Cannabis Darm Gesundheit

Überblick zum Einfluss von Cannabis auf die Darm Gesundheit und auf Cannabinoide, die als Hanf Wirkstoffe dem größten Organ viel Gutes tun können (Bild von Tumisu auf Pixabay).

Schon länger wissen Mediziner, Forscher und natürlich auch Patienten über die enorme Bedeutung des Magen-Darm Systems für das Wohlbefinden. Das längste und größte Organ des menschlichen Körpers reagiert logischerweise auch beim Kiffen und auf Cannabinoide, die aus der Hanfpflanze verarbeitet sind. Wie genau sind hier die Zusammenhänge zwischen Mikroben, Cannabis und der Darm Gesundheit im Einzelnen? Billionen von Viren, Pilzen und Bakterien bevölkern unser Innerstes und beeinflussen die Körperfunktionen – genauso wie unser Endocannabinoid-System verantwortlich ist für eine Menge wichtiger Prozesse. Beim Konsum von THC und CBD interagiert dieses System auch mit all den winzigen Lebewesen im Verdauungstrakt und das wollen wir mal ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen.

Magen-Darm Trakt, Mikroben und Hanfkonsum im Fokus

Der Darm beginnt bei der Speiseröhre und endet im Mastdarm respektive am Anus. Diese flächenmäßig mehrere Meter umfassende Ausfächerung von organischem Material ist bevölkert von unzähligen Mikroben, mit denen wir in Symbiose leben. Bevor wir dazu den Konsum von Cannabis herannehmen ein paar allgemeine Hinweise:

  • Darmbakterien helfen das Immunsystem zu stärken,
  • giftige Nahrung und Schadstoffe werden abgebaut,
  • Vitamine und Aminosäuren werden synthetisiert und stärken die Barriere des Darms als semipermeable Wand, die eine Aufnahme von Nährstoffen erlaubt, zugleich aber eventuell pathogene Moleküle draußen hält.

Obwohl dieses System still seine Arbeit tut kommt es bei verschiedenen Faktoren zu einer Störung des Gleichgewichts und wir bemerken gesundheitliche Beschwerden. Typische Risiken sind zu viel Fett und Zucker im Essen, Alkohol und mit Pestiziden verunreinigte Nahrung. Hier können sich chronische Krankheiten wie Morbus Chrohn entwickeln, die übrigens aktuell auf eine mögliche Linderung durch Cannabis schon mal recht aussichtsreich untersucht werden.

Auch hat das System im Darm entscheidenden Einfluss auf überlebenswichtige Vorgänge im Gehirn – typische Anekdoten und Beispiele sind die Schmetterlinge im Bauch oder der Appetitverlust bei Angst und Furcht. Beim Kiffen und dem Verzehr der Cannabinoide nun kommt ein zusätzliches Wechselspiel hinzu, das für die Gesundheit ebenfalls Bedeutung hat und schon der Name verweist auf dessen Besonderheiten.

Nomen est omen: Cannabis und Endocannabinoid-System im Ausgleich

Nicht ganz zufällig bekam jenes Netzwerk im Leib, das beim Konsum von Hanf stimuliert wird, den Namen Endocannabinoid-System. Unser Körper produziert selbst Cannabinoide und reguliert damit Aspekte wie Schmerzen, Emotionen, Appetit oder auch Stress und Anspannung, was ganz folgerichtig dann auch beim Kiffen eine Rolle spielt. Rezeptoren und bestimmte Enzyme reagieren auf THC, CBD und andere Inhaltsstoffe aus dem Gras und das System finden wir vom Gehirn über die Drüsen und das Bindegewebe bis hin zum Darm selbst. Viele Funktionen dort sind direkt beeinflusst und Forscher sprechen hier im Optimalfall von einer Homöostase als Balance, die rund um die Verdauung, beim Ausheilen von Entzündungen oder immunologischen Reaktionen entscheidend ist.

Cannabis ist deshalb im Gegensatz etwa zum Alkohol oder auch Nikotin viel mehr ein Heilmittel als Droge! Erstaunlich, wie es die Gesetzgebung im Verbund mit willährigen Medien schaffte, diese Fakten zu verdrehen und während sich die Menschen tot trinken und vergiften ist noch kein einziger Kiffer und auch keine Kifferin jemals am Graskonsum verstorben. Auch als Medizin auf Rezept wird nur Hanf verordnet, Bier und Schnaps außer vielleicht in Bayern und Sibirien jedoch nirgendwo auf der Welt. 

Selbst Depressionen dürften nach derzeitigem Stand der Wissenschaft mit einer miesen Darmgesundheit zusammenhängen und das Endocannabinoid-System wird wechselseitig nachteilig beeinflusst. Studien im Labor mit Mäusen konnten hierzu eine Menge Erkenntnisse liefern und wer heute das Cannabis noch als Droge oder Rauschgift beschimpft ist entweder absurd dumm, unwissend oder versucht eine besonders hinterlistige Täuschung wie das ja leider beispielsweise in der bundesdeutschen Gesundheitspolitik lange Zeit Konsens gewesen ist.

Wie genau beeinflussen die Cannabinoide die Funktionalität im Darm?

Die erwähnten Rezeptoren als Schalt- und Andockstellen vom Endocannabinoid-System finden sich im Darm gehäuft und es ist kein Zufall, wenn Hanf seit Jahrtausenden im Einsatz ist bei Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Beobachtet und beschrieben wird auch ein Gewichtsverlust und damit eine Art Diät durch die Einnahme von Hanf, was wohl auf die Rolle vom THC zurückgeht.

Dicke Labormäuse etwa verloren zuverlässig an Gewicht bei einer Gabe von THC aus dem Cannabis und damit einher gingen auch die Anteile von schädlichen Toxinen und Bakterien zurück, was die anti-entzündlichen Effekte von Gras deutlich macht. 

Besonders effizient scheinen Kombinationen der Cannabinoide zu wirken. Wird das THC mit CBD zusammen in entsprechender Dosierung verabreicht, so fördert das Studien zufolge die biotische Zusammensetzung im Darm, die Entstehung kurzkettiger Fettsäuren und damit ein kraftvolles Immunsystem samt einem aktiven Stoffwechsel. Davon wiederum profitiert das Nervensystem und im Moment forschen die Wissenschaftler gezielt zur vorteilhaften Wirkung der Hanf Inhaltsstoffe auf

  • die Stabilisierung der wichtigen Blut-Gehirn- Schranke,
  • Darmentzündungen mit seltenen oder schwer zu behandelnden Erregern,
  • Entzündungen im neurologischen Bereich.

Auch die immer besser verstandenen Terpene scheinen ihren Anteil zu leisten als Aromastoffe im Gras und dann geht’s immer mehr um Cannabinoide, die erst seit Kurzem bekannt und verstanden werden wie CBG, CBN, THCA, Delta-8-THC und CBC um nur einige Vertreter zu nennen. Das aktive und förderliche Wechselspiel zwischen Cannabis und körperlicher wie geistiger Gesundheit ist ein vielversprechendes Forschungsfeld und in der Summe zeigt das auch, wie grotesk und weltfremd die hoffentlich bald endgültig kassierten Fake News über Kiffen und Hanfprodukte gewesen sind.