besten Cannabis Studien

Zum Jahresabschluss haben wir die besten Cannabis Studien 2022 im Überblick und zeigen den Hanf als Heilmittel, Tierfutter und spannende Botanik zum Anbauen (Bild von svklimkin auf Pixabay).

Wenn das Jahr in seine letzten Runden geht lohnt sich ein Rückblick und wir wollen heute mal auf die besten Cannabis Studien 2022 schauen. Schließlich geht Hanf als Heilmittel auch bei uns immer öfters und zum THC, CBD und anderen Wirkstoffen im Marihuana hat uns die Forschung in den letzten Monaten einige spannende Erkenntnisse geliefert. Zwar müssen Patienten in Deutschland noch ein bisschen warten auf die Legalisierung vom Gras und einen leichteren Zugang, doch ein regelmäßiger Überblick zum Stand der Wissenschaft kann sich lohnen angesichts einer beeindruckenden therapeutischen Vielfalt der Cannabinoide als Inhaltsstoffe der Hanfpflanze. Immerhin gibt’s Medizinalhanf schon auf Rezept und auch für diverse Selbstversuche könnte Gras ganz gut geeignet sein.

In 2022 erwies sich die Cannabis Forschung als besonders positiv in den Bereichen Medizin, Veterinärkunde und Biochemie und konnte darüber hinaus tolle Optionen für einen künftig verstärkten Anbau von Nutzhanf aufzeigen.

Cannabis als Heilmittel: Heilt Hanf neurologische Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer?

Ausgerechnet Hanf zum Schutz des Gehirns verwenden klingt zwar in den Ohren etwa der CDU sicher komisch, aber die Forscher haben genau diese Effekte in 2022 nicht nur einmal beschrieben. Kiffer haben seltener Krebs im Kopf als Abstinenzler! Möglicherweise hat das mit Wirkung durch THC und Co per se zu tun, die das Denkorgan bekanntlich in Schwung bringen, für neue Verbindungen sorgen und so vielleicht genau jene Verdrahtung garantieren, die auch für altende Gehirne protektiv wirkt.

Auch das bisher nicht ganz so oft untersuchte CBN stand im Fokus und eignet sich eventuell gegen Demenz. Cannabinol ist eigentlich eine Art Zerfallsprodukt vom THC, das nach längerem Lagern der Hanf Produkte entsteht und dessen Effekte im Allgemeinen als stark sedierend und einschläfernd beschrieben sind. CBN als Schlafmittel ist immer öfters eine Option, doch auch gegen besonders fiese Krankheiten im Gehirn könnten sich diese Cannabinoide anbieten.

Analysiert wurde freilich ein stets moderater Cannabis Konsum. Wer ständig die stärksten Sorten Hanf kifft dürfte wohl eher das Risiko für eine neurologische Erkrankung steigern – wie beim Rotwein empfiehlt sich auch für das Gras und den Verzehr berauschender Produkte in erster Linie der Genuss und sollten chronische Exzesse besser vermieden werden. Cannabis als Heilmittel lohnt sich eben zuvorderst in Maßen und sollte etwa beim THC nur in besonderen Fällen wie etwa einer speziellen Schmerztherapie sehr hoch dosiert sein.

Cannabis Cannabinoide: CBD ist nicht immer zuverlässiger Antagonist zum THC!

Wenn Ihr mal Cannabis Konzentrate und pures THC probiert, dann dürften Euch die Effekte beim Kiffen wahrscheinlich ziemlich verschieden vorkommen. Vollspektrum Cannabis mit allen Inhaltsstoffen gilt als ausbalanciert und es gibt Studien, die zeigen das nicht psychoaktive CBD als eine Art Antagonist zum berauschenden Anteil. Eine neue Untersuchung aus dem Jahr 2022 schaut genauer hin und stellte beim Test mit 46 Kiffern fest, dass es für diesen Ausgleich und eine Balance der Cannabinoide im Gras keineswegs Garantien gibt.

Bei gleicher Menge, einer Verdopplung und Verdreifachung von CBD gegenüber THC blieben die typischen Wirkungen durch Cannabis klar spürbar. Die Probanden berichteten die bekannten Probleme vom Kurzzeitgedächtnis, wurden sowohl beim Blutdruck wie der allgemeinen Sensibilität der Sinne gecheckt und in der Summe solltet Ihr lieber nicht nur auf Cannabidiol bauen, wenn das Gras zu stark ist.

CBD gegen die Überdosierung von THC verwenden kann funktionieren, muss es aber nicht und trotzdem dürfen wir wegen dieser einen Studie jetzt keineswegs alle bisherigen Ratschläge in den Wind schlagen.

