sich dann die Kritik schnell auf die Ärzte und das Gesundheitssystem als Ganzes richtet.

Warum können Mediziner die Senioren beim Cannabis nicht besser beraten?

Das jedenfalls ist der deutliche Vorwurf von Seiten der älteren Semester. Sie vermissen Bildung und klare Kenntnisse zum Hanf, kritisieren die oft zwanghafte oder abgewürgte Kommunikation und wünschen sich noch viel mehr Forschung und vor allem klare Behandlungsanweisungen. So gibt es nicht wenige Ärzte auch noch in Colorado, die wollen mit den Patienten im Rentenalter über Cannabis nicht mal reden, drucksen herum, weichen aus und das ist wenig bis überhaupt nicht seriös – es geht schließlich um Heilkunst im 21. Jahrhundert, untersucht und in vielen Tests und Studien bis in jedes Detail analysiert.

Wenn nun rund 4% aller Senioren in den USA Schätzungen zufolge kifft, dann ist das eben nicht immer das Ergebnis einer medizinischen Beratung! Stattdessen probieren die Leute einfach aus, was offensichtlich ist, machen gute Erfahrungen und setzen auch bei Schlafstörungen, Multipler Sklerose und sogar Parkinson quasi in Selbstversuchen auf Cannabis. Die Linderung ist beträchtlich laut Berichten der befragten Rentner und es stellt sich schon die Frage, warum hier das Gesundheitssystem nicht besser aufklären kann oder will – auch in Deutschland? Verhindert etwa die allmächtige Pharmaindustrie eine klare Diskussion zum Hanf und beeinflusst die Politik, auch wenn es wohlgemerkt um Patienten, Wähler und Steuerzahler geht? Wir werden hier regelmäßig zum Thema Cannabis und Senioren berichten, schließlich sind Fragen wie Renteneintrittsalter, Einsamkeit nach dem Tod der Partner und eben die vielen Erkrankungen geradezu natürliche Bezüge zu einer Medizin, die vielen Menschen im Alter tagtäglich schon jetzt eine große Hilfe ist.