Cannabis digitales Marketing

Cannabis braucht mehr digitales Marketing – die Corona-Krise blockiert soziale Nähe und Kontakte, so dass Hanf neue Werbestrategien probieren muss (Bild von William Iven auf Pixabay).

Auf der Suche nach Kundschaft sind Hanf Unternehmen sehr kreativ, aktuell aber auch durch das lästige Coronavirus in ihren Aktionen gehindert. Allein am 4/20 Feiertag konnten tausende Events auch zum Marketingzweck eben nicht stattfinden und die Werbeanzeige im Lokalblatt ist sinnlos, wenn Geschäfte in der Pandemie geschlossen bleiben müssen. Und die freundliche, fachkompetente Beratung durch den Budtender fällt eben derzeit ebenso aus. Kunden als Kiffer und Hanfpatienten ordern zunehmend online, lassen sich das Gras liefern und entsprechend müssen die Firmen beim Cannabis auf digitales Marketing setzen. Gut möglich, dass diese bequeme Form der Bestellung auch nach der Virus-Story beibehalten wird von vielen Usern und die Firmen sind hier zu neuen Ansätzen dauerhaft gefordert.

Online Werbeklassiker und die Bedeutung von Agenturen beim Cannabis

Twitter und Instagram sind ja schon länger beliebt beim Gras Marketing und so starten Cannabisverkäufer öfters eigene Hashtags oder sind sehr aktiv in den Sozialen Medien. Es gibt Live Streams bei Facebook und Zoom, die digitale Information rund um Haschisch und Marihuana wird auf allen Kanälen entsprechend aufgepeppt. Und natürlich spielen auch explizite Werbeagenturen für Cannabis eine immer größere Rolle – die Plattformen haben ja oft besondere Regeln, filtern unerwünschte Inhalte raus und hier ist ein entsprechendes Fingerspitzengefühl bei gleichzeitig durchschlagender Werbemessage entscheidend.

Social Distancing und Social Media auch für Kiffer?

Das geht, im Internet muss man ja niemanden anfassen. So hat ein Unternehmen in Denver den Lockdown praktisch verknüpft und den Leuten empfohlen, die soziale Distanz einfach mit Cannabis zu kombinieren. Es geht aber nicht nur um das bloße Kiffen, sondern es werden Rezepte vorgestellt, spannende Produkte oder auch ein 4/20 Bingo – die etwas gelangweilten Leute finden Hanf echtes Entertainment, während in Deutschland mal wieder legal nur die Schnapspulle kreisen darf und soll.

Livestreams mit Experten: Da wird praktisch live übertragen aus der Dispensarie als Hanf Fachgeschäft und es werden Joints gerollt oder Auskunft gegeben zu therapeutischen Besonderheiten einer Grassorte. Die Kunden können sich austauschen mit den Dealern, praktisch wie im Live-Casino beim Online Glücksspiel auch und das in Echtzeit. Digitales Marketing erfasst dabei zunehmend alle Altersgruppen, da zum einen vom jungen Erwachsenen bis zu den Senioren die Leute im Internet aktiv sind und zugleich auch gerne immer öfters Cannabis konsumieren. 

Cannabis bald auch auf E-Commerce Plattformen?

Während also in der EU nichts getan wird für die Hanfwirtschaft und deren großes Potential bei Steuern, Jobs und Bürgerrechte, sind die Amerikaner und Kanadier besser dran und Experten erwarten den Siegeszug von Gras auch bald im allgemeinen E-Commerce. Zwar sind die Big Player Ebay, Amazon und Konsorten noch nicht bereits für Cannabis – auf Bundesebene etwa ist der Hanf in den USA noch verboten – aber es gibt bereits viele kleinere Kanäle, die kümmern sich explizit um das populäre Genussmittel.

Informationen sind aber genauso wichtig. In Deutschland setzen Parteien wie die CDU/CSU auf totale Verblödung beim Hanf, in Übersee hingegen steht verifizierte Aufklärung im Fokus für mündige Bürger und Konsumenten. Hier werden die bereits erwähnten Agenturen wichtiger, von denen immer mehr den Trend Cannabis erkennen und unterstützen, dabei zielgerichtete Kampagnen ausarbeiten und die Branche voranbringen. Bei uns sieht man immer noch den mittlerweile elend verstorbenen Marlboro Man als Werbeposter neben der Schule, doch in anderen freien Staaten können wir beim Cannabis schon sehen, wie sich eine faire Drogenpolitik auch beim Marketing durchsetzt – selbst und gerade in Zeiten einer Viruspandemie.