Möglicherweise spielen nämlich Terpene, Flavonoide und vor allem das individuelle Profil der Konsumenten eine Rolle beim Effekt. Untersuchungen zu diesen Aspekten sind für das Verständnis vom Kiffen und der Cannabinoide deshalb in größerem Umfang nötig und bis zur Klärung der Balance im Weed setzt Ihr im Zweifelsfall auf die klassischen Gegenmaßnahmen. Ausruhen, viel trinken und entspannen helfen immer und nach wenigen Stunden ist die Wirkung vom Cannabis sowieso vorbei.

 Cannabis für Tiere: Nutzhanf als Stimmungsaufheller für Rinder!

Die Kuh auf der Weide gilt zwar allgemein immer als recht entspanntes Tier, ist aber auch nicht ganz blöd und dürfte sowohl von Schlägen auf den Rücken, idiotischen TikTok Trends und vor allem dem Gang zum Schlachthaus durchaus einiges mitkriegen. Um Rinder zumindest ein wenig mehr relaxen zu lassen als häufig brachial behandeltes Nutztier, gaben Forscher in Kansas mal Nutzhanf ins Tierfutter und siehe da – anschließende Untersuchungen zeigten eine niedrigere Herzfrequenz und Cannabis für Tiere als offenbar bestens verträglichen Stimmungsaufheller!

Chillige Kühe sind allerdings keine bekifften, breiten Nutztiere, die nur noch am Wassertrog hängen oder plötzlich anfangen zu tanzen.

Vielmehr geht’s schlicht um das eigentliche Tierwohl, das auch in Deutschland politisch gerne betont wird, während die Bauern beim Nutzhanf weiterhin Gängeleien aushalten müssen. Statt chemischer Keule zum Beruhigen und der üblichen Ergänzungsmittel für die Nahrung sollte der Agrarexperte und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir von den Grünen endlich auch mal Cannabinoide wenigstens erforschen lassen angesichts solcher Erkenntnisse aus den USA.

Nicht berauschende Marihuana Sorten als Industriehanf sind jenseits vom lieben Vieh auch so immer beliebter, weil sich wirklich alle Teile der Pflanzen exzellent zu Kleidung, Baumaterial oder als CBD Produkte verarbeiten lassen. Es geht nicht nur um Tierfutter für die Kuh, sondern um Optionen für eine klimagerechte Wirtschaft, um Nachhaltigkeit und ökologische Booster bis in den Stall oder eben in den Tank vom Auto hinein und wir sind gespannt, ob die versprochene Cannabis Legalisierung eine faire, realistische Bewertung vom Nutzhanf ebenso mit einschließen wird wie das Freigeben von THC.

 Cannabis Wirkung: THC, CBD – und was sonst noch Einfluss nimmt auf Effekte beim Kiffen

Als Cannabinoide kennen wir mittlerweile alle das psychoaktive THC und eben das körperlich stimulierende CBD und sicher hat so mancher auch schon von CBG, CBC und THCV gehört. Das dürfte aber laut einer Studie in 2022 nicht die ganze Wahrheit sein rund um die subjektiven Wirkungen der Hanfpflanze und die Forscher nennen vor allem Terpene als Aromastoffe als wichtigen Aspekt für Effekte.

Werden nämlich pures THC und CBD gereicht und alle sonstigen Inhalte vom Weed rausgefiltert, ist die individuelle Wirkung der Hanfsorten auch subjektiv meistens direkt miteinander vergleichbar!

Das berichten die Teilnehmer, denen berauschendes THC-Öl zusammen mit CBD-Öl gereicht wurde. Höchstwahrscheinlich sind laut Untersuchung auch die üblichen Einteilungen von Gras nach Indica und Sativa Hanfsorten wenig zielführend und sehr ungenau, was nun weiter erforscht werden muss.

Ein Blick auf das Profil von Hanfsamen in den Seeds Shops zeigt die vielen Inhaltsstoffe und es kann sich lohnen, vor dem Anbauen und Kaufen vom Cannabis Saatgut genauer zu recherchieren. Einige Terpene sollen beruhigend wirken, andere belebend und stehen dabei stets im engen Zusammenspiel mit den eigentlichen Wirkstoffen als oben genannte Cannabinoide aus dem Hanf.

Cannabis als Heilmittel 2: Wirken Hanf Produkte effektiv gegen Covid-19?

Schon mehrmals konnten Wissenschaftler vorteilhafte Effekte durch Cannabis gegen das Coronavirus nachweisen und im abgelaufenen Jahr sorgte dazu eine weitere Studie für Aufsehen. Der Erreger mag zwar mittlerweile außer in China soweit außer Gefecht gesetzt und gut unter Kontrolle, doch antivirale Eigenschaften der Hanf Produkte lassen sich nicht nur gegen mögliche Mutationen bei Covid-19 gut gebrauchen.

Allerdings ist es bei einer Erkrankung mit SARS-CoV-2 keinesfalls ratsam einen Joint zu rauchen oder generell Cannabis zu inhalieren. Weil nun mal unsere Lungen unter Beschuss stehen, sollte sich laut aktueller Sichtung der Forschungslage vor allem das Essen und Trinken als Konsumform anbieten und Patienten könnten beispielsweise Cannabis Rezepte ausprobieren für eine möglichst schonende wie zugleich effiziente Einnahme der Wirkstoffe.

Es dürfte daher nicht bei diesem Überblick zur Wirksamkeit von Hanf bleiben, sondern wir werden Euch wohl bald über entsprechende Menschenversuche berichten. Studien, bei denen sowohl das Coronavirus wie auch Cannabis gezielt verabreicht werden gibt’s noch nicht, stehen aber offenbar ganz oben auf dem Wunschzettel der Wissenschaft für das kommende Jahr.

Cannabis Anbau: Neue Erkenntnisse zu Aufbau und Struktur der Hanfblätter

Ok, das würde eigentlich auch direkt in die Kifferfilme passen und zum Leaf vom Cannabis als quasi politischem Symbol, doch bei der frischen Untersuchungen zur Gras Botanik ging es vor allem um sogenannte „Mikroorgane.“ Diese Plastiden jenseits der Photosynthese sind beim Weed seltsam verformt, so die Studie und spannenderweise werden Cannabinoide wie THC an der Spitze der Trichome gespeichert, in einer Art Behälter in Pilzform.

Die University of British Columbia analysierte bis in die Haarspitzen vom Marihuana hinein dessen eigentliches Wachstum als Grasblüte und wollten wissen, welche Vorläufer für berauschende wie körperlich aktivierende Wirkstoffe eine Rolle spielen.

Der Transport von Inhalten quer durch die Hanfpflanze ist bisher noch nicht vollständig verstanden und hier hat 2022 immerhin einige neue Daten verfügbar macht. Auch als Hobby Zücher solltet Ihr beim Cannabis Anbau daher die Blätter im Auge behalten. Verfärbungen verweisen auf Mangelerscheinungen und es braucht öfters Dünger oder weniger starkes Licht beim Indoor Growing als wir denken. Das Hanf Blatt ist eben nicht nur reif für den Bioabfall und Komposthaufen, sondern erzählt für die erfolgreiche Zucht durch Laien wie Experten seine eigene, faszinierende Story.

Cannabis ohne Rausch: CBD-Öl verbessert die soziale Interaktion bei Autisten

Zum Autismus wird Hanf intensiv erforscht und gilt mittlerweile in vielen Fällen als lohnenswerte Alternative zur chemischen Keule. Jenseits einer Reduktion der Anfälle scheint Cannabis auch generell bei solchen Beschwerden Vorteile zu haben, das zeigte uns eine Untersuchung zum sozialem Miteinander. CBD-Öl bei einer autistischen Indikation führte zu vielen positiven Effekten und die Probanden zeigten sich aktiver, mitteilungsfreudiger und offener als ohne wohlgemerkt nicht berauschende Cannabinoide im Organismus.

Aus dem Forscher-Mekka Israel kommen diese Neuigkeiten und laut Studie ist vor allem eine höhere Ratio der Inhaltsstoffe empfehlenswert – bei einem Verhältnis von 20:1 CBD zu THC zeigten sich die besten Effekte und die Autisten berichten über weniger Schlafstörungen, Angstanfälle und Paranoia.

Auch verletzten sich die Leute deutlich seltener dank Cannabidiol, das in Israel, Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt bereits legal ist. Natürlich müssen Eltern bei einem Selbstversuch mit CBD Vorsicht walten und dürfen ihre autistischen Kinder nur kleine Dosen Hanf ausprobieren lassen. Zwar gilt der Wirkstoff wegen der fehlenden psychoaktiven Effekte als gut verträglich, sollte aber trotzdem Stück für Stück herangeführt werden zumal beim Einsatz in der Pädiatrie. Eine Linderung ist aber sehr wohl möglich, da reiht sich die aktuelle Untersuchung zu Cannabis und Autismus ein in die lange Reihe ähnlich wohlmeinender Analysen aus den letzten Jahren.

Stärke Skills beim Kommunizieren und mehr Selbstvertrauen sind wichtig für kleine wie große Patienten und der Alltag wird möglicherweise durch CBD Produkte endlich entscheidend erleichtert. Von Essen und Anziehen bis zur Nachtruhe lässt sich eine positive Wirkung in Aussicht stellen und vielleicht können Autisten gerade durch die Hanfpflanze und ihre Inhaltsstoffe ein weitgehend normales Leben führen.

Auch in 2023 werden wir Euch zu spannenden Studien aus der Cannabis Forschung und den Selbstversuch mit Hanf als Heilmittel ausführlich informieren